FUSSBALL

Waldbröl weiter auf dem Vormarsch - Spitzentrio gibt sich keine Blöße

db, thg, hp, lo; 12.04.2026, 19:00 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum --- Marc Engelbert und der RS 19 Waldbröl bleiben in der Rückrunde weiter ungeschlagen.
FUSSBALL

Waldbröl weiter auf dem Vormarsch - Spitzentrio gibt sich keine Blöße

db, thg, hp, lo; 12.04.2026, 19:00 Uhr
Oberberg - RS 19 gewinnt auch gegen Klaswipper - Wipperfürth schießt Biesfeld ab - THB setzt sich gegen Wiehl II durch - Lindlar souverän - Süng gibt Rote Laterne ab - Acht Tore und zwei Platzverweise in Immekeppel - Nümbrecht II schlägt Bensberg (AKTUALISIERT).

RS 19 Waldbröl – TV Klaswipper 2:1 (1:1).

 

[Viele Zweikämpfe prägten das Geschehen an der Maibuche.]

 

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und setzten Klaswipper sofort unter Druck. Beim frühen Führungstor half allerdings auch ein wenig das Glück. Marc Engelbert schlug einen langen Diagonalball in Richtung Torben Wirtz, den die Gästeabwehr nicht unter Kontrolle bekamen. Wirtz blieb eiskalt und versenkte das Leder zum 1:0. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber nachgelassen und dem Gegner Chancen ermöglicht. Der Ausgleich für Klaswipper war verdient“, kommentierte Waldbröls Trainer Oliver Rempel den Spielverlauf. Marlon Held war im Strafraum der Ball an die Hand gesprungen und Lukas Schneider verwandelte den fälligen Elfmeter zum Ausgleich. Die Gäste hatten noch weitere Möglichkeiten im ersten Durchgang, doch Stefan Koslowsky, Roman Halbe und Sam Dreiner blieben erfolglos.

 

Nach dem Seitenwechsel sorgte ein Geniestreich für die Entscheidung. Erst sechs Minuten waren seit Wiederanpfiff gespielt, als Marc Engelbert einen direkten Freistoß aus rund 30 Metern in den Torwinkel knallte. „Das Tor war sehr wichtig für uns. Wir haben ein wenig Zeit gebraucht, sind mit zunehmender Spielzeit aber besser reingekommen und haben verdient das 2:1 gemacht. Wir haben es dann gut zu Ende gespielt“, war Rempel zufrieden. Sein Gegenüber Martin Briem hatte ein typisches „Unentschieden-Spiel“ gesehen. „Wir waren in der ersten Halbzeit besser. In der zweiten war es nach dem Gegentor offen und zerfahren. Waldbröl war über 90 Minuten vielleicht etwas besser im Spiel“, so Briem.

 

Tore

1:0 Torben Wirtz (9.), 1:1 Lukas Schneider (24. Handelfmeter), 2:1 Marc Engelbert (51.).

 

 

VfR Wipperfürth – Blau-Weiß Biesfeld 9:2 (5:2).

 

[Gustav Baum steigt zum Kopfball hoch.]

 

In der Anfangsphase sah es noch nach einem offenen Schlagabtausch aus: Julian Dewald brachte Wipperfürth zweimal in Führung. Tim Pahnke und Tobias Rappenhöner trafen jeweils zum Ausgleich für die Gäste. Nach einer halben Stunde gab der Schiedsrichter dann einen Strafstoß für die Hausherren. Sehr zum Unmut von Biesfelds Trainer Maurice Velten, der sich sicher war: „Das war kein Elfmeter.“ Sam Kirschsieper trat an und brachte den VfR zum dritten Mal in Führung. Velten: „Wir sind zweimal zurückgekommen, aber irgendwann bricht die Moral.“ Mit einem durch Krankheit und Verletzungen geschwächten Kader hatten die Gäste in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel entgegenzusetzen. Wipperfürths Trainer Giovanni Bernardo verfiel trotz des klaren Sieges nicht in Euphorie: „Wir haben heute kein Feuerwerk abgebrannt, sondern nur unseren Job gemacht.“

 

Tore

1:0 Julian Dewald (2.), 1:1 Tim Pahnke (7.), 2:1 Julian Dewald (8.), 2:2 Tobias Rappenhöner (17.), 3:2 Sam Kirschsieper (30. Foulelfmeter), 4:2 Sam Kirschsieper (44.), 5:2 Julian Dewald (45. + 2), 6:2 Tim Kemmerich (51.), 7:2 Raul Yorganci (57.), 8:2 Sam Kirschsieper (78. Foulelfmeter), 9:2 Tim Kemmerich (90. + 1).

 

 

TuS Homburg-Bröltal – FV Wiehl II 2:1 (2:0).

 

[Duell der Kapitäne: Stefan Koslowsky gegen Kevin Drugov (vorne).]

