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Verbesserung für Patienten: Innovatives Implantat erstmals eingesetzt

Red; 03.06.2026, 16:00 Uhr
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Verbesserung für Patienten: Innovatives Implantat erstmals eingesetzt

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Red; 03.06.2026, 16:00 Uhr
Waldbröl – Am Kreiskrankenhaus Waldbröl wurde erstmals ein Coronary Sinus Reducers bei einem Patienten implantiert – Das kleine, sanduhrförmige Drahtgeflecht sorgt für mehr Blut im Herzen.

Die Klinik für Kardiologie des Kreiskrankenhauses Waldbröl hat am vergangenen Freitag erstmals erfolgreich einen sogenannten Coronary Sinus Reducer bei einem Patienten implantiert. Das teilte das Klinikum Oberberg nun mit. Das kleine, sanduhrförmige Implantat wird in eine große Herzvene eingesetzt und verändert dort gezielt die Blutflussverhältnisse. Dadurch kann die Durchblutung von Herzmuskelbereichen verbessert werden, die aufgrund einer koronaren Herzerkrankung bislang nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt wurden.

 

[Foto: Klinikum Oberberg ---- Prof. Dr. Vedat Tiyerili mit dem Reducer.]

 

Der Eingriff wurde von Chefarzt Prof. Dr. Vedat Tiyerili gemeinsam mit seinem Leitenden Oberarzt Dr. Naseer Al-Khrasha und dem Team des Herzkatheterlabors durchgeführt. Der Coronary Sinus Reducer ist ein innovatives Implantatzur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schwerer, therapieresistenter Angina pectoris. Dabei handelt es sich um anhaltende Beschwerden wie Brustenge oder Brustschmerzen aufgrund einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels, obwohl bereits alle etablierten medikamentösen und interventionellen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden.

 

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Das Implantat wird minimalinvasiv über einen Katheter in den sogenannten Koronarsinus, eine große Herzvene, eingebracht. Dort sorgt es für eine gezielte Veränderung der Blutflussverhältnisse und kann die Durchblutung bestimmter Bereiche des Herzmuskels verbessern. Ziel der Behandlung ist es, die Beschwerden der Betroffenen zu lindern und ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern.

 

„Mit der Implantation eines Coronary Sinus Reducers erweitern wir unser therapeutisches Spektrum für Patientinnen und Patienten mit komplexen Herzerkrankungen und begrenzten Behandlungsoptionen“, sagt Prof. Dr. Vedat Tiyerili, der das Verfahren aus seiner Zeit am Herzzentrum Bonn bereits kennt. „Gerade für Menschen, die trotz optimaler Therapie weiterhin unter belastenden Angina-pectoris-Beschwerden leiden, kann dieses Verfahren eine wichtige neue Perspektive bieten.“

 

Sein Patient konnte das Krankenhaus nach Angaben des Klinikums nach einer Nacht stationärer Überwachung schon wieder verlassen. Die erfolgreiche Erstimplantation unterstreiche die hohe Expertise des kardiologischen Teams in Waldbröl und den Anspruch, moderne und innovative Behandlungsmöglichkeiten wohnortnah für die Menschen in der Region anzubieten, freut sich der Chefarzt.

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