FUSSBALL

Genialer Walker-Moment reicht Bergneustadt zum Sieg

jlo, db; 28.09.2025, 19:45 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum --- Der SSV Bergneustadt brachte der Wiehler Reserve die nächste Niederlage bei.
FUSSBALL

Genialer Walker-Moment reicht Bergneustadt zum Sieg

jlo, db; 28.09.2025, 19:45 Uhr
Oberberg - SSV-Spielertrainer schießt sein Team als Joker zum Auswärtsdreier gegen Schlusslicht Wiehl II - THB behält weiße Weste nach Erfolg in Marienhagen - Wipperfürth überrollt Bielstein - Süng wird von Nümbrecht II deklassiert - Klaswipper bezwingt Biesfeld (AKTUALISIERT).

FV Wiehl II – SSV Bergneustadt 0:1 (0:0).

 

Das Bild ist auch nach dem 5. Spieltag unverändert: Die Wiehler Zweitvertretung bleibt ohne eigenen Punktgewinn und ist nach wie vor Träger der Roten Laterne. Möglichkeiten, den Bock endlich umzustoßen habe seine Mannschaft durchaus gehabt, betonte Trainer Michael Börger. „Aber leider scheitern wir am eigenen Unvermögen oder am starken Bergneustädter Keeper“, verteilte Börger ein Sonderlob an Julian Mertens im SSV-Gehäuse.

 

[Der SSV Bergneustadt feierte einen knappen Erfolg.]

 

Dieser stand gleich mehrfach im Mittelpunkt, hielt sich aber am Ende schadlos. „Wir spielen eigentlich super Fußball, belohnen uns aber nicht, weil zu dem eigenen Unvermögen auch noch Pech dazu kommt“, wollte Börger seiner Truppe keineswegs eine mangelnde Einstellung vorwerfen. „Die Defensive war eigentlich stabil, aber dann bricht uns der eine geniale Moment das Genick“, spielt er auf seinen Gegenüber Marcel Walker an, der lediglich vier Minuten nach seiner Selbsteinwechslung sehenswert traf und dabei die Wiehler Hintermannschaft alt aussehen ließ.

 

Zwei Minuten zuvor war Bergneustadts Max Weber mit einem direkten Freistoß am Lattenkreuz gescheitert. „Wir hatten heute den Tick mehr Glück“, freute sich Walker über den zweiten 1:0-Erfolg innerhalb einer Woche. Der SSV-Coach musste auf eine Menge Kicker verzichten. Neben Walker nahm lediglich Ersatztorhüter Matthias Hoppe auf der Auswechselbank Platz. „Das war fußballerisch auf Augenhöhe. Am Schluss haben wir uns aber doch belohnt“, freute er sich riesig über einen der seltenen Auswärtsdreier des SSV.

 

Tore

0:1 Marcel Walker (62.).

 

[Spielerisch hatte das Duell auf der Eichhardt wenig zu bieten.]

 

BSV Bielstein – VfR Wipperfürth 1:9 (0:4).

 

„Wir hatten nicht den Hauch einer Chance. Wipperfürth war sehr, sehr stark und spielt in einer anderen Klasse“, bilanzierte ein enttäuschter BSV-Coach Sven Reuber, der erneut ohne ein Dutzend Kicker auskommen musste. Wael Majouj und Raul Yorganci hatten das Feld innerhalb der Anfangsviertelstunde bereits abgesteckt. „Da hatten wir sehr viel Ballbesitz“, war Wipperfürths Trainer Giovanni Bernardo mit dem Einstieg in die Partie sehr zufrieden.

 

Sam Kirschieper und erneut Yorganci machten es bereits zur Pause deutlich. Aber auch nach dem Wechsel nahmen die Hansestädter nicht den Druck vom Kessel und erhöhten kontinuierlich. Kirschsieper, Julian Dewald, Yorganci, Mats Heinzemann und Majouj sorgten am Ende beinahe für einen zweistelligen Erfolg.

