OBERBERGISCHER KREIS

Hitze-Ticker: Die Waldbrandgefahr nimmt zu - der Schulunterricht nimmt ab

Red; 24.06.2026, 16:05 Uhr
Foto: Lars Weber --- Bei der andauernden Hitze und Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr. Dieses Schild in Wiehl zeigt, wie Waldbrände vermieden werden können.
OBERBERGISCHER KREIS

Hitze-Ticker: Die Waldbrandgefahr nimmt zu - der Schulunterricht nimmt ab

Red; 24.06.2026, 16:05 Uhr
Oberberg - Freibäder rüsten sich für Besucheransturm - Der Stellvertretende Kreisbrandmeister appelliert an das richtige Verhalten im Wald - An oberbergischen Schulen flüchtet man aus den Klassenzimmern (AKTUALISIERT).

+++9. Meldung (Mittwoch, 16:05 Uhr)+++

 

Die hohen Temperaturen sorgen an den oberbergischen Schulen für besondere Situationen. OA hat beim Oberbergischen Kreis nachgefragt, in dessen Trägerschaft sich unter anderem Förder- und Berufsschulen befinden, wie die Hitze den Unterricht beeinflusst. Das Ergebnis: Es wird ganz unterschiedlich damit umgegangen.

 

An der Anne-Frank-Schule in Wipperfürth werden zum Beispiel die Räume eine Stunde vor Schulbeginn geöffnet. Durchzug ist angesagt. Es werden auch alternative Lernorte aufgesucht, zum Beispiel die Foyers in den beiden unteren Etagen oder Schattenplätze auf dem Schulhof. An der Förderschule extra wichtig: individuelle Pausen. Außerdem wird mit Hilfe der Krankenpflegerinnen auf den gesundheitlichen Zustand der Schülerinnen und Schüler geachtet. Alle Schülerinnen und Schüler sowie die Mitarbeiter werden mit Wasser versorgt. Für etwas Abkühlung sorgen auch Wasserspiele auf dem Schulhof. Hitzefrei gibt es an der Anne-Frank-Schule nicht. „Als Schule mit gebundenem Ganztag bieten wir Schulbetrieb in den gewohnten Zeiten an.“ Aber Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder aus gesundheitlichen Gründen zuhause zu halten oder früher abzuholen.

 

Hitzefrei gibt es auch an der Helen-Keller-Schule in Wiehl-Oberbantenberg nicht. Allerdings durften die Eltern entscheiden, ihr Kind in dieser Woche früher abzuholen. Viel Wasser trinken, Eis essen und Wasserspiele im Außenbereich sind auch dort angesagt. Der Unterricht wird entsprechend angepasst. Etwas früher Schluss gemacht mit dem Unterricht wurde diese Woche an der Sprachförderschule Oberwiehl, die Ganztagsbetreuung aber sichergestellt. Dort werde gerne die Flucht nach draußen, zum Beispiel ins grüne Klassenzimmer oder in den Wald, angetreten. Nicht möglich sei ein regulärer Unterricht auch an der Förderschule Vollmerhausen (Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung). Am gestrigen Schulentwicklungstag hatten die Schüler und Schülerinnen frei und das Foyer wurde genutzt, da Besprechungsraum und Lehrerzimmer nicht ganztägig nutzbar wären. „Dies trifft auf diverse Räume zu.“ Jetzt wurde der Unterricht auf vier Stunden gekürzt. Die OGS endet um 15 Uhr – „das spricht für ein Invest in klimatisierte Räume“. Auf Wasserspiele müssen die jungen Schüler auch hier nicht verzichten. Geachtet werde auch besonders auf das Eincremen.

 

Am Berufskolleg in Dieringhausen wurden die Unterrichtsstunden verkürzt und – soweit möglich -, der Unterricht in Räume verlegt, die nach Norden ausgerichtet sind. Auf besondere Maßnahmen verzichtet wird am Kaufmännischen Berufskolleg Oberberg, es gibt auch keinen Unterricht draußen. Bislang durfte gar kein hitzefrei gegeben werden, da dort die Sekundarstufe 2 beschult wird. Mindestens zehn Räume über 28 Grad seien nötig, um nach der sechsten Stunde in den Distanzunterricht zu gehen. Gegebenenfalls wird dies nun neu bewertet nach einem Erlass des NRW-Schulministeriums (https://www.schulministerium.nrw/hitzefrei), der hitzefrei auch in der Sekundarschule 2 möglich macht und erst nach der OA-Befragung die Schulen erreichte.

