OBERBERGISCHER KREIS

Hitzeaktionsplanung: Kreis startet Pilotprojekt mit Radevormwald

Red; 17.09.2026, 10:02 Uhr
OBERBERGISCHER KREIS

Hitzeaktionsplanung: Kreis startet Pilotprojekt mit Radevormwald

Red; 17.09.2026, 10:02 Uhr
Oberberg - Die Kreisverwaltung will weitere Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel initiieren - Der Weg ist noch weit.

Der Hitze- und Dürresommer 2026 hat eindrücklich gezeigt, wie notwendig Anpassungen an die Folgen des Klimawandels im Oberbergischen Kreis sind. Der heißeste Juni gefolgt vom trockensten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen haben ihre Spuren hinterlassen. Niedrige Wasserstände in den Talsperren, vertrocknete Wiesen und angeschlagene Wälder, die bereits im August Laub abwerfen, sind sichtbare Zeichen dafür, dass sich das Klima auch hier wandelt.

 

„Klimawandelanpassung ist eine Daueraufgabe und kann nur gemeinschaftlich gelingen, wenn sich alle Betroffenen, angefangen bei der öffentlichen Hand, Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen engagieren und ihr Handeln darauf ausrichten“, sagt Landrat Klaus Grootens. Erste Maßnahmen des Interkommunalen Klimawandelanpassungskonzepts wurden umgesetzt. Soll ab November in den Städten und Gemeinden im Kreis eine Checkliste zur klimaangepassten Bauleitplanung vorliegen. Um Firmen und ihre Standorte klimafit zu machen, startete kürzlich die erste zertifizierte Klima.Profit-Beratung im Kreis mit zehn oberbergischen Unternehmen. Hierfür konnten erfolgreich Fördermittel eingeworben werden, sodass die Teilnahme kostenlos ist.

 

Doch die Hitzeperiode im Juni hat gezeigt, dass beispielsweise Kühle Orte fehlen oder nicht bekannt sind und der angemessene Umgang mit langen Hitzephasen an vielen Stellen besser gelingen muss. Der Kreis möchte deshalb die Kommunen unterstützen und ab 2027 gemeinsam mit der Stadt Radevormwald eine exemplarische Hitzeaktionsplanung durchführen, die als Vorbild dienen soll.

 

Klar ist: Das Engagement des Oberbergischen Kreises und der kreisangehörigen Kommunen im Bereich der Klimawandelanpassung steht noch am Anfang. „Wir müssen uns noch in sehr vielen Bereichen besser an die Auswirkungen der Klimafolgen im Oberbergischen Kreis anpassen und die im Klimawandelanpassungskonzept festgelegten Maßnahmen in der Zusammenarbeit der zahlreichen Beteiligten umsetzen“, sagt Frank Herhaus, der Umweltdezernent beim Oberbergischen Kreis. Wo immer möglich werde deshalb versucht, für die Umsetzung der Klimaanpassungsmaßnahmen Fördermittel bei Land, Bund oder der EU zu beantragen.

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