 

Den Bielsteiner Ehrentreffer markierte Thorge Hansohn, der nach  überstandenem Kreuzbandriss sein Comeback feierte. „Das war das einzig Positive heute“, so Reuber. Giovanni Bernardo freute sich dagegen sehr über einen couragierten Auftritt seiner Mannschaft, den er in der letzten Woche noch vermisst hatte. „Das war eine sehr solide und erwachsene Leistung“, ist das aus dem Mund des VfR-Coaches schon fast ein Sonderlob.

 

Tore

0:1 Wael Majouj (8.), 0:2 Raul Yorganci (13.), 0:3 Sam Kirschsieper (34.), 0:4 Raul Yorganci (42.), 0:5 Sam Kirschsieper (58. Foulelfmeter), 0:6 Julian Dewald (64.), 0:7 Raul Yorganci (72.), 1:7 Thorge Hansohn (77.), 1:8 Mats Heinzemann (85.), 1:9 Wael Majouj (89. Foulelfmeter).

 

[Michael Börger wartet mit seiner Mannschaft weiterhin auf den ersten Saisonsieg.] 

 

VfR Marienhagen – TuS Homburg-Bröltal 2:3 (0:1).

 

Die Serie hält. Der THB holt auch im fünften Auftritt der Spielzeit einen Dreier und grüßt mit der maximalen Quote von 15 Zählern von der Tabellenspitze. Die Dienstreise ins Fußballdorf war allerdings alles andere als ein Spaziergang. Ein Sieg gegen den VfR sollte die bislang niederschmetternde Bilanz von erst einem Erfolg in den letzten Jahren aufhübschen – und das gelang. Bastian Sellau fand mit Aron Jungjohann nach einem Freistoß einen dankbaren Abnehmer, der zur Habzeitführung vollstreckte. Allerdings hatte Marienhagen nur fünf Minuten vorher die große Möglichkeit zur Führung. Das Spielgerät sprang jedoch nach einem Schuss von Luca Schrabe vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld.

 

Unmittelbar nach der Pause legte Lars Rohlender den zweiten Treffer nach und nach dem 0:3 durch Jan Mortsiefer schien die Kuh vom Eis. „Aber da darf man sich hier nie zu sicher sein“, warnte THB-Coach Nils Labitzke nicht zu unrecht. Philipp Sulzer und Christian Prinz machten es tatsächlich noch einmal spannend, aber letztlich blieb es beim Erfolg des Spitzenreiters. „Das war ein sehr harter Fight, mit dem besseren Ende für uns“, sagte Labitzke. VfR Co-Trainer Jonathan Noss hätte sich ähnlich wie sein Gegenüber sehr gut mit einem Unentschieden anfreunden können. „Wir haben am Ende alles nach vorne geworfen, aber es hat nicht mehr ganz gereicht“, könne er der Mannschaft keinen Vorwurf machen.

 

Tore

0:1 Aron Jungjohann (20. Bastian Sellau), 0:2 Lars Rohlender (49. Niklas Ott), 0:3 Jan Mortsiefer (83. Bastian Sellau), 1:3 Philipp Sulzer (84. direkter Freistoß), 2:3 Christian Prinz (90.+2).

 

[Anfangs nahm Marcel Walker noch als einziger Feldspieler des SSV auf der Bank Platz, später sollte er das Tor des Tages markieren.]

 

SSV Süng – SSV Homburg-Nümbrecht II 0:7 (0:4).

 

„Heute hat einfach alles gefehlt. Kein Ehrgeiz, keine Mentalität und kein Wille“, attestierte Süngs Trainer Sergej Zimmerling seiner Mannschaft einen desolaten Auftritt. Zu viele Fehler und am Ende eine fehlende Einstellung führten zu einer deutlichen Niederlage gegen die Nümbrechter Reserve, die in allen Belangen überlegen war. Die Truppe von Trainer Burkhard Graeve durfte sich über den Premierendreier der Saison freuen. Till Risch (2), Marlon Runschke (2), Nick Risch, Leon Henseleit und Mohamed Camara sorgten mit ihren Treffern für den deutlichen Erfolg. „Heute bin ich absolut zufrieden. Wir waren klar die bessere Mannschaft und haben das souverän runtergespielt“, freute sich Graeve.

