NüMBRECHT

Frauen im Austausch – Frauen gestalten

Red; 09.07.2026, 12:46 Uhr
Foto: privat.
NüMBRECHT

Frauen im Austausch – Frauen gestalten

Red; 09.07.2026, 12:46 Uhr
Nümbrecht - Nächster Aktionstag der FriedAs Nümbrecht am 26. September.

Was können Frauen als Angehörige unterschiedlicher kultureller, religiöser, beruflicher und gesellschaftspolitischer Gruppierungen gestalten? Was prägt muslimische, jüdische, christliche und nichtgläubige Frauen? Welche Vielfalt an Frauenbildern gibt es und was verbindet sie? Wo wird ihre jeweilige Identität in der einen oder anderen Hinsicht reduziert oder sogar fremdbestimmt? Diesen Fragen wollen die FriedAs, die Friedensinitiative Nümbrechter Frauen, zusammen mit Vertreterinnen ihrer Partnerinitiative „Viola“ aus Bergneustadt am Samstag, 26. September, ab 11 Uhr im Haus der Kunst in Nümbrecht nachgehen, wobei sich die Einladung wie in der Vergangenheit nicht auf Frauen beschränkt. „Männer sind herzlich willkommen“, so Mechtild Franke.

 

Die Gruppe hat in den vergangenen zwei Jahren zwei Friedenswege durch Nümbrecht und Marienberghausen organisiert und beispielhaft an Lina Friedrichs, die mutige Nümbrechterin in der Zeit des Nationalsozialismus, erinnert. Ebenso haben die FriedAs die Stolpersteine als Gedenksteine für die verfolgten, verschleppten und ermordeten jüdischen Familien bei einer Gedenkwanderung durch Nümbrecht erneut in den aktuellen Blick gerückt sowie eine Gedenkveranstaltung für Anne Voglmayr mitorganisiert, die die Nümbrechter Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet hat.

 

Bei dem Aktionstag im September stellen sich Frauen aus Nümbrecht und muslimische Frauen einander vor, reflektieren ihr Leben und regen so das Publikum in einem Worldcafe zur Diskussion über die unterschiedlichen Rollenbilder der Frauen an. „Wir wollen mehr voneinander lernen, miteinander ins Gespräch kommen, die Perspektive wechseln und so Vorurteile abbauen helfen“, erklärt Ingrid Klee-Hamburger.

 

Neben dem Austausch wird es aber auch möglich sein, unter Anleitung gemeinsam künstlerisch tätig zu werden und sich auf einer anderen Ebene zu begegnen. So können die Teilnehmenden in der Ebru-Technik die verschiedenen Vorstellungen der Frauenrollen in Familie, Beruf, Religion und Gesellschaft darstellen. „Vielleicht gelingt es uns, einmal mehr zu zeigen, wie stark wir Frauen sind und wie vielfältig wir zu einem friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft beitragen können“, sagt Franke und hofft erneut auf zahlreichen Zulauf im September.

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