REICHSHOF

Eine rundum gute Kruste

krj; 16.03.2024, 18:25 Uhr
Fotos: Martin Szepat --- Am Backhaus herrschte großer Andrang.
REICHSHOF

Eine rundum gute Kruste

krj; 16.03.2024, 18:25 Uhr
Reichshof – Im Bauernhofmuseum in Eckenhagen findet an diesem Wochenende das Backesfest statt.

Von Kathrin Roloff-Jamin

 

Im Bauernhofmuseum Eckenhagen duftet es an diesem Wochenende nach frisch gebackenem Brot. Das Backesfest hat wieder seine Türen geöffnet. Schon vor 11 Uhr bildete sich am Samstag eine lange Schlange am historischen Steinbackofen. Das Besondere an den Broten ist, dass sie nach alter Tradition gebacken werden. Heinz Jaeger ist einer der „Heiz-Meister“, die schon ordentlich „vorgebacken" haben, damit möglichst alle Besucher bedient werden können. Denn die Nachfrage ist groß. Im Angebot gibt es sieben Brotsorten. „Die Teige werden wie früher hergestellt und ohne Zusätze“, erklärte Heinz Jaeger.

 

[„Heiz-Meister“ Heinz Jaeger mit seinem Lieblingsbrot.]

 

Der Museums-Ofen wird dabei richtig gefordert. „Zwischen 30 und 35 Brote passen rein und brauchen eine Stunde, bis sie gut sind“, so Jaeger. Dabei ist der Prozess des Backens wichtig: Vom Feuer machen, bis zum Verteilen der Glut und dem Bewässern mit der Backfahne, muss alles genau passen. „Erst dann erhält das Brot die richtige Kruste. Nach einer Stunde wird es herausgeholt und geklopft. Klingt es hohl, dann ist es durch“, erklärte der Heiz-Meister. Sein Lieblingsbrot ist übrigens das Steinofenbrot. Frisch runtergeschnitten, mit etwas Butter drauf oder Griebenschmalz - „ein Genuss“ für Heinz Jaeger.

 

[Der Vorsitzende des Heimatvereins, Werner Valperz, freut sich schon auf das Kappesfest im Herbst.]

 

Aber nicht nur Steinofenbrot wird angeboten, sondern auch das Rheinische Schwarzbrot: Ein Roggenschrotbrot mit einer Kruste rundherum, weil es nicht in einer Form gebacken wird. Außerdem gibt es Dinkelkartoffel- und Braugerstenbrot. Wer es süßer mag, der hat die Wahl zwischen Mandel-, Butter- und Rosinenstuten. In der Museumsküche gibt es Herzhaftes, nachmittags werden Kaffee und Kuchen gereicht. Im Außenbereich kann eine eigens kreierte Museumswurst mit Pflaumen-Senf probiert werden.

 

Nach Ostern, ab 7. April, ist die Museumsküche jeden Sonntag geöffnet. Dann kann auch der Rest besichtigt werden. Rund 4.000 Ausstellungsstücke sollen Erinnerungen wach werden lassen, die das Leben der einheimischen Bevölkerung der vergangenen 200 Jahre darstellen. Die Gebäude auf dem Gelände in der Ortsmitte von Eckenhagen sind teilweise mehrere hundert Jahre alt. Geselligkeit sei schön, aber der Heimatverein brauche auch Feste wie diese, um die Instandhaltung zu gewährleisten, erklärte der Vereinsvorsitzende Werner Valperz. Am morgigen Sonntag werden die Pforten ebenfalls um 11 Uhr geöffnet.

 

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