 

Tore

0:1 Till Risch (6.), 0:2 Marlon Runschke (16.), 0:3 Marlon Runschke (41.), 0:4 Till Risch (44.), 0:5 Nick Risch (55. Leon Henseleit), 0:6 Leon Henseleit (58.), 0:7 Mohamed Camara (78. Noah Gartmann).

 

Besonderes Vorkommnis

Nümbrechts Torhüter Phil Puzalowski hält einen Foulelfmeter von Süngs Leonard Klug (32.).

 

[Bergneustadts Co-Trainer Hakan Yagci spielte selbst mit.]

 

TV Klaswipper – Blau-Weiß Biesfeld 4:1 (1:0).

 

Mit den ersten 45 Minuten war Klaswippers Trainer Marvin Briem überhaupt nicht zufrieden. „Das war absoluter Schrott. Bestenfalls ein Freundschaftskick“, ärgerte er sich. Trotzdem schaffte es Sam Dreiner mit der einzigen Torchance der Hausherren, die Führung zu erzielen. Die zweite Hälfte stellte Briem hingegen zufrieden. Hier zeigte seine Truppe eine deutliche Leistungssteigerung und kam durch Dreiner, der noch zwei weitere Treffer erzielte, sowie Stefan Koslowsky zum deutlichen Erfolg. Da fiel sogar der verschossene Strafstoß von Koslowsky nicht ins Gewicht. Sefedin Gasi gestaltete das Ergebnis für die Gäste etwas freundlicher. „Klaswipper hat einen Bus vor dem Tor geparkt und die Konter clever ausgespielt. Wir haben leider keine Lösung dafür gefunden“, haderte Gästecoach Maurice Velten mit dem Spielverlauf.

 

Tore

1:0 Sam Dreiner (28.), 2:0 Sam Dreiner (55.), 3:0 Stefan Koslowsky (74.), 3:1 Sefedin Gasi (90.), 4:1 Sam Dreiner (90.+4).

 

Besonderes Vorkommnis

Biesfelds Torhüter Niko Steingaß hält einen Foulelfmeter von Klaswippers Stefan Koslowsky (89.).

 

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Union Rösrath – SV Altenberg 3:3 (1:3).

 

In einem munteren Duell zweier ambitionierter Mannschaften sahen die Zuschauer zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. Im ersten Durchgang dominierten die Gäste, während Rösrath nur dank eines aus Sicht beider Trainer glücklichen Foulelfmeters überhaupt im Spiel blieb. „Das war eine katastrophale erste Halbzeit von uns. Der Gegner war in allen Belangen besser“, so Sascha Brandenburg, der in der Pause sehr laut wurde und insgesamt vier Wechsel vornahm. Mit Erfolg, denn eine halbe Minute nach Wiederanpfiff trafen die Hausherren zum Anschluss. „Der Treffer hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Altenbergs Alexander Herd. Zehn Minuten später fiel der Ausgleich. Danach hatten beide Mannschaften noch Chancen auf den Sieg, wobei Brandenburg sein Team klar im Vorteil sah: „Für uns ist das Unentschieden zu wenig.“ Aus Sicht von Herd war es nach zweifacher Zwei-Tore-Führung zwar ein bitteres, aber dennoch leistungsgerechtes Remis.

 

Tore

0:1 Anton Otter (17.), 0:2 Friso Bratzel (22.), 1:2 Tim Puzalowski (37. Foulelfmeter), 1:3 Tim Zimmermann (42.), 2:3 Tim Puzalowski (46.), 3:3 Justin David (55.).

 

 

FC Bensberg – TuS Immekeppel 4:0 (0:0).

