NüMBRECHT

Erlebter Friede mitten im Konfliktgebiet

Red; 17.05.2019, 16:03 Uhr
NüMBRECHT

Erlebter Friede mitten im Konfliktgebiet

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Red; 17.05.2019, 16:03 Uhr
Nümbrecht – Der Freundeskreis Nümbrecht-Mateh Yehuda organisierte eine Reise in die Partnerregion Mateh Yehuda und Megilot in Israel.

Gerade war eine Nümbrechter Delegation in der israelischen Partnerregion Mateh Yehuda eingetroffen, als Bilder von Terror und Krieg in den deutschen Nachrichten gezeigt wurden. „Geht es euch gut?“ oder „Lebt ihr noch?“ lauteten darum die Fragen von Freunden und Familie an die Nümbrechter angesichts des jüngsten Raketenbeschusses aus Gaza und der Gegenangriffe Israels auf Stellungen der Hamas. Das Erstaunliche: Ohne die Anrufe hätten die Nümbrechter nichts gemerkt, weder von Terror noch von Krieg oder Hass. „Es war nicht nur eine vollkommen friedliche Reise, sondern auch eine Reise bei der der Frieden im Fokus stand“, so die Delegation.

 

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Beeindruckend waren die Reisenden nicht nur von der faszinierenden Landschaft, dem Toten Meer, der Altstadt von Jerusalem und der quirligen Stadt Tel Aviv, sondern auch von der Stille der Gedenkstätte Yad Vashem, die jeden Besucher ergreift. Am meisten erfreut haben die Nümbrechter aber die Begegnung mit den Menschen unterschiedlichster Herkunft und Glaubensrichtung. „Juden, Muslime, Christen und Atheisten reden nicht nur vom Frieden, sondern leben ihn mitten im ‚Pulverfass Naher Osten‘“, so die Reisenden. So begegneten sie einem jüdischen Lehrer in einer arabischen Schule und einem Imam, der in einer jüdisch- orthodoxen Religionsschule Arabisch unterrichtete.
 

Organisiert wurde die Reise vom Freundeskreis Nümbrecht-Mateh Yehuda unter Leitung von Marion Reinecke. Während ihres Aufenthalts nahmen die Nümbrechter am offiziellen Holocaustgedenktag Yom Ha Shoah, dem israelischen Volkstrauertag Yom Ha Sikaron, dem Unabhängigkeitstag Yom Ha Azmauth und den Begegnungen mit den neu gewählten Landräten Niv Viezel und Arie Kohen teil. Besonders in Erinnerung blieben aber die Wiedersehen mit inzwischen langjährigen Freunden. So traf die Gruppe Mazen Barhoum wieder, der vor vielen Jahren mit dem zweiten Jugendaustausch nach Nümbrecht gekommen war. Er erzählte der Gruppe, wie er seinerzeit aufgrund der Erfahrungen in Nümbrecht zu dem Entschluss kam, sich als junger arabischer Israeli in den Friedensprozess einzubringen. Als im Ausland ausgebildeter Arzt arbeitet er inzwischen in der renommierten Hadassa Klinik, um „seinem Land“ etwas zurückzugeben.

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