LOKALMIX

3.400 Stimmen gegen die Windkraft am Heckberg

ls; 19.05.2026, 14:00 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen --- Ute Wagner und Volker Lenz übergaben die Listen an Lukas Miebach (re.).
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3.400 Stimmen gegen die Windkraft am Heckberg

ls; 19.05.2026, 14:00 Uhr
Engelskirchen – Vertreter des Vereins „Bergische Bürger für Naturschutz“ übergaben am Morgen eine Petition und Unterschriften an Bürgermeister Lukas Miebach, der das Standortthema erneut in die Politik bringen wird.

Von Leif Schmittgen

 

Als bekannt wurde, dass die Gemeinde Engelskirchen Windräder im Heckberger Wald errichten möchte, gründete sich 2024 der Verein „Bergische Bürger für Naturschutz“, um sich gegen das Vorhaben zu stemmen. Noch im selben Jahr starteten die Mitglieder unter Vorsitz der Mucherin Ute Wagner. Über 600 kamen seinerzeit zusammen. Nun folgte eine Onlinepetition, an der sich 2.791 Menschen, davon laut Verein 591 aus Engelskirchen, für den Erhalt des Status quo im Heckberger Wald aussprachen.

 

Alle Unterschriften sowie etliche ausgedruckte Onlinekommentare übergaben Wagner, ihr Stellvertreter Volker Lenz sowie etwa 20 Mitglieder heute Morgen an der Rathauspforte an Bürgermeister Lukas Miebach. „Wird das Projekt realisiert, findet ein erheblicher Eingriff in die Natur und Landschaft statt“, so der Kölner Lenz, der das Gebiet zur Naherholung nutzt. Er fürchtet, dass das Waldgebiet durch Zuwegungen und die Anlagen selbst zerschnitten wird und dadurch auch der Tourismus leiden könnte. Ute Wagner wohnt nur etwa 700 Meter vom Heckberg entfernt, direkt hinter der Grenze im Rhein-Sieg-Kreis. Auch sorgen sich die Aktivisten um den Tierbestand. Derzeit läuft ein Gutachten über dort beheimatete Vogelarten, die durch den Bau gefährdet werden könnten. Die Vorsitzende warb außerdem für das Lesen der Kommentare: „Sie enthalten viele gute Argumente.“

 

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„Wir hoffen, dass die Gemeinde ihre Standortplanung noch einmal überdenkt. Nahe :metabolon sind die Windräder doch viel besser aufgehoben“, so Wagner weiter. Den Standort unterhalb der Deponie hatten Politik und Verwaltung als eher ungeeignet eingestuft - auch wegen der Nähe zur Ortschaft Bickenbach. Ein Klageverfahren beim Oberbergischen Kreis läuft derzeit.

 

 

„Ich finde es immer gut, wenn man sich engagiert“, richtete der Bürgermeister seinen Dank an die Aktivisten, die ihre Argumente zusätzlich auf Plakaten kundtaten. Miebach sagte, dass die heutige Einbringung im laufenden Verfahren in den politischen Gremien besprochen werde. Er mache es sich nicht leicht. Man müsse immer abwägen, was wichtiger sei. Die Interessen einzelner oder die vieler: „Der Energiebedarf steigt stetig“, so Miebach. Sollte die Gemeinde im Verfahren unterliegen, könnten im Gemeindegebiet theoretisch bis zu zehn Windkraftanlagen errichtet werden, jeweils fünf an jedem Standort.

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