LOKALMIX
Windpark südlich des Unnenbergturms geplant
Gummersbach - Energieparkentwickler UKA West möchte zwischen Unnenberg, Frömmersbach und Obernhagen Windräder aufstellen - Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger soll kommen.
Der Energieparkentwickler UKA West plant zwischen Unnenberg, Frömmersbach und Obernhagen einen Windpark, der zukünftig bilanziell über 11.000 Haushalte mit Energie versorgen soll. Geplant sind laut einer Mitteilung des Unternehmens zwei Windenergieanlagen auf forstwirtschaftlich genutzten Kalamitätsflächen südlich des Unnenbergturms und östlich der Talbeckestraße. Damit würden bereits geschädigte Waldflächen für die Energiewende genutzt und zusätzliche Eingriffe in intakte Bestände weitgehend vermieden, heißt es weiter.
„Mit dem geplanten Windpark leistet die Region einen konkreten Beitrag zur Energiewende. Wir nutzen dafür bewusst bereits vorgeschädigte Waldflächen“, sagt auch Projektleiterin Melanie Jaschinski. „So verbinden wir den Ausbau der erneuerbaren Energien mit einem möglichst schonenden Umgang mit Natur und Landschaft und sorgen für einen klimaresilienten Waldausbau.“
Das Vorhabengebiet befindet sich innerhalb eines Windvorranggebiets. Mit der dort verbindlich festgelegten Konzentrationsfläche bestehe Dezember das erforderliche Planungsrecht für die Nutzung der Windenergie an diesem Standort. Der Genehmigungsantrag nach Bundes-Immissionsschutzgesetz solle voraussichtlich Ende des Jahres bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Natur- und artenschutzrechtliche Belange sind bereits im Zuge der Aufstellung des Regionalplans geprüft worden und werden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens durch vertiefende Gutachten weiter konkretisiert, schreibt die UKA West.
"Deutlich eingehalten" würden dabei die gesetzlichen Mindestabstände zur Wohnbebauung: So betrage der Abstand zur Ortschaft Lantenbach etwa 1.200 Meter, zu Unnenberg rund 700 Meter und zu Frömmersbach etwa 1.000 Meter.
Um die Ertragsprognose auf eine belastbare Datenbasis zu stellen, habe UKA West in dieser Woche eine zwölfmonatige Windmessung gestartet. Hierfür wurde ein sogenanntes LiDAR-Gerät (Light Detection and Ranging) aufgestellt, das berührungslos Windgeschwindigkeiten und Windrichtung in verschiedenen Höhen erfasst und so wichtige Grundlagen für die technische Auslegung des Projekts liefert.
Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien solle die regionale Wertschöpfung "spürbar gesteigert" werden. Mit dem nordrhein-westfälischen Beteiligungsgesetz für Windenergieanlagen an Land werde darüber hinaus die finanzielle Teilhabe der Standortkommunen gestärkt, sodass laut Unternehmen ein erheblicher Teil der vor Ort erzeugten Wertschöpfung in der Region verbleibt. „Uns ist wichtig, dass die Region von der Windenergie profitiert“, betont Projektleiterin Melanie Jaschinski. „Das nordrhein-westfälische Beteiligungsgesetz schafft dafür einen klaren Rahmen. Nach der immissionsrechtlichen Genehmigung des Projekts werden wir gemeinsam mit der Standortkommune Gummersbach Gespräche zur Ausgestaltung führen, von der auch die Gemeinde Marienheide profitiert.“
Die konkrete Ausgestaltung der Beteiligung richte sich nach den Vorgaben des nordrhein-westfälischen Beteiligungsgesetzes und den standortspezifischen Rahmenbedingungen insbesondere der Anlagengröße und der tatsächlich eingespeisten Strommenge.
Um die Öffentlichkeit einzubinden, plant UKA West in Abstimmung mit der Stadt Ende des Jahres oder Anfang des kommenden Jahres einen Infomarkt zum Windpark Unnenberg. Bei dieser Veranstaltung mit Messecharakter erhalten alle Interessierten an verschiedenen Informationsständen die Möglichkeit, mehr über das Projekt zu erfahren und direkt mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Vorgesehen sind unter anderem Informationen zu den Planungen, zu Natur- und Artenschutzfragen sowie zu den Beteiligungsmöglichkeiten für die Kommune und die Region. Zeitpunkt und Veranstaltungsort werden rechtzeitig vorab bekanntgegeben.
Die UKA West ist Teil der UKA-Gruppe. Von den Standorten Bielefeld, Mainz, Essen und Kassel plant, baut, betreut und betreibt UKA West Wind- und Solarparks in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.
KOMMENTARE
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Ich habe da oben in den letzten Jahren unzählige Stunden verbracht. Kenne jeden Winkel des Berges und seiner Umgebung. Habe da zigtausende Zigarrettenstumel anderen Müll aufgesammelt. Nur um jetzt dabei zusehen zu müssen, wie dieser Berg und die Natur zerstört wird.. Und was die Aussage von bereits vorgeschädigten Waldflächen angeht... Das Gebiet hat sich in den letzten Jahren schon stark vom Borkenkäfer erholt. Das ist eine Scheinbegründung. Auch hat noch nie irgend ein Haushalt von der Windenergie profitiert. Die Energiepreise steigen und steigen. Völlig egal wieviele Windräder irgenwo in die Natur gesetzt werden. Ihr zerstört unsere wundervolle Heimat für euren Profit. Demnächst schaue ich aus meinem Küchenfenster auf Windräder. Danke für nichts.
Carsten, 19.06.2026, 19:10 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.