NüMBRECHT

Klassik Open Air zum Abschluss

mkj; 15.07.2026, 08:00 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Viel Applaus bekamen das Orchester und die Solisten – hier mit Koloratursopranistin Diana Petrova Darnea – an diesem schönen Sommerabend für ihre Darbietungen.
NüMBRECHT

Klassik Open Air zum Abschluss

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mkj; 15.07.2026, 08:00 Uhr
Nümbrecht – Zum glänzenden Abschluss der Konzertreihe auf Schloss Homburg begeisterte das Klassik-Open-Air präsentiert von der Philharmonia Frankfurt unter der Leitung von Juri Gilbo unter dem Titel „Sternstunden der Musik“ am Sonntagabend auf Schloss Homburg.

Ein wahrhaft besonderer Sommerabend im historischen Ambiente von Schloss Homburg. Unvergessliche Melodien von Bizet über Offenbach und Puccini bis zu Strauß und Verdi erklangen für die rund 500 Zuschauer am Schloss. Die 30 Musikerinnen und Musiker der Philharmonia Frankfurt sowie die Solisten - Koloratursopranistin Diana Petrova Darnea und Tenor Marco Antonio Rivera – präsentierten ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Glanzlichtern.

 

[Antonio Rivera ist ein lyrisch-dramatischer Tenor mit Schwerpunkt im italienischen und französischen Repertoire.]

 

Bei heißen Temperaturen nahmen sie ihre Zuhörer musikalisch mit ans Mittelmeer mit George Bizets „Farandole“ aus der Suite „L‘Arlésienne“. Die Philharmonia Frankfurt unter Leitung von Juri Gilbo präsentierte jedes Stück mit viel Bravour. Das 2019 gegründete Orchester zählt zu den jüngsten, spannendsten und ambitioniertesten Klangkörpern Deutschlands. Glanzlichter setzten zudem die Solisten Diana Darnea und Antonio Rivera (Foto rechts). Darnea studierte sowohl Klavier als auch Gesang in St. Petersburg und in Zürich. Seitdem arbeitete sie mit vielen internationalen Orchestern zusammen. Der in Mexiko-Stadt geborene Rivera studierte in seinem Heimatland Gesang und seine regelmäßige Konzerttätigkeit führte ihn bereits u.a. in die Züricher Tonhalle, den Altenberger Dom; im Opernbereich gastierte er unter anderem auch an der Kölner Philharmonie.

 

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Auf dem Programm in Nümbrecht standen auch zwei Stücke aus Puccinis Oper „La Boheme“ – „Quando me’n“ und „O soave fanciulla“. Aber auch Ballettmusik hatte das Orchester für das Publikum dabei mit dem „Neapolitanischen Tanz“ aus dem Ballett „Der Schwanensee“. Schmissig ging es nach Pause weiter mit der Komposition „Unter Donner und Blitz Polka“ von Johann Strauss und etwas später mit einem „Can-Can“ aus der Oper „Orpheus in der Unterwelt“. Das Can-Can tanzende Ensemble musste sich das Publikum zwar vorstellen, dennoch war es ein mitreißender Start in den zweiten Teil des Abends.

 

[Dirigent Juri Gilbo leitete die Philharmonia Frankfurt, deren Musikerinnen und Musiker aus Europa, Asien, Südamerika, Australien, Israel und der Türkei stammen – eine Vielfalt, die sich im unverwechselbaren Klang des Ensembles widerspiegelt.]

 

Das Beschwingte nahm auch Tenor Marco Rivera mit einem Stück aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Jacques Offenbach auf. Eher melancholisch sein „Dein ist mein ganzes Herz“ von Emmerich Kálmán. In den höchsten Koloraturen sang Dana Darnea, die besonders dafür viel Applaus erhielt. Auch für das zunächst sehr getragene „Heya in den Bergen“ aus der Operette „Die Czardasfürstin“, das immer mehr Fahrt aufnahm.
 

In eine ganz andere Richtung ging die Ouvertüre aus dem Film „Star Wars“, besser bekannt als das „Star Wars Main Theme“, komponiert von Filmmusiklegende John Williams. Das Stück bildet den Auftakt zum Soundtrack des ersten Films von 1977 (Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung) und wird üblicherweise vom großen Sinfonieorchester in voller Stärke gespielt. Also perfekt für die Philharmonia. So stand zum Ende des zweiten Teils Musik von zeitgenössischen Komponisten auf dem Programm. Unter anderem die Ouvertüre Musicalmelodien aus „Phantom der Oper“ und der „West Side Story“. In Bernsteins „Tonight“ begeisterten Darnea und Rivera im Duett.

 

[Ausverkauft war das Klassik-Open-Air, das sich auch Landrat Klaus Grootens (oben re.) mit seiner Gattin ebenso gefallen ließ wie Nümbrechts Alt-Bürgermeister Bernd Hombach (oben li.).]

 

So boten alle Klassik-Künstler an diesem Sommerabend ein abwechslungsreiches Programm mit bezaubernder Musik. Das „Klassik-Open-Air“ war nicht nur ein hervorragender Abschluss für die Konzertreihe 2026, angefangen mit Jazz mit den Wasserfuhr-Brüdern sowie „Kasalla“ und „Stockbrot“, sondern machte auch Lust auf das „Klassik-Open-Air“ 2027.

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