LOKALMIX

Windkraftplanung im „Areal Südwest“: Verein äußert naturschutzfachliche Bedenken

Red; 14.04.2026, 21:07 Uhr
Oberberg Aktuell
LOKALMIX

Windkraftplanung im „Areal Südwest“: Verein äußert naturschutzfachliche Bedenken

Red; 14.04.2026, 21:07 Uhr
Engelskirchen - „Bergische Bürger für Naturschutz“ kritisieren Pläne für Windräder im Heckberger Wald.

Der Verein „Bergische Bürger für Naturschutz“ nimmt die Bürgerinformationsveranstaltung der Gemeinde Engelskirchen am Donnerstag zur Windkraftplanung im Gebiet „Südwest“ zum Anlass, auf naturschutzfachliche Bedenken hinzuweisen. Aus Sicht des Vereins sei nicht nachvollziehbar, weshalb die bereits genehmigte Fläche bei :metabolon unberücksichtigt bleibe, während gleichzeitig Wald im Naturpark Bergisches Land in Anspruch genommen werden solle. „Das betroffene Gebiet umfasst 12 Naturschutzzonen; die geplante Zuwegung würde zudem durch ein FFH-Gebiet verlaufen“, so der Verein.

 

Es werde häufig auf einen vergleichsweise geringen Flächenbedarf pro Windenergieanlage verwiesen. Nach Einschätzung des Vereins greift diese Betrachtung jedoch zu kurz, da für die Errichtung der Anlagen eine mindestens zwölf Kilometer lange Schwerlasttrasse erforderlich wäre. Aufgrund fehlender bestehender Infrastruktur müsste diese vollständig neu geschaffen werden, was einen erheblichen Eingriff in den Naturraum darstelle.

 

„Vor dem Hintergrund des gemeindeeigenen Gutachtens aus dem Jahr 2003, das den Heckberger Wald als besonders schützenswert einstuft, sehen wir hier einen deutlichen Widerspruch zur aktuellen Planung“, erklärt Ute Wagner, Vorsitzende des Vereins. „Aus unserer Sicht besteht ein nachvollziehbarer Alternativstandort, der die Inanspruchnahme eines sensiblen Waldökosystems vermeiden könnte.“

 

Der Verein betont, dass er den Ausbau erneuerbarer Energien grundsätzlich unterstützt, jedoch den vorgesehenen Standort im Heckberger Wald aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung kritisch bewertet.

Nach Angaben des Vereins haben sich bereits über 3.000 Bürger im Rahmen einer Petition gegen die geplante Nutzung des Waldgebiets ausgesprochen. Als Alternativstandort wird weiterhin das Gebiet .metabolon benannt. Gleichzeitig weist der Verein darauf hin, dass ein aktuelles Gutachten das Vorkommen zahlreicher besonders geschützter sowie teils auf der Roten Liste geführter Vogelarten im betroffenen Gebiet dokumentiere. 

WERBUNG

WERBUNG