OBERBERGISCHER KREIS

Übernachtungszahlen im Bergischen leicht rückläufig

Red; 24.02.2026, 12:54 Uhr
Symbolfoto: Fabian Heinz.
OBERBERGISCHER KREIS

Übernachtungszahlen im Bergischen leicht rückläufig

Red; 24.02.2026, 12:54 Uhr
Oberberg – Landesstatistiker weisen für 2025 im Oberbergischen ein Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus – „Das Bergische“ interpretiert die Zahlen.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW weisen für das Jahr 2025 insgesamt 1.302.344 Übernachtungen in der Region “Das Bergische” aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang.  Der Rheinisch-Bergische Kreis verzeichnet 488.023 Übernachtungen und damit ein Plus von 1,8 Prozent. Der Oberbergische Kreis kommt auf 795.037 Übernachtungen und verbucht ein Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Stadt Lohmar, die einzige Kommune aus dem Rhein-Sieg-Kreis, für die Zahlen vorliegen, konnte ihre Übernachtungen um 6,3 Prozent steigern. Insgesamt ergibt sich für die Gesamtregion dennoch ein Minus von 0,3 Prozent.

 

„Unsere Region ist traditionell stark vom Geschäftsreisetourismus geprägt. Entwicklungen in diesem Segment wirken sich unmittelbar auf die Statistik aus – insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erklärt Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin von Das Bergische. „Der Tagestourismus ist und bleibt daneben der Umsatzbringer unserer Region, der neben dem Übernachtungstourismus mit über 13 Millionen Tagesgästen pro Jahr zahlenmäßig in der Statistik von IT.NRW nicht zu Buche schlägt.”

 

Gleichzeitig gewinnt der Freizeittourismus weiter an Bedeutung. Zahlreiche Betriebe berichten von einer spürbaren Veränderung der Gästestruktur: Der Anteil von Urlaubern, dazu zählen vor allem auch Familien und Gruppen, Wander- und Radtouristen sowie Kurzreisenden sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Besonders kleine Ferienwohnungen und Pensionen profitieren von dieser Entwicklung. Diese Betriebe mit weniger als zehn Betten werden in der amtlichen Statistik jedoch nicht erfasst, sodass die offiziellen Zahlen nur einen Teil des tatsächlichen touristischen Geschehens abbilden.

 

„Wir messen den Erfolg unserer Arbeit nicht ausschließlich an Übernachtungszahlen“, so Wilhelm. „Neben der quantitativen Entwicklung gewinnen Themen wie Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung und Wirtschaftskraft sowie Akzeptanz in der Bevölkerung zunehmend an Bedeutung. Tourismus ist Lebensraummanagement – und wir gestalten ihn gemeinsam mit unseren Partnern zukunftsfähig. Denn gerade auch die hier wohnenden Menschen nutzen die Freizeitinfrastruktur und die bergische Gastgeberkultur auf vielfältige Weise, und Tourismus schafft und sichert zudem ortsgebundene Arbeitsplätze”, erläutert die Geschäftsführerin von “Das Bergische”.

 

Für 2026 sind weitere Maßnahmen zur Stärkung des Übernachtungstourismus und zur gezielten Profilierung als Aktiv- und Naturdestination geplant. Ziel ist es laut der Mitteilung, den wachsenden Freizeittourismus weiter auszubauen und die positive Entwicklung nachhaltig zu verstetigen.

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