MEINUNG

Die Überheblichkeits-Prinzessin

bv; 14.09.2020, 10:45 Uhr
MEINUNG

Die Überheblichkeits-Prinzessin

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bv; 14.09.2020, 10:45 Uhr
Oberberg - Verlieren will gelernt sein, das gilt auch für die unterlegene Landrats-Kandidatin - Die Kommunalwahl könnte in den oberbergischen Räten zu zahlreichen neuen Bündnissen führen.

Alle Stimmen sind ausgezählt, die Jubelrufe der einen verklungen, die Tränen der anderen getrocknet. Der Alltag hat die Wahlkämpfer in Oberberg wieder. Jetzt geht es darum, Allianzen in den Räten zu bilden und Koalitionen zu schmieden. Das wird an der einen oder anderen Stelle spannend, denn die Oberberger haben in ihrer Wahl-Klugheit zwar meistens eindeutige Sieger bestimmt, ihnen aber keine alleinige Mehrheit zugesprochen. So auch im Kreistag, wo die CDU jetzt zunächst auf FDP und UWG setzt. Doch weder ist klar, ob die Unabhängigen ein ähnlich leicht händelbarer Partner sein würden, wie die Mehrheitsbeschaffer der vergangenen Legislaturperiode, noch, ob dieses Bündnis, das zur Politikgestaltung immer die Landratsstimme benötigt, stabil sein wird.

 

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Klar ist indes, dass die Landrats-Kandidatin von SPD, Bündnisgrünen und Linken nach ihrer Niederlage in Oberberg rasch Geschichte sein wird. Mit welcher Überheblichkeit sie sich jedoch aus der Region verabschiedet, spricht Bände. So zu tun, als ob die Oberberger nicht willens gewesen seien, eine Deutsche mit türkischen Wurzeln zu akzeptieren, ist schon dreist. Einerseits ist die Landratswahl seit zwei Jahrzehnten CDU-Domäne, anderseits sollte sich Tülay Durdu nach der zweiten verlorenen Landratswahl binnen drei Jahren eher über die eigene politische Substanz Gedanken machen, statt die Wähler zu beschimpfen. Das gehört sich nicht. Wenn sie jetzt schon bekundet, für neue Herausforderungen offen zu sein, vermittelt sich der Eindruck, dass hier jemand lediglich unbedingt Karriere machen will.

 

Und sonst? An der einen oder anderen Stelle tat sich Bemerkenswertes. In Wiehl schmierte die SPD ab, was den Genossen dort einige Denksportaufgaben hinterlässt. In Lindlar ist die CDU auf Partner angewiesen, will sie weiterhin die Gemeindepolitik bestimmen. Oder es kommt ganz anders, und die bisherige Opposition aus SPD, Grünen und FDP schmieden ein Bündnis. In Wipperfürth könnte es künftig spannend werden. Zwar brachten CDU und SPD ihre Bürgermeisterkandidatin durch, verloren aber jeweils bei der Ratswahl etwa 4,5 Prozent. Ergebnis ist, dass es keine eindeutige Mehrheit im Rat gibt.

 

Hier wie vielerorts werden in den kommenden Wochen die Köpfe rauchen, um eine Zusammenarbeit auszuloten. In Bergneustadt müssen die Wähler am 27.9 gar nochmal ran, um den künftigen Rathauschef zu bestimmen. Was aber am wichtigsten ist: Den meisten Wählern sind die Farbenspiele egal: Sie wollen, dass in ihrer Region eine zukunftsorientierte und erlebbare Politik gemacht wird. Darauf kommt es an.

KOMMENTARE

1

Frau Tülay Durdu Arroganz ist nicht mehr zu überbieten. Sie leidet an völliger Selbstüberschätzung. Den Wähler für Ihre Niederlage Verantwortlich zu machen spricht für Ihren Charakter. Nee, So Frau Tülay Durdu geht es hier nicht, vielleicht wo anders.

Kurt, 14.09.2020, 11:17 Uhr
2

Es hat sich der Eindruck bestätigt das sie diesem Amt nicht gewachsen ist. Richtige Entscheidung meiner Meinung nach.

Henrik, 14.09.2020, 11:18 Uhr
3

Lassen sie mich raten. Sie haben in ihrer unbestechlichen 'Klugheit' CDU gewählt. Sie beleidigen nicht nur implizit die Mehrheit der Wähler, sondern offenbaren mit ihrer Arroganz auch, dass sie keine Berufsethos als Journalist haben. Aus jedem Wort in ihrem Beitrag schreit die Verzweiflung über das Ende der konservativen Mehrheit im Kreistag. Denken sie, andere schlecht zu machen, würde die Wahlschlappe ihrer 'Klugheit' wett machen...? Schon den Kleinsten bringt man bei, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, weil der Rest der Finger dabei auf einen selbst zeigt. Ein eklatanter Fail im kleinen Einmaleins - Eine ganz primitive Leistung, Herr Vorländer.

