MARIENHEIDE

Marienheide: Bau von vier Windrädern genehmigt

Red; 11.09.2026, 15:35 Uhr
Symbolfoto: Simon auf Pixabay
MARIENHEIDE

Marienheide: Bau von vier Windrädern genehmigt

Red; 11.09.2026, 15:35 Uhr
Marienheide – Laut einer Mitteilung plant der Projektentwickler WestfalenWIND im ersten Quartal 2028 mit dem Baubeginn für die Anlagen im Gervershagener Forst.

Der Paderborner Projektentwickler WestfalenWIND hat vom Oberbergischen Kreis die Genehmigung für den Bau von vier Windenergieanlagen im Gemeindegebiet Marienheide erhalten. Geplant ist der Windpark nordöstlich der Brucher Talsperre auf sogenannten Kalamitätsflächen im Gervershagener Forst. Das Gebiet ist nach Angaben der Verwaltung durch starken Borkenkäferbefall erheblich geschädigt und in der Regionalplanung ausdrücklich als Windenergiegebiet festgelegt.

Ursprünglich hatte WestfalenWIND vier Anlagen des Typs Enercon E-175 mit einer Nabenhöhe von 162 Metern und einer installierten Leistung von jeweils 6,3 Megawatt beantragt. „Da dieser Anlagentyp inzwischen nicht mehr am Markt verfügbar ist, plant das Unternehmen nun den Einsatz einer weiterentwickelten Variante mit jeweils 7 Megawatt Leistung. An den äußeren Abmessungen der Anlagen ändert sich dadurch nichts“, hieß es weiter.

Die vier Windenergieanlagen sollen künftig rechnerisch rund 17.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Die Gemeinde soll nach den Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine kommunale Beteiligung in Höhe von 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde erhalten. Es besteht zudem noch die Möglichkeit weiterer finanzieller Beteiligungen gemäß Bürgerenergiegesetz NRW. Insgesamt könnten, so die die Verwaltung, jährlich pro Anlage ein hoher fünfstelliger Betrag in den Gemeindehaushalt fließen – über einen Zeitraum von 20 Jahren.

„Die Energiewende findet nicht irgendwo statt, sondern ganz konkret bei uns vor Ort. Mit der Genehmigung der vier Windenergieanlagen im Gervershagener Forst machen wir einen wichtigen Schritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien und leisten damit zugleich einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz in Marienheide. Gleichzeitig bietet das Projekt die Chance, die regionale Wertschöpfung zu stärken und die Gemeinde über viele Jahre finanziell daran teilhaben zu lassen. Das ist eine gute Perspektive für unsere Gemeinde und ein wichtiger Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung“, wird Bürgermeister Sebastian Heimes in der Mitteilung zitiert.

Der Baubeginn sei nach aktuellen Angaben des Unternehmens für das erste Quartal 2028 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Windparks könnte dann etwa zwei Jahre später erfolgen. Gegen die Windkraftpläne hatte sich, wie andernorts auch, Widerstand geregt.  

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