 

In Trägerschaft des Kreises befindet sich zudem die Anna-Freud-Schule in Gummersbach. Die Klinikschule setzt für den Rest der Woche auf Kurzbeschulung und Raum- und Unterrichtswechsel (Kunst statt Sport). Die Schule verfüge zwar über keinen Schulhof, doch der angrenzende Wald eigne sich für manches Fach als grünes Klassenzimmer.

 

+++8. Meldung (Mittwoch, 15:03 Uhr)+++

 

Im Vergleich zum Osten und Süden Deutschlands kommt Nordrhein-Westfalen mit Blick auf den Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) derzeit noch recht glimpflich davon. Für die Station in Reichshof-Eckenhagen gilt heute und morgen ein Index von 2, was für eine „geringe Gefahr“ steht. Entwarnung gibt Frank Hartkopf, der Stellvertretende Kreisbrandmeister, deshalb aber nicht. „Der Wert sagt nichts darüber aus, wie der Mensch sich verhält“, sagte er im Gespräch mit OA. Und bei der Feuerwehr weiß man: Die Entstehung von Waldbränden geht fast immer auf den Menschen zurück.

 

Insgesamt umfasst die Klassifizierung des Waldbrand-Gefahrenindexes fünf Stufen. Am kommenden Freitag und Samstag steigt der Wert im Oberbergischen auf 3. Der DWD erwartet damit eine „mittlere Gefahr“. Auf der dazugehörigen Karte sind weite Teile Deutschlands am Wochenende rot und dunkelrot eingefärbt. Für die Station in Eckenhagen gilt am Sonntag aber wieder ein Index von 2. Trotzdem warnt Hartkopf: „Die Gefahr ist da, wenn sich der Mensch dumm verhält.“

 

Der Stellvertretende Kreisbrandmeister appelliert deshalb, im Wald keine offenen Feuer zu entzünden, keine glühenden Zigaretten wegzuschmeißen und nicht auf trockenem Gras oder trockenen Wiesen zu parken. Außerdem habe die Feuerwehr in den vergangenen Jahren immer wieder festgestellt, dass auch an den Talsperren gegrillt oder Lagerfeuer entfacht werden. „Man ist zwar nah am Wasser, aber auch nah an der Vegetation“, sagte Hartkopf. Deswegen sollte auch das unterlassen werden.

 

In der ersten Hälfte des Jahres gab es bislang abgesehen von „ein paar kleineren“ Bränden keine größeren Feuer in Wäldern. Nicht zuletzt lag das an dem eher kühleren und regnerischen Wetter. (ks)

 

+++7. Meldung (Mittwoch, 11:05 Uhr)+++

 

Gerade haben die meisten Freibäder im Oberbergischen Kreis den Startschuss zur Saisoneröffnung gegeben und passend dazu rollt die erste große Hitzewelle durchs Land. OA hat bei verschiedenen Vertretern nachgehört. Nicht überall sorgt das Wetter für volle Becken und Liegewiesen.

 

Nanette Mai vom Freibadteam Bergneustadt würde sich über einen größeren Besucheransturm freuen. „Da ist noch etwas Luft nach oben“, erklärte sie. Personell jedenfalls kann der Förderverein inzwischen aus dem Vollen schöpfen, denn ein Suchaufruf nach Unterstützern hat offensichtlich Früchte getragen. So sind Rettungsschwimmer, Schwimmmeister sowie auch Kassenpersonal in ausreichender Anzahl vorhanden. Spätestens mit Ferienbeginn hoffen die Betreiber auf ein proppenvolles Freibad.

 

[Foto: Michael Kleinjung --- Unter anderem im Freibad Bergneustadt kann man sich in den nächsten Tag abkühlen.]

