JUNGE LEUTE
Dreikönigstag: Die Sternsinger sind unterwegs
Oberberg – Sozialdezernent Ralf Schmallenbach hat im Kreishaus die Sternsinger von St. Franziskus empfangen - Aktionen auch in Wiehl, Engelskirchen, Bergneustadt und Lindlar (AKTUALISIERT).
Ob es regnet, stürmt oder schneit: die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus in Gummersbach ziehen trotzdem wieder von Haus zu Haus, singen, bringen den Segen und sammeln Spenden für Kinder. „Das Wetter ist uns egal“, sagt Malena, die zehn Jahre alt ist und schon oft zusammen mit anderen Sternsingern in der Innenstadt unterwegs war.
[Lotte hat einen Aufkleber auf den Türrahmen vom Büro von Kreisdirektor Klaus Grootens geklebt.]
Seit dem 26. Dezember sind die Sternsinger in Gummersbach unterwegs, besuchen neben Altenheimen auch über 800 Haushalte. Dabei stand am Donnerstag für die Kinder eine besondere Tour an: so wurden neben dem Kreiskrankenhaus auf der Berstig auch die Polizeiwache und das Rathaus besucht. Zum Abschluss ging es dann noch ins benachbarte Kreishaus, wo Sozialdezernent Ralf Schmallenbach mit zahlreichen Donuts auf die Segensbringer wartete.
Gesegnet wurde am Kreishaus nicht nur der Haupteingang, an dem Johanna einen Aufkleber mit der Aufschrift „20*C+M+B+24“ anbrachte. Zusammen mit Schmallenbach, der die Segensbringer am gestrigen Donnerstag erstmals empfing, zogen mit Anna und Lotte zwei der Sternsinger zu den Büros von Landrat Jochen Hagt und Kreisdirektor Klaus Grootens, deren Türenrahmen ebenfalls mit Aufklebern versehen wurden.
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[Johanna durfte am Haupteingang auf die Leiter steigen und einen Segen hinterlassen.]
Doch die Gruppe der Gummersbacher Sternsinger wird zunehmend kleiner. Seien vor Ausbruch der Coronapandemie noch bis zu 80 Kinder der Pfarrgemeinde zum Dreikönigssingen durch die Innenstadt gezogen, seien in diesem Jahr laut Andrea Kuhl aus dem Orga-Team nur 45 Kinder mit dabei. Unterstützt würden die jungen Sternsinger deshalb erstmals von Erwachsenengruppen, ergänzte Daniela Kindel.
Auch für Alexa (11) ist das Sternsingen eine Tradition: „Ich möchte gerne Kinder helfen. Und ich finde die Lieder, die wir singen, schön.“ Gesammelt wird in diesem Jahr bundesweit zu dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“. Noch bis zum 6. Januar sind die Sternsinger unterwegs. (ks)
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[Oben: Alexa (l.) und Malena sind schon oft als Sternsinger unterwegs gewesen; unten: Anna hat den Sternsinger-Aufkleber am Büro von Landrat Jochen Hagt angebracht.]
Besuch im Wiehler Rathaus
In einer großen Gruppe haben heute die Sternsinger das Wiehler Rathaus besucht. Der Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ prangt nun über den Eingängen. Zusätzlich ziert ein Segensaufkleber mit dem Schriftzug „20*C+M+B+24“ die Tür zum Büro des Bürgermeisters.
Rund 15 Kinder aus den katholischen Pfarrgemeinden Wiehl und Bielstein waren gekommen, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln. In Vertretung von Bürgermeister Ulrich Stücker begrüßte der Erste Beigeordnete Peter Madel die Gruppe im Ratssaal und richtete dessen beste Wünsche aus. „Dass ihr so zahlreich gekommen seid, ist besonders schön“, freute er sich und dankte namens der Stadt mit einer Geldspende und Süßigkeiten.
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[In Vertretung von Bürgermeister Ulrich Stücker begrüßte der Erste Beigeordnete Peter Madel die Sternsinger im Rathaus.]