 

Die Fußballer des FC Bensberg benötigten rund eine Stunde Anlaufzeit, dann brachte ausgerechnet eine Gelb-Rote Karte für einen eigenen Mann den spielentscheidenden Impuls. „Nach dem Platzverweis mit einem Spieler weniger lief es plötzlich bei uns“, berichtete Trainer Gabor Uhrmann. In der ersten Halbzeit hatten sich die Hausherren gegen einen tiefstehenden Gegner noch sehr schwergetan. Matchwinner war Christopher Kovacs, der drei von vier Treffern erzielte und so einen Hattrick verbuchen konnte. Für Immekeppel war es nach dem klaren 5:0-Heimsieg gegen Wiehl II in der Vorwoche wieder ein Rückschlag und die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel.

 

Tore

1:0 Christopher Kovacs (70.), 2:0 Christopher Kovacs (73.), 3:0 Jordan Vastag (78.), 4:0 Christopher Kovacs (90.+3).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Bensberger Marcel Dominick (60.).

 

[SSV-Keeper Julian Mertens stand mehrfach im Mittelpunkt.]

 

TuS Lindlar – RS 19 Waldbröl 9:1 (2:1), von Freitag.

 

„Die Jungs wollten morgen unbedingt mit einem guten Gefühl auf die 100-Jahr-Feier des TuS gehen“, hatte Lindlars Trainer Arlind Oseku eine vermeintlich logische Erklärung für das Schützenfest seiner Mannschaft. Die Begegnung war eigens wegen der Vereinsfeierlichkeiten auf den heutigen Abend vorverlegt worden. Im Duell "Bezirksligaabsteiger gegen Kreisliga-A-Aufsteiger" dauerte es allerdings bis zur zweiten Hälfte, ehe das Fell des Bären verteilt wurde. Bereits im ersten Durchgang hatten die Gastgeber deutlich mehr Spielanteile und auch schon eine erkleckliche Zahl an Torchancen. Allerdings erwies sich lediglich Routinier Marc Bruch mit einem Doppelpack als zuverlässiger Vollstrecker.

 

Dann keimte nach einem fulminanten Treffer von Torben Wirtz noch einmal Hoffnung bei den Rasensportlern auf. Diese erlitt aber kurz nach dem Wechsel einen herber Dämpfer, als Bruch erneut zur Stelle war. Danach spielte sich der TuS förmlich in einen Rausch. „Wir hatten so viel Ballbesitz wie selten zuvor und waren absolut spielbestimmend“, war Oseku mit dem Auftritt seiner Schützlinge sehr zufrieden. Denn seine Truppe performte bis zum Schlusspfiff und schien überhaupt nicht satt zu werden. Gian Luca Wester, David Förster, Rinor Latifi mit einem lupenreinen Hattrick und Marius Mukherjee machten es am Ende überdeutlich.

 

„Das tut richtig, richtig weh“, war RS 19-Coach Oliver Rempel bitter enttäuscht. „Aber gegen so eine Mannschaft können wir einfach keine neun Ausfälle kompensieren. Die Jungs, die da waren, haben alles versucht“, meinte der Waldbröler Trainer, der mit gerade einmal 13 Akteuren angereist war. Bei den Lindlarern kann die Jubiläumsparty derweil schon am heutigen Abend beginnen.

 

Tore

1:0 Marc Bruch (22. Max Frangenberg), 2:0 Marc Bruch (30. Max Frangenberg), 2:1 Torben Wirtz (43.), 3:1 Marc Bruch (50.), 4:1 Gian Luca Wester (57.), 5:1 David Förster (67. Max Frangenberg), 6:1 Rinor Latifi (75. Max Frangenberg), 7:1 Rinor Latifi (78.), 8:1 Rinor Latifi (90.+1), 9:1 Marius Mukherjee (90.+4).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Waldbröler Jonas Michel (76. wiederholtes Foulspiel).

 

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