 

An der Kasse vom Freibad Bielstein in Wiehl tummeln sich derzeit besonders die Schüler, sie haben hitzefrei bekommen. Einen kühlen Kopf bewahrt Badleiter Dimitri Bezginow, der von seinem Turm einen Überblick auf das Areal hat. „Wir bleiben professionell und arbeiten das ab“, sagt er. Bange ist ihm ob der steigenden Besucherzahl nicht, er sieht sich gut aufgestellt. Weitere Mitarbeiter sind parallel im Außenbereich der Wiehler Wasserwelt zugegen. Das Freibad feiert in Kürze seinen 90. Geburtstag mit einem großen Festwochenende. Für den erwarteten Andrang sieht man sich in Bielstein gerüstet. „Wir bauen derzeit einige Stunden auf, die wir dann im Winter wieder abbauen“, erklärt Bezginow das Prozedere.

 

Die Pforten im Gummersbacher Naturfreibad Bruch haben noch gar nicht geöffnet. Das wird sich aber am Wochenende ändern. Sämtliches Personal ist derzeit mit den Vorberatungen zur Eröffnung beschäftigt, wie Stadtwerkechef Harald Kawczyk im Gespräch mit OA berichtete. Das Bademeisterhäuschen muss hergerichtet, die Badeinsel herausgefahren, die Tretboote hergerichtet und nicht zuletzt die Kassen installiert werden. Die Mitarbeiter erwarten viele Gäste, weshalb auch der Kiosk dementsprechend gut gefüllt wird.

 

Wie in den vergangenen Jahren auch, weist Kawczyk auf eine Besonderheit hin: „Barzahlung an der Kasse ist bei uns nicht möglich“, sagt er und verweist auf die „Bruch-Card“, die vorab mit Guthaben aufgeladen werden und die man für sämtliche Bezahlvorgänge im Bad einsetzen kann. Die Karte sei besonders bei Kindern beliebt, die noch kein eigenes Girokonto besitzen. Alternativ kann auch eine EC-Karte genutzt werden. Wer mit dem Fahrrad kommt, erhält übrigens freien Eintritt in das Bad. Die individuellen Öffnungszeiten des Freibades können tagesaktuell über die Homepage des Gumbala eingesehen werden.

 

Matthias Haas, Fördervereinsvorsitzender des Panoramabades in Engelskirchen, spricht von einem grandiosen Start in die Saison. Bereits am ersten Wochenende verzeichnete man gut 3.000 Gäste. Auch deshalb schiebe das Kassenpersonal derzeit Sonderschichten. Um lange Warteschlagen am Eingang zu umgehen, hat Haas einen besonderen Tipp für die Besucher auf Lager. „Das Ticket kann vorab online gekauft werden und per QR-Code kann man direkt durch das Drehkreuz gehen.“ Während der Hitzewelle rechnet der Fördervereinschef mit bis zu 2.000 Badegästen täglich. Ist das Panoramabad derart stark frequentiert, weist Haas - selbst Anwohner - auf die Einbahnstraßenregelung am Rommersberger Weg hin. Tagesaktuell wird auf die Regelung über Social Media hingewiesen. „Den Weg kenn kaum jemand“, appelliert er, der Beschilderung zu folgen. Am 14. Juli findet das Sommerkonzert im Panoramabad statt.

 

Weitere ehrenamtliche Unterstützer sind in allen Bereichen willkommen.

 

Das Freibad in Engelskirchen-Wallefeld wird ausschließlich ehrenamtlich betrieben: „Ob wir geöffnet haben, wird tagesaktuell über unsere offene Facebookseite bekanntgegeben“, sagt Katinka Henning vom Verschönerungsverein Wallefeld, der das Schwimmbad betreibt. Momentan aber ist genügend Personal vorhanden, genauso wie reichlich Getränke. Zusätzlich gibt es ein spontan wechselndes Speisenangebot. Momentan ist, als zusätzliche Abkühlung, ein Eiscafé geöffnet und am kommenden Freitag steigt ab 18 Uhr die jährlich flexibel durchgeführte Cocktailparty im Freibad. Bis zum späten Abend kann dann gefeiert werden. (ls)

 

 

+++6. Meldung (Mittwoch, 9:40 Uhr)+++

 

Aufgrund der Hitze schließen das Rathaus Wiehl und seine Nebenstellen am morgigen Donnerstag, 25. Juni, bereits um 17 Uhr - diesmal gibt es also keinen „langen Donnerstag“. (Red)

 

 

+++5. Meldung (Mittwoch, 8:40 Uhr)+++

 

Auch an den hiesigen Krankenhäusern hat man sich auf die Hitzewelle eingestellt. Ein vermehrtes Aufkommen von Betroffenen ist bislang nicht zu beobachten (Stand: Mittwochmorgen).  „Aktuell ist die Situation noch im Griff, wir haben noch kein größeres Problem mit Hitzeopfern in den Kreiskrankenhäusern Gummersbach und Waldbröl“, sagt Dr. Albrecht Kendel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Kreiskrankenhaus Gummersbach.

