OBERBERGISCHER KREIS
12,6 Millionen Euro für Neubau auf dem Gelände der Klinik Marienheide
Oberberg – Das Land fördert die Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Oberberg - Versorgung junger Patienten in der Region soll gestärkt werden.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, haben dem Geschäftsführer der Klinikum Oberberg GmbH, Sascha Klein, sowie der Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik, Thayalini Boll, einen Förderbescheid in Höhe von 12,6 Millionen Euro übergeben. Die Übergabe fand im Rahmen der Umsetzung der Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalen in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen statt.
Mit den Fördermitteln wird ein weiteres Klinikgebäude auf dem Gelände der Klinik Marienheide entstehen. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik am Standort Marienheide soll damit erweitert und künftig standortübergreifend zentralisiert werden. Mit der Förderung und der baulichen Erweiterung können zudem die im Förderbescheid der Bezirksregierung Köln ausgewiesenen 15 – statt bislang zehn – tagesklinischen Behandlungsplätze realisiert werden.
„Der Fördermittelbescheid über 12,6 Millionen Euro ist ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Versorgung von Kindern und Jugendlichen in unserer Region. Es stärkt nicht nur die fachliche Qualität, sondern schafft auch moderne, gut erreichbare Strukturen für junge Menschen und ihre Familien, die in oftmals sehr belastenden Situationen Unterstützung benötigen. Mein ausdrücklicher Dank gilt der Landesregierung und dem Ministerium für ihre Unterstützung und das Vertrauen in dieses wichtige Vorhaben“, sagte Klein.
Durch den Neubau auf dem Gelände der Klinik Marienheide werden die stationären und teilstationären Angebote der Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und - psychosomatik künftig räumlich gebündelt.“ Ziel ist es, medizinische und therapeutische Leistungen noch besser zu vernetzen, Wartezeiten zu verkürzen und Behandlungsabläufe für Patientinnen, Patienten und ihre Familien weiter zu verbessern“, hieß es in einer Mitteilung des Klinikums Oberberg, das in dem Projekt einen zentralen Baustein sieht, um den steigenden Bedarf an spezialisierter Versorgung psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter nachhaltig zu decken. Die Umsetzung beginnt mit der Bauplanung im Jahr 2026.
Neben dem nun bewilligten Projekt liegen für die Klinikum Oberberg GmbH zwei weitere Förderanträge vor: zur Weiterentwicklung der Psychosomatischen Klinik in Bergisch Gladbach sowie zur Zentralisierung der Kardiologie und Schaffung eines kardiovaskulären Zentrums am Standort Gummersbach. Diese Anträge sind bislang noch nicht beschieden und befinden sich weiterhin in der Bewertung durch das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.