BLAULICHT
Zerstörter Streifenwagen: Polizei sucht Brandstifter
Bergneustadt – In der vergangenen Woche brannte ein Einsatzwagen der Polizei in der Tiefgarage unterhalb des Rathauses fast vollständig aus - Staatsschutz hat Ermittlungen übernommen (AKTUALISIERT).
+++3. Meldung (Dienstag, 17. März, 16:15 Uhr)+++
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 12. März, ist in der Tiefgarage des Bergneustädter Rathauses ein Streifenwagen der Kreispolizeibehörde ausgebrannt. Nun hat die Polizei das Ergebnis der kriminalpolizeilichen Ermittlungen unter Hinzuziehung eines Brandsachverständigen veröffentlicht: Demnach geht die Polizei von Brandstiftung aus. Täterhinweise liegen laut Mitteilung bisher nicht vor.
Landrat Klaus Grootens, zugleich Leiter der Kreispolizeibehörde, veruteilt die Tat: "Eine Brandstiftung ist unkalkulierbar und birgt immer die Gefahr, dass auch Menschen zu Schaden kommen können. Derartiges kriminelles Verhalten lehne ich entschieden ab. Mein Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr, die in der Nacht gegen das Feuer gekämpft und Schlimmeres verhindert haben."
Der Staatsschutz der Polizei Köln hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise nimmt der Staatsschutz unter Tel.: 0221/229-0 oder per E-Mail entgegen.
+++ 2. Meldung (Donnerstag, 12. März, 11:25 Uhr) +++
Bergneustadts Bürgermeister Matthias Thul hatte eine kurze Nacht, wie er am Morgen nach dem Feuer im Gespräch mit OA berichtet. Er war wegen des Brandes in der Nacht angerufen worden und sofort zum Einsatzort geeilt. „Es war schon ein komisches Gefühl, zum eigenen Arbeitsort gerufen zu werden“, sagt Thul. Mindestens ein städtisches Fahrzeug war durch den abgebrannten Streifenwagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Zwei weitere könnten auch beschädigt worden sein. „Weil der Brandort von der Polizei beschlagnahmt wurde, haben wir derzeit noch keinen Überblick.".
In der nicht öffentlich zugänglichen Tiefgarage unter dem Rathaus sind neben Dienstfahrzeugen auch Autos von Gewerbetreibenden im hinteren Teil abgestellt. Dieser war in der Nacht durch eine Brandschutztüre gesichert. Nach Einschätzung des Bürgermeisters ist dort kein Schaden entstanden, Genaueres werde aber nach der Freigabe noch eruiert. Anders sieht es im Erdgeschoss des Rathauses aus: „Es stinkt und ein Fenster ist geborsten.“
Thul bestätigt auf Nachfrage, dass das Einfahrtstor zur Tiefgarage zum Zeitpunkt des Brandes geöffnet gewesen sei. Dort habe es gestern einen Defekt gegeben, den man der Hausverwaltung der Eigentümergemeinschaft gemeldet habe. Wenn dort jemand mutwillig Schaden anrichten möchte, gelange er aber auch durch die offenen Gitterstäbe in die Tiefgarage, so Thuls Einschätzung. Für die Bekanntgabe von Ergebnissen habe sich die Stadt darauf verständigt, diese durch die Polizei veröffentlichen zu lassen.
Eine Polizeisprecherin berichtet auf OA-Nachfrage, dass die Brandermittler ihre Arbeit bereits aufgenommen haben und vor Ort tätig sind. Mit einem Ergebnis sei frühestens morgen zu rechnen.
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+++ 1. Meldung (Donnerstag, 12. März, 9:15 Uhr) +++
In der vergangenen Nacht war die Feuerwehr Bergneustadt in der Tiefgarage unterhalb des Rathauses im Einsatz. Dort stand aus ungeklärter Ursache ein Polizeifahrzeug in Flammen, das bei dem Feuer fast vollständig zerstört wurde. Der erste Alarm ging laut Bergneustadts Wehrchef Michael Stricker um 1:25 Uhr ein, als die Brandmeldeanlage im Rathaus ausgelöst hatte. Kurz darauf meldete sich noch ein Anrufer bei der Leitstelle und teilte mit, dass ein Fahrzeug in Brand stehen würde, woraufhin eine Alarmstufenerhöhung erfolgte.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang dichter Rauch aus der Tiefgarage. Das betroffene Fahrzeug stand im vorderen Bereich in der Nähe der offenen Einfahrt, sodass der Qualm zum Teil abziehen konnte. Als der Löschangriff vorbereitet wurde, stellte die Feuerwehr fest, dass es sich um den Wagen handelt, der vom Bergneustädter Polizei-Bezirksdienst, dessen Büro sich im Rathaus befindet, genutzt wird. Mehrere Atemschutztrupps brachten den Brand unter Kontrolle. Ein daneben geparktes städtisches Fahrzeug wurde durch die enorme Hitze ebenfalls beschädigt, ein Übergreifen der Flammen konnte jedoch verhindert werden.
Nach Angaben von Stricker war im unteren Geschoss des Rathauses Brandgeruch zu vernehmen, weshalb Lüftungsmaßnahmen vorgenommen wurden. Der Einsatz dauerte rund zweieinhalb Stunden. Vor Ort waren die Einheiten Bergneustadt, Dörspetal und Kleinwiedenest. Zur Ursache liegen bislang keine Informationen vor, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
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