Eine unkluge Bürgerin, 14.09.2020, 13:40 Uhr
4

Daran erkennt man ja, wie wichtig Frau Durdu die Wähler sind...Unterstes Niveau, da kann man durchaus mehr erwarten

David Friederichs, 14.09.2020, 15:06 Uhr
5

Danke Herr Vorländer,
das mußte mal gesagt werden!!!
Wer in seinem Egotrip in völliger Selbstüberschätzung
auch noch so übel nachtritt, hat sich diesen Kommentar zurecht verdient!!!

R. Jacobs , 14.09.2020, 15:27 Uhr
6

Ein sehr lesenswerter und mitten ins Ziel treffender Kommentar! Aua!"

Gerhard Halbe , 14.09.2020, 15:33 Uhr
7

Wer will die politische Substanz von Tülay Durdu beurteilen, ohne sie im persönlichen Gespräch oder in Wahlkampfauseinandersetzungen erlebt zu haben ? Eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Amtsinhaber gab es nur bei drei Gelegenheiten , wobei bei zwei Gelegenheiten zu beobachten war, wie der Landrat sich Themen aneignete, die er vorher nicht auf der Agenda hatte. Ebenfalls war Tülay Durdu von drei Kreisverbänden der Bündnispartner mit großer Mehrheit zu ihrer gemeinsamen Kandidatin nach Vorstellung u. natürlich Prüfung ihres persönlichen und politischen Profils ernannt worden. Aus Kommentaren in sozialen Medien u.Erfahrungen d. Bündnispartner bestätigte sich die Einschätzung, dass Vorurteile gegen Tülay Durdu bedient wurden. Der Kommentar von B.Vorländer ist ein Nachtreten!

Krolewski, 14.09.2020, 16:08 Uhr
8

Die Art und Weise wie hier einer Person die Worte im Mund herum gedreht werden ist erschreckend. Die Kommentare darunter ebenso.

Ich persönlich kann mir gut vorstellen dass man nach der Wahl auch mal frustriert ist. Sie, Herr Vorländer fallen aber vor allem mit Böswillen und Häme auf. Wirklich kein Journalismus mit Stil...

H. K. , 14.09.2020, 16:51 Uhr
9

Lieber Bernd, Nachtreten ist niemals gut, da hast du natürlich völlig Recht. Für eine politische oder eine Wahlniederlage muss ich schon selbst die Verantwortung übernehmen.
Es könnte aber vielleicht auch ein Körnchen Wahrheit in Tülay Durdus Aussage stecken, jedenfalls habe ich solche und ähnliche Äußerungen in letzter Zeit mehrfach in der oberbergischen Gesellschaft vernommen.

Thomas Döpp, 14.09.2020, 18:58 Uhr
10

Äußerst schwacher Auftritt, das gehört sich so einfach nicht. Herr Hagt souverän wie gewohnt. Warum SPD, Grüne und Linke eine Kandidatin "importieren" müssen ist mehr als schwach. Entsprechend das Ergebnis. Gleiches gilt für die BM-Wahl in Gummersbach. Bin absolut kein Befürworter von Herrn Helmenstein. Allerdings bin ich sehr sehr froh, dass der Gegenkandidat mit seinem äußerst schwachen Auftritt und Charakter nicht gewonnen hat. Und das obwohl ich keinesfalls ein CDU-Wähler bin. Links muss es sein, aber nur mit entsprechenden Kandidaten.

Wilfried Hesseler, 14.09.2020, 20:37 Uhr
11

Ich möchte von Herrn Vorländer gerne wissen, wo und wann Türlay Durdu diese Aussagen gemacht haben soll?
Ich jedenfalls habe nirgendwo ein Interview mit solchen Inhalten gelesen.

Alfred Braun, 15.09.2020, 10:07 Uhr
12

2. Versuch: Sehr geehrter Herr Überheblichkeits-Prinz Vorländer, ich finde Ihren Kommentar dreist! Und Hellseher sind Sie auch noch? Oder wieso meinen Sie zu wissen, dass Frau Durdu "rasch Geschichte sein wird"? "Wahl-Klugheit" - darüber meinen Sie sich ein Urteil bilden zu können?
Ja, Sie wissen wirklich, was sich gehört!!!