 

Tabellarisch waren die Vorzeichen für das Spiel eindeutig. Auf dem Platz ging es aber deutlich knapper zu als erwartet. „Die erste Halbzeit von uns war super, die zweite Halbzeit dann nicht mehr“, sagte Bröltals Trainer Nils Labitzke. Ein Kopfball nach einer Ecke durch Bastian Noß und ein Treffer von Jan Mortsiefer, der nach einer Hereingabe nur noch einschieben musste, brachten die Hausherren mit 2:0 in Führung zur Pause. Bei den Gästen aus dem Tabellenkeller machte Trainer Michael Börger seinen Jungs in der Kabine noch einmal Mut und stellte taktisch um. „In der zweiten Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft“, so Börger. Es reichte jedoch nur zum Anschlusstreffer. Ein Sonderlob verteilte Börger an Fynn Schlothane, der als Feldspieler im Wiehler Tor stand: „Er hat das sehr gut gemacht.“ Die Gäste hätten das Spiel im Vorfeld mangels etatmäßiger Torhüter lieber verlegt.

 

Tore

1:0 Bastian Noß (8.), 2:0 Jan Mortsiefer (23.), 2:1 Jos Küchemann (82.).

 

WERBUNG

SSV Bergneustadt – TuS Lindlar 0:4 (0:4).

 

Bereits zur Pause war die Messe auf dem Stentenberg gelesen. Zu diesem Zeitpunkt führte der Aufstiegskandidat mit 4:0. Vesor Gashi hatte einen Foulelfmeter – verursacht an Jack Devern – zur Führung verwandelt, Devern, Marc Bruch und Tim Lamers sorgten noch vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. In der zweiten Halbzeit hätten die Lindlarer in gleicher Schlagzahl weitermachen können, überboten sich laut Trainer Arlind Oseku aber im Auslassen bester Chancen. „Sollte es am Ende im Aufstiegsrennen um das Torverhältnis gehen, werden wir uns an das Bergneustadt-Spiel zurückerinnern. Wenn wir vier, fünf Tore mehr machen, hätte sich der Gegner nicht beschweren dürfen“, so der TuS-Coach, der mit Ausnahme der fehlenden Effektivität vor dem Kasten zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren in allen Belangen überlegen.“

 

In der letzten Viertelstunde mussten die Gäste sogar in Unterzahl spielen, weil der erst kurz zuvor eingewechselte Roger Sauer verletzungsbedingt wieder vom Feld musste und Oseku schon fünfmal getauscht hatte. Die Bergneustädter gingen ersatzgeschwächt in die Partie und standen schnell auf verlorenem Posten. „In der Anfangsphase hatten wir beim Stand von 0:0 ein, zwei Möglichkeiten. Wenn wir da treffen, läuft es vielleicht anders. Man muss aber auch so ehrlich sein und sagen, dass es zum Schluss höher ausgehen kann. Lindlar hat es sehr gut gemacht und eine starke Mannschaft“, schilderte SSV-Trainer Marcel Walker, der von Beginn an spielen musste.   

 

Tore

0:1 Vesor Gashi (12. Foulelfmeter), 0:2 Jack Devern (33.), 0:3 Marc Bruch (40.), 0:4 Tim Lamers (45.).

 

Besonderes Vorkommnis

Lindlar spielt nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Roger Sauer in Unterzahl weiter, weil das Wechselkontigent bereits ausgeschöpft war (76.).  

 

[Marc Engelbert köpft den Ball vom eigenen Tor weg.]

 

SV Altenberg – SSV Süng 0:2 (0:0).

 

Der SSV Süng setzt das nächste Ausrufezeichen im Tabellenkeller und gab die Rote Laterne an die Wiehler Reserve ab. Die beiden entscheidenden Treffer fielen spät. Simon Hoffmann nahm von der rechten Seite genau Maß und bugsierte den Ball aus über 30 Meter zur Führung ins Netz. Acht Minuten später behielt Issa El Jomaa vom Punkt die Nerven, nachdem David Strauß vorher regelwidrig von den Beinen geholt worden war. „Das war ein schweres Spiel, aber wir haben extrem gut verteidigt und immer einen Fuß dazwischen bekommen. Altenberg hatte sehr viel Ballbesitz, aber wenig Abschlüsse. Als sie den Druck erhöht haben, haben wir unsere Lücken gefunden “, berichtete der spielende Co-Trainer und sportliche Leiter Florian Scharf nach 75 Minuten aktivem Einsatz für sein Team - und das im Alter von 41 Jahren. „Wir waren zu harmlos und haben unsere guten Ansätze nicht zu Ende gespielt. Unterm Strich ist nicht mehr als noch ein Pfostentreffer herausgesprungen“, erklärte Altenbergs Trainer Ingo Oedelshoff.

 

Tore
0:1 Simon Hoffmann (72.), 0:2 Issa El Jomaa (80. Foulelfmeter).