Mit Blick auf das schlechte Wetter während der aktuellen Sternsinger-Aktion lobte Madel das Engagement der Kinder besonders. Im Ratssaal berichteten einige Kinder von ihren guten Erfahrungen beim Spendensammeln und sangen das Lied „Stern über Bethlehem“. Doch damit war das Engagement in Wiehl noch nicht beendet: Ihren Segen spendeten die Sternsinger ebenso bei der Sparkasse Gummersbach und der Volksbank Oberberg. (Red)
Auch in Engelskirchen sind wieder Sternsinger unterwegs
Gestern hatte Bürgermeister Dr. Gero Karthaus die Sternsinger der drei örtlichen Kirchengemeinden Ründeroth, Loope und Engelskirchen ins Rathaus eingeladen, wo die jungen Aktiven das Lied „Stern über Bethlehem“ zum Besten gaben. Als Dank für das anschließende Anbringen des Segensspruchs an der Hauptpforte gab es für die jeweiligen Vertreter einen Umschlag mit Geld, womit der „offizielle“ Startschuss für die diesjährige Spendenaktion gegeben wurde. In Ründeroth hatte man bereits am Tag nach Weihnachten mit der Haustüraktion begonnen, seit heute sind „Caspar, Melchior und Balthasar“ auch in den übrigen Gemeindeteilen zum Spendensammeln unterwegs.
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„Ich danke Euch für den besonderen Einsatz bei Wind, Wetter und Dunkelheit“, lobte Karthaus die jungen Protagonisten. Dankesworte gab es außerdem von Monika Güdelhöfer vom Kulturausschuss im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterinnen Dawn Stiefelhagen und Kathrin Amelung. Schließlich gab es im Ratssaal Kakao und Kuchen für die vielen fleißigen Helfer. (ls)
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Sternsinger im Bergneustädter Rathaus
Gestern Vormittag besuchten die Sternsinger das Bergneustädter Rathaus, wo sie im Foyer von Bürgermeister Matthias Thul herzlich in Empfang genommen wurden. Das ist für den Bürgermeister immer ein besonderer Termin, hat er doch dafür extra seinen Urlaub unterbrochen. „Ich freue mich total, dass ihr wieder hier seid.“
Es waren nicht nur Kinder aus Bergneustadt, sprich Stadtmitte, Hackenberg, Wiedenest und Belmicke, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus aus Derschlag und Eckenhagen ins Rathaus gekommen. Statt eine Geschichte zu erzählen, lauschten die Kinder gespannt den vielen Fragen des Bürgermeisters, der wissen wollte: „Wozu habt ihr die Kronen auf?“ oder „Wisst ihr denn, wo Amazonien ist?“ und „Wisst ihr, was Armut ist?“ und vieles mehr.
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[In Bergneustadt wurden die Sternsinger am Rathaus von Bürgermeister Matthias Thul empfangen.]
Für Pastoralreferent Simon Miebach, zuständig für die Koordination der Sternsinger im Seelsorgebereich Oberberg-Mitte, wird es Jahr für Jahr schwieriger Kinder zum Sternsingen zu bewegen. „Es wird überall schwerer, Kinder zu motivieren. Aber viele Leute warten auf uns und rufen auch an und fragen, ob wir kommen.“ Miebach sprach von vielen Einzelaktionen durch Erwachsene, die in ihren Straßen und Umfeld den Segen überbringen und für die Sache zu sammeln.
Nachdem die Kinder den Segensspruch „20*C+M+B+24“ am Eingang zum Rathaus angebracht hatten, zogen die vielen heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar noch in kleinen Gruppen mit ihren Sammelbüchsen von Büro zu Büro. Dort verkündeten sie den Bediensteten ihre Segenssprüche und baten um eine Spende für die Sammelbüchse und brachten ihren Segensspruch über den Bürotüren an. Thuls Sekretärin Heike Schulze verteilte Schokobrötchen an Königskinder. (mkj)
Besuch im Lindlarer Freilichtmuseum
Bereits zum 15. Mal folgten die Lindlarer Sternsinger der gemeinsamen Einladung der Gemeinde Lindlar und des Freilichtmuseums, wie es in einer Mitteilung heißt. Die diesjährigen Spenden sollen den Kindern in Amazonien zugutekommen. Für die unermüdlichen Spendensammler gab es Kakao und Gebäck als ein kleines Dankeschön. (Red)
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