MORSBACH
Geschichtspfad Holpe feierlich eröffnet
Morsbach - Ein neues Angebot macht die Vergangenheit in Holpe und Oberholpe erlebbar: Mit 14 Stationen, informativen Tafeln und einer digitalen Audiotour verbindet der Geschichtspfad Geschichte und Gegenwart auf anschauliche Weise.
Mit einem kleinen Festakt ist am Samstagnachmittag der neue Geschichtspfad in Holpe und Oberholpe offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Gäste waren zum Fritz-Wingen-Platz gekommen, um die Vorstellung des Projekts zu verfolgen, das in den vergangenen Monaten mit großem ehrenamtlichem Engagement umgesetzt worden ist.
[Jutta Ramackers und Johannes Klüser vor der Übersichtstafel auf dem Fritz-Wingen-Platz.]
Ideengeberin und treibende Kraft ist Jutta Ramackers vom Heimatverein Holpe. Gemeinsam mit Johannes Klüser hatte sie die historische Aufarbeitung übernommen. „Wir haben die Geschichte von Holpe recherchiert und in Texte gebracht“, erklärte Ramackers im Gespräch. Unterstützung erhielt das Team unter anderem durch eine Gummersbacher Medienproduktion, die die Audiotour konzipierte und umsetzte, sowie durch ein Unternehmen aus Waldbröl, das die Informationstafeln gestaltete und produzierte.
Entstanden ist ein rund 2,5 Kilometer langer Rundweg mit insgesamt 14 Stationen. Entlang der Strecke werden verschiedene Aspekte der Dorfgeschichte beleuchtet – vom Alltagsleben früherer Generationen über das Schul- und Kirchenwesen bis hin zu Kunst, Kultur und prägenden Persönlichkeiten. Startpunkt ist die evangelische Kirche, von dort führt der Weg vorbei an historischen Gebäuden, alten Dorfwegen und markanten Orten bis nach Oberholpe.
Ein besonderes Merkmal ist die Kombination aus klassischen Informationstafeln und digitalen Inhalten. Über eine Audiotour können Besucher die Stationen auch akustisch erleben – entweder direkt vor Ort per Smartphone oder bequem von zu Hause aus. „So wird Geschichte auf eine zeitgemäße Weise zugänglich gemacht“, betonte Morsbachs Bürgermeister Jan Schumacher in seinem Grußwort. Der Geschichtspfad sei ein „attraktives und identitätsstiftendes Angebot“ für die Ortschaften und ein Gewinn für die gesamte Gemeinde.
Auch Heike Brand vom LEADER-Regionalmanagement würdigte die Umsetzung. Für ein Kleinprojekt sei der Geschichtspfad ungewöhnlich umfangreich und anspruchsvoll gewesen. „Da steckt sehr viel Recherchearbeit und Organisation drin“, sagte sie und gratulierte den Beteiligten zur erfolgreichen Realisierung.
Finanziert wurde das Projekt über das Förderprogramm der LEADER-Region Oberberg. Der Antrag sei bewusst als Kleinprojekt gestellt worden, erläuterte Ramackers – auch wenn der tatsächliche Arbeitsaufwand deutlich darüber hinausging. „Wir hatten nur ein halbes Jahr Zeit für die Umsetzung. Das war schon eine Herausforderung“, so die Initiatorin.
Stolz zeigte sich auch die Vorsitzende des Heimatvereins Holpe, Sabine Stamp-Eschrig. Neben den Hauptverantwortlichen hätten viele weitere Bürgerinnen und Bürger zum Gelingen beigetragen – etwa durch das Teilen von Erinnerungen und historischen Fotos. „Das ist nicht selbstverständlich für so ein kleines Dorf“, sagte sie.
Mit dem neuen Geschichtspfad ist in Holpe und Oberholpe ein Angebot entstanden, das Vergangenheit lebendig macht und gleichzeitig zum Entdecken einlädt. Die Verbindung aus Bewegung, Information und digitalen Elementen dürfte sowohl Einheimische als auch Besucher ansprechen. Wer sich die Audiotour zum Geschichtspfad vorab oder im Nachgang anschauen möchte, findet diese online unter