Cornelia Lang, 15.09.2020, 16:59 Uhr
13

Lieber Bernd Vorländer,
was soll das denn? Nichts gegen pointierte Kommentare, aber der hier geht deutlich unter die Gürtellinie und klingt, als sei der Hofberichterstatter noch beleidigt über diese Majestätsbeleidigung. Da hat es doch eine Frau gewagt, in diesem angestammten CDU-Land den König anzugreifen! Und dann ist sie auch noch eine Fremde aus dem Nachbarreich, wie anmaßend.
Merkwürdig ist nur, dass Tülay Durdu bei all den vielen Oberbergern, mit denen sie im Gespräch war in den letzten Wochen, alles andere als einen überheblichen Eindruck hinterließ und schon gar keine Prinzessinnen- Allüren. Mut und Selbstbewußtsein nenne ich das. Die seitenweise beleidigenden, diskrimierenden und frauenfeindlichen Kommentare hat sie nur am Rande erwähnt. Verschweigen muss man sie nicht.

Seb Schäfer, 15.09.2020, 21:31 Uhr
14

Habe gerne die Kommentare v B Vorländer gelesen, diesen nicht, passt nicht, unter seiner Würde. Hätte sie gerne als Landrätin gehabt, frischer Wind. Das andere ist ein immer weiter so, leider.

🍀Kleeblatt V , 16.09.2020, 09:52 Uhr
15

Prinzessin oder eher Opfer der anderen Parteien?
Das letzte Mal hat sie sich als Landrätin im Rheinisch-Bergischen aufstellen lassen und kläglich gescheitert. Dieses mal hat sie gleichzeitig für den Stadtrat in Bergisch-Gladbach kandidiert ! Dies bedeutet, wenn man mal ein wenig nachdenkt, sie wusste das sie nicht Landrätin wird!!! Aber dann die Frechheit zu besitzen, uns Oberberger auch noch zu beleidigen, das zeugt tatsächlich von fehlender Bildung, keine Seriösität und über die Maßen Respektlosigkeit den Bürgern gegenüber die hier leben und sie auch gewählt haben! Die hat sie ja schließlich mit einbezogen wenn sie sagt "die Oberberger " ich bin nur froh, dass ich meinen überaus kompetenten Chef behalten darf! Danke, an die Oberberger die Herrn Hagt gewählt haben!

Angestellte beim OBK, 16.09.2020, 14:25 Uhr
16

Wenn die Aussage so getroffen wurde, ist es sehr naiv und zeigt nicht von Größe. Mit Sicherheit wird es Menschen geben, die so gedacht haben. Aber es wird mit Sicherheit auch einige gegeben haben, die den Sprachgebrauch von Frau Durdu als Grund für die Nichtwahl hatten. Sie tat so, als ob sie die Lösungen für die oberbergischen Probleme hätte und andere es nicht auf die Kette bekommen hätten. Dass Oberberg aber strukturelle Probleme hat, die man auch als Landrat nicht beheben kann, weiß halt auch jeder. Ich stehe ihren Bündnispartnern tendenziell näher, aber ihre Wahlkampfaussagen waren von der Art her nicht sympathisch, egal wie nett Frau Durdu gelächelt hat. Die könnte sich mit dem Löttgen zusammen tun, beide arbeiten sich dies am Gegner ab. In der Politik sollte es um die Sache gehen.

Morsbacher, 16.09.2020, 16:15 Uhr
17

Danke, Herr Vorländer für diese klaren Worte.Sie haben die Meinung einer Großzahl der Oberberger gut getroffen. Die Frau zeigt jetzt ihr wahres Gesicht! Trotzdem hat sie wohl ein wenig recht, die Oberberger wollten wohl eher einen schon länger hier Wohnenden?

Beobachter, 18.09.2020, 13:00 Uhr
18

Die berichtete Aussage, dass Oberberg noch nicht bereit sei jemand mit ausländischem Namen zu wählen, hat mich sehr verärgert. Wenn sie dann so geäußert wurde hat sie damit der notwendigen Rassismusdiskussion einen sehr schlechten Dienst erwiesen.

Schwan, 18.09.2020, 13:37 Uhr
19

Sehr verehrter Herr Vorländer,
als Journalist sollten Sie - zumindest an sehr guten Journalismus-Schulen bzw. Universitäten wird diese Kernkompetenz gelehrt - politisch unabhängig berichten. Dass Sie sich derart auf das niedrigste Journalismus-Niveau herablassen ist wahrlich selbst-disqualifizierend und berufsschädigend. Diese Beurteilung lasse ich Ihnen als parteilose Sozialwissenschaftlerin und Expertin für Kommunikation zukommen.

Kordula Rita Maria Klimpel, 19.09.2020, 20:12 Uhr
20

Wer, wenn nicht Herr Vorländer, versucht denn nun wirklich politisch neutral einfach nur zu berichten?
Da hebt geradeer sich doch nun wirklich mehr als wohltuend von den unseren aktuellen "Medien" ab!

Beobachter, 20.09.2020, 16:01 Uhr
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