 

Anzeichen für gesundheitliche Probleme sind laut Dr. Kendel Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Atemprobleme. Besonders empfindlich seien ältere Menschen, Kleinkinder und Patienten mit Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten oder Bluthochdruck, hier könne ein größerer Flüssigkeitsverlust problematisch werden. „Auch ein Ausgleich mit Trinken von viel Wasser kann dann zu Störungen im Elektrolythaushalt führen. Hier wären eher isotonische Lösungen zu empfehlen, oder zusätzlich Kochsalzverluste durch Nahrungsaufnahme auszugleichen“, betont der Mediziner.

 

Wichtigste Maßnahmen, neben Sonnencreme mit hohem UV-Schutzfaktor, seien das Aufsuchen von Schatten, das Tragen einer Kopfbedeckung und leichte Kleidung sowie die Vermeidung von anstrengenden Tätigkeiten in der Hitzezeit. „Hilfreich kann auch das Versprühen von Wasser sein, um sich abzukühlen“, erklärt Kendel und ergänzt: „Besonders wichtig finde ich auch, dass wir auf unsere Mitmenschen achten sollten, besonders auf die Alten und die Kinder, die diese Situation oft nicht gut einschätzen können.“ (lo)

 

 

+++4. Meldung (Dienstag, 15:55 Uhr)+++

 

In Zeiten einer Hitzewelle steigt das Risiko insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen, einen Hitzeschlag zu erleiden, aus dem zum Beispiel auch ein Krampfanfall entstehen kann, erheblich an. Besonders alte und/oder demente Menschen sind betroffen, ebenso wie Patienten mit Herz- oder Lungenerkrankungen und Babys unter zwei Jahren. Auch bei der Einnahme von Psychopharmaka ist das Risiko erhöht, weiß Dr. Ralph Krolewski, Sprecher des Oberbergischen Hausärzteverbandes. Generell rät der Arzt, immer ausreichend Wasser zu trinken.

 

Bei derart hohen Temperaturen dürfen das gerne sechs bis acht Liter pro Tag sein. Auch ist das Aufsuchen von kühlen Orten obligatorisch. Krolewski setzt zudem auf die soziale Komponente: „Rufen Sie regelmäßig bei ihren alleinlebenden Freunden und Verwandten an“, rät er. Im Ausland gebe es inzwischen Anrufdienste, die sich besonders während einer Hitzewelle nach dem Wohlbefinden mehrmals täglich erkundigen. Pflicht ist laut Krolewski auch das Tragen von Kopfbedeckungen, um die Körpertemperatur möglichst niedrig zu halten.

 

In der eigenen Wohnung sollten Fenster tagsüber geschlossen und Rollläden unten bleiben. Nachts darf gelüftet werden. Zeitlich versetzt ist auch die Abkühlung von Gebäuden, die erst etwa zwei Tage nach der eigentlichen Hitzewelle langsam wieder auskühlen. (ls)

 

 

+++3. Meldung (Dienstag, 14:30 Uhr)+++

 

Auch im Lindlarer Rathaus reagiert man auf die erste große Hitzewelle des Jahres. Auf Nachfrage von OA teilte Bürgermeister Sven Engelmann mit, dass es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kommenden zwei Tagen eine höhere Flexibilität geben soll. So können diese am 24. und 25. Juni nach Absprache ab 12 Uhr mittags ins Homeoffice wechseln oder durch den Abbau von Überstunden frei nehmen. „Aber wir machen das Rathaus nicht dicht“, sagte Engelmann. Ansonsten gelte: viel trinken und leichte adäquate Kleidung tragen. Mit der Eisspeicherheizung verfügt das Lindlarer Rathaus über eine Besonderheit. In den Bereichen, in denen eine Fußbodenheizung liegt, soll diese nun etwas kühlen.

