LOKALMIX
Vorzeigeprojekt: 84.000 Euro für mobile Sanitätsstation
Oberberg – DRK Ortsverein Wiehl-Reichshof präsentierte erste mobile Einheit dieser Art in der Region – Projekt wurde mit über 55.000 Euro durch LEADER gefördert.
Der Ortsverein Wiehl-Reichshof des Deutsches Rotes Kreuzes (DRK) stellte am Dienstag in Reichshof-Denklingen seine innovative mobile Sanitätsstation der Öffentlichkeit vor. Das Projekt wurde im Rahmen des LEADER-Programms umfangreich gefördert. Die Gesamtausgaben des Projekts beliefen sich auf circa 84.000 Euro, wobei 79.400 Euro als zuwendungsfähige Kosten anerkannt wurden. Daraus ergab sich eine LEADER-Förderung in Höhe von ungefähr 55.600 Euro. Weitere finanzielle Unterstützung erfolgte durch die Wiehler Sozialstiftung, die Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln sowie die Gemeinde Reichshof.
Die mobile Sanitätsstation ist ein speziell ausgebauter Anhänger inklusive Innenausstattung, medizinischer Einrichtung, Möblierung sowie Folienbeschriftung. Ein sogenannter Mover erleichtert darüber hinaus die Aufstellung und Positionierung der Station erheblich. Dadurch kann sie insbesondere auf Märkten, Festen und Veranstaltungen schnell, sicher und mit geringem personellem Aufwand in Betrieb genommen werden.
Der Projektantrag wurde im April 2024 im Rahmen des dritten Projektaufrufs der LEADER-Region Oberberg eingereicht. Frank Herhaus, Vorsitzender des Trägervereins der LEADER-Region Oberberg und Dezernent für Planung, Regionalentwicklung und Umwelt des Oberbergischen Kreises, gratulierte den Projektverantwortlichen Christian Köhn und Claudia Lenk zum erfolgreichen Projekt. Herhaus betonte: „Die Projektvorstellung hat das Gremium der LEADER Region schnell überzeugt, sodass die Förderempfehlung gerne ausgesprochen wurde.“ Nach der Antragstellung bei der Bezirksregierung wurden die Fördermittel schließlich im April 2025 bewilligt.
Ziel der Maßnahme ist es, die medizinische Versorgung vor Ort deutlich zu verbessern. Die mobile Einheit ermöglicht erweiterte Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Hilfesuchende und schafft zugleich bessere Arbeitsbedingungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Neben klassischen Sanitätswachdiensten kann die Station auch im Bevölkerungsschutz eingesetzt werden, etwa bei Wohnungs- oder Gebäudebränden. Zusätzlich dient die Station als Aufenthaltsraum für die Sanitäterinnen und Sanitäter. Gerade bei längeren Einsätzen unter schwierigen Wetterbedingungen – etwa an schneereichen Wochenenden rund um das Skigebiet Blockhaus – bietet sie eine wichtige Möglichkeit zum Aufwärmen und zur Regeneration.
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