OBERBERGISCHER KREIS

Ausrüstung reinigen zum Schutz der Gewässer

Red; 21.08.2026, 17:05 Uhr
Grafik: Wupperverband.
OBERBERGISCHER KREIS

Ausrüstung reinigen zum Schutz der Gewässer

Red; 21.08.2026, 17:05 Uhr
Oberberg - Wupperverband veröffentlicht Regeln zur Vorbeugung des Eintrags von invasiven Arten.

Um die Ausbreitung gebietsfremder Arten (Neobiota) und Krankheiten in seinen Gewässern zu verhindern bzw. einzudämmen, ruft der Wupperverband alle Nutzer zur Mitwirkung auf. Daher hat der Verband wichtige Vorgaben zusammengestellt, die festlegen, worauf dabei besonders zu achten ist.

 

Die Verbreitung von Neobiota und Krankheiten (zum Beispiel Quaggamuschel und Krebspest) kann über jegliche im Wasser verwendete Ausrüstung erfolgen, zum Beispiel Boote, SUPs, Tauch- oder Angelequipment oder Wasserspielzeug. Deshalb ist nach Angaben des Wupperverbands die Beachtung der folgenden drei Schritte wichtig:

Ausrüstung soll vor und nach dem Gebrauch am Gewässer sorgfältig auf anhaftende Pflanzenteile, Schmutz oder Restwasser kontrolliert werden.

Vor erneuter Nutzung soll die Ausrüstung gründlich und mit möglichst heißem Wasser gereinigt sowie Bilgen- und Restwasser vollständig entfernt werden.

 

Nach der Reinigung und vor erneuter Benutzung soll die Ausrüstung dann vollständig getrocknet werden, empfohlen werden dafür mehrere Tage.

Beim Wechsel zwischen Gewässern ist es am besten, separate Ausrüstung zu verwenden. So kann wirkungsvoll verhindert werden, dass selbst mikroskopisch kleine Organismen zwischen unterschiedlichen Gewässern weitergetragen werden.

 

„Mit dem Dreiklang „Kontrollieren, Reinigen, Trocknen“ leisten alle Nutzerinnen und Nutzer einen wichtigen Beitrag für den Schutz unserer Gewässer sowie der heimischen Flora und Fauna im Wuppergebiet“, teilte der Verband mit.

 

Invasive Neobiota gefährden Ökosysteme und Gewässernutzung im Wuppergebiet

 

In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl an Neobiota stark gewachsen. Auch im Wuppergebiet gibt es mittlerweile viele nicht-heimische Arten, jedoch werden nicht alle als invasiv eingestuft. Diese sind sehr anpassungsfähig, können sich massenhaft vermehren und explosionsartig ausbreiten. Dabei profitieren sie meist von veränderten Umweltbedingungen durch den Klimawandel. Etablieren sie sich in geeigneten Lebensräumen, entstehen erhebliche ökologische und wirtschaftliche Schäden. Auch die Gewässernutzung kann in der Folge erheblich eingeschränkt werden. Gegenmaßnahmen seien mit hohen Kosten verbunden und oft nicht ausreichend wirksam.

 

Der Fachbereich Limnologie des Wupperverbands hat im Juli die Brauchwassertalsperren mittels Umwelt-DNA gezielt auf invasive Arten wie die Quaggamuschel untersucht. Im Rahmen der Untersuchungen wurde sie bislang nicht nachgewiesen. Zur Verhinderung eines Befalls sei die Einhaltung der Reinigungsregeln daher von zentraler Bedeutung.

Der Wupperverband hat die Regeln auf seiner Website veröffentlicht. Darüber hinaus werden Hinweisschilder erstellt und Freizeitakteure wie Vereine gezielt informiert.

 

Die vollständigen Reinigungsregeln sind hier zu finden: https://www.wupperverband.de/service/freizeit

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