OBERBERGISCHER KREIS
Blutkonserven werden knapp: DRK ruft zur Spende auf
Oberberg - Der DRK-Blutspendedienst West berichtet von einer angespannten Lage bei der Versorgung mit Blutpräparaten.
Der DRK-Blutspendedienst West ruft die Bevölkerung eindringlich zur Blutspende auf. Die Versorgung mit Blutpräparaten sei aktuell angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. „Winterwetter, eine ausgeprägte Infektwelle und ein schwacher Start ins Spendenjahr treffen auf einen unverändert hohen Bedarf in den Kliniken“, teilte Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendediensts West, mit.
In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden. Viele der dennoch durchgeführten Termine waren deutlich schwächer besucht als üblich. Gleichzeitig führt die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spender vorübergehend nicht spenden können. Bereits zu Jahresbeginn ist das Spendenaufkommen deshalb, und wegen der Feiertage, unter dem notwendigen Niveau geblieben.
Am besten registrieren
Um Wartezeiten zu vermeiden und die Abläufe optimal zu gestalten, bittet das Rote Kreuz darum, sich vorab unter www.blutspende.jetzt oder über die Hotline einen Termin zu reservieren. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr. Zum Termin bitte den Personalausweis oder Führerschein mitbringen. Die eigentliche Blutspende dauert nur etwa fünf bis zehn Minuten – und kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen.
Die Auswirkungen seien deutlich spürbar: Die Vorräte sinken, die Lagerreichweite beträgt aktuell nur noch rund anderthalb Tage.
Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden wirken sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus.
„Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, so Küpper. „Blutspenden lassen sich nicht aufschieben – was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken.“
Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden. Das DRK appelliert daher an alle gesunden und spendefähigen Bürger, zeitnah einen Termin wahrzunehmen. Aktuelle Termine in der Region sind hier zu finden.
Wer unsicher ist, ob eine Blutspende – zum Beispiel wegen der Einnahme bestimmter Medikamente – möglich ist, kann sich kostenfrei bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter 0800 11 949 11 beraten lassen. Alternativ steht unter www.blutspende.jetzt ein Online-Check zur Verfügung.