 

Im Bergneustädter Rathaus gehe es derzeit großzügig zu, „wenn jemand ins Homeoffice möchte“, sagte Bürgermeister Matthias Thul. „Das ist den Kollegen ein Stück weit freigestellt.“ Ob jemand lieber von zu Hause aus arbeiten möchte oder doch im Büro, scheint bei der Bergneustädter Verwaltung nicht zuletzt von der Lage des Arbeitsplatzes abhängig zu sein – denn die sei in dem Altbau zweigeteilt, sagte Thul. Während es auf der einen Seite recht warm sei, sei es auf der nördlichen Seite, die direkt am Rathausplatz liegt, „schön kühl“ – und so zum Teil sogar angenehmer als bei dem ein oder anderen in den eigenen vier Wänden. Mit Blick auf die geplanten Termine sagte Thul, dass sich für die Bürgerinnen und Bürger durch die Hitzewelle nichts ändere. (ks)

 

 

+++2. Meldung (Dienstag, 14 Uhr)+++

 

Anlässlich der derzeitigen Hitzewelle erinnert die Kreisverwaltung an die  Allgemeinverfügung zur Beschränkung von Wasserentnahmen für alle Gewässer (Bäche, Gräben, Flüsse, natürliche Seen) im Kreisgebiet, die in der Zeit von Anfang April bis Ende Oktober gilt. Grundsätzlich seien ein paar Gießkannen voll Wasser für den privaten Bedarf nicht problematisch. Bei Trockenheit und Hitze führe jedoch die Vielzahl der Wasserentnahmen, zum Beispiel durch elektrische Pumpen dazu, dass Bäche, Flüsse und natürliche Seen zusätzlich geschwächt werden.

 

"Das Defizit wirkt sich auch auf Pflanzen und Tiere aus. Gewässer sind nicht nur Lebensraum vieler gefährdeter Fisch- und Insektenarten. Sie sind auch überlebensnotwendig für den Bestand vieler an Land lebender Tierarten", sagt der Umweltdezernent des Oberbergischen Kreises, Frank Herhaus. In den Gewässern des Oberbergischen Kreises sind die Wasserstände auch trotz der Niederschläge im Winter bzw. Frühjahr aktuell sehr niedrig. "Dieser Zustand ist auch das Ergebnis des konstanten Wassermangels in den vergangenen Jahren", so Herhaus weiter.

 

Aus diesem Grund hat das Umweltamt die Verfügung erlassen, die auch in diesem Jahr von April bis einschließlich Oktober Gültigkeit besitzt. Verboten sind damit jegliche Wasserentnahmen im Rahmen des Eigentümer-, Anlieger- und Gemeingebrauchs; ausgenommen sind Entnahmen aus den Flüssen Agger und Wupper und Wasserentnahmen zum Tränken von Vieh, im Rahmen der Vorgaben des Landeswassergesetzes NRW, sowie das Entnehmen durch Schöpfen mit Handgefäßen (Eimer oder Gießkannen).

 

Dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannt, kann Herhaus nicht erkennen: "Selbst, wenn es kurzfristig Regen gibt, wird sich die Lage nicht so schnell verbessern. Deshalb müssen dafür sorgen, dass die Gewässer nicht noch zusätzlich belastet werden.“ Die Allgemeinverfügung kann hier nachgelesen werden. (lo)

 

 

+++1. Meldung (Dienstag, 9:40 Uhr)+++

 

Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen gelten bis einschließlich Freitag, 26. Juni, geänderte Servicezeiten in den Dienststellen der Stadt Gummersbach. Die Nachmittagszeiten entfallen, die Dienststellen sind für den Publikumsverkehr jeweils bis 12 Uhr geöffnet, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Wer ein persönliches Anliegen vortragen oder eine bestimmte Ansprechperson erreichen möchte, wird gebeten, vorab telefonisch zu klären, ob der jeweilige Mitarbeiter vor Ort ist.

 

„Ziel ist es, den Dienstbetrieb auch während der aktuellen Hitzewelle aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den besonderen Belastungen durch die hohen Temperaturen Rechnung zu tragen“, bittet die Stadt Gummersbach um Verständnis für die Maßnahme. (lo)

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