 

[Torben Wirtz erzielte das 1:0.]

 

TuS Immekeppel – BSV Bielstein 4:4 (2:1).

 

In einem munteren Spiel trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden. „Nach unserem guten Start ging es in der zweiten Halbzeit nur noch mit langen Bällen hin und her. Wir konnten uns auch in doppelter Überzahl keine brauchbaren Torchancen herausspielen“, sagte Immekeppels sportlicher Leiter David Risse. Auf der anderen Seite war Sven Reuber mit der Schiedsrichterleistung und insbesondere den beiden Platzverweisen gegen seine Mannschaft unzufrieden: „Es vergeht einem die Lust am Fußball. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll.“ Ein Kompliment machte er seiner Mannschaft, die auch in Unterzahl dagegenhielt und sogar die Chance auf den Sieg hatte. Reuber: „Das wäre aber des Guten zu viel gewesen.“

 

Tore

1:0 Janne Schwirten (15.), 2:0 David Risse (38. Foulelfmeter), 2:1 Leandro Del Giudice (41.), 2:2 (50. Eigentor), 3:2 Yves Sauer (53.), 3:3 Fabian Klöckner (70.), 3:4 Fabian Klöckner (75.), 4:4 Yves Sauer (77.).

 

Besondere Vorkommnisse

Gelb-Rot gegen den Bielsteiner Torwart Florian Nitt (78.)

Gelb-Rot gegen den Bielsteiner Leon Hühn (90.).

 

[Marlon Held gegen Lukas Schneider (re.).]

 

VfR Marienhagen – Union Rösrath 2:1 (2:0).

 

In einem turbulenten Spiel gingen die Hausherren am Ende knapp als Sieger vom Platz. Im Zentrum des Geschehens stand aus Sicht von Rösraths Trainer Sascha Brandenburg der Unparteiische. „Wir sind noch nie so verpfiffen worden“, schimpfte Brandenburg und erinnerte sich an frühere Spiele mit dem heutigen Schiedsrichter. „Der Gegner profitiert von klaren Fehlentscheidungen.“

 

Zwei Szenen erzürnten den Union-Coach besonders.

Einmal nahm der Schiedsrichter eine Rote Karte gegen Jonathan Noß und einen daraus resultierenden Elfmeter nach Rücksprache mit seinem Linienrichter wieder zurück. Dann übersah er aus Sicht von Brandenburg ein Nachtreten des Gegners und schickte dann in der Schlussphase Rösraths Florian Haerst mit der Ampelkarte vom Platz. „Warum, wissen wir nicht“, so Brandenburg, der auch die beiden VfR-Treffer als irregulär betrachtete und zudem einen Protest ankündigte.

 

Bei Marienhagen sprach Trainer Ingo Kippels auch von einem wilden Spiel, war unter dem Strich aber zufrieden. „Die beiden Tore vor der Halbzeit haben uns in die Karten gespielt.“ Er trauerte unter anderem einem Treffer von Fabian Hock nach, das ebenfalls zurückgenommen worden war.

 

Tore

1:0 Maximilian Kreuder (45.), 2:0 Fynn Herhaus (45.+4), 2:1 Tim Puzalowski (74. Foulelfmeter).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Rösrather Florian Haerst (84.).

 

[Lukas Schneider traf per Elfmeter zum Ausgleich.]

 

SSV Homburg-Nümbrecht II – FC Bensberg 2:1 (0:0).

 

Bei den Gästen war wieder einmal personell „Land unter“. Trainer Gabor Uhrmann musste selbst über die vollen 90 Minuten ran und traf auch nach einer Stunde zur Gästeführung vom Punkt. 16 Mann fehlten dem FCB an diesem Spieltag  - und am Ende fuhr man mit leeren Händen nach Hause. „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei gute Dinger liegen lassen und ich dachte schon, dass sich das rächen wird. Erst kriegen wir den Elfmeter gegen uns und dann spielen wir noch in Unterzahl. Aber großer Respekt vor den Jungs. Sie haben den Schalter noch umgelegt“, meinte SSV-Trainer Fabian Reitmeister. Finley Friedrichs, der in der ersten Hälfte noch in der Innenverteidigung spielte, wechselte nach der Pause auf die Sechserposition und stellte dort seinen Torriecher unter Beweis. Ihm gelang in der 83. Minute der Ausgleichstreffer und Fritz Schäfer drehte die Partie kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit komplett. „Wir waren aus meiner Sicht besser und haben uns eine unverdiente Niederlage eingefangen “, erklärte Uhrmann.

 

Tore
0:1 Gabor Uhrmann (60. Foulelfmeter), 1:1 Finley Friedrichs (83.), 2:1 Fritz Schäfer (89.).

 

Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Nümbrechter Marlon Runschke (76.).

 

Tabelle und Ergebnisse Kreisliga A

BILDERGALERIE

WERBUNG