LOKALMIX

RTL-Förderpreise für Absolventen der Medieninformatik

Red; 19.05.2026, 10:20 Uhr
Fotos: RTL Deutschland --- (v. l.): Sarah Langrehr, Merce Yüca und Nils Polarek.
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RTL-Förderpreise für Absolventen der Medieninformatik

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Red; 19.05.2026, 10:20 Uhr
Gummersbach – Sarah Langrehr, Merve Yüca und Nils Polarek vom Campus Gummersbach wurden für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Seit 18 Jahren wird der RTL-Förderpreis von RTL Deutschland an Studierende der Medieninformatik am Campus Gummersbach der TH Köln verliehen. In diesem Jahr wurden Sarah Langrehr, Merve Yüca und Nils Polarek für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Das teilte der Campus Gummersbach gestern mit. Ob Chat-Bots als Mathe-Tutoren, KI-Tools als UX/UI-Designer und Software, um authentische Medien vor Manipulationen zu sichern: Der Fokus aller drei Arbeiten lag auf der Künstlichen Intelligenz (KI).

 

Sich von KI-Bots generierte Mathe-Lösungen liefern lassen ist leicht, aber können sogenannte LLM (Large Language Modelle) Schüler und Studierende als Tutor im Lernprozess sinnvoll unterstützen? Um das zu untersuchen, befasste sich Bachelor-Studentin Sarah Langrehr mit den Modellen ChatGPT 3.5 und 4.0 sowie ChatGPT 4.0 gekoppelt mit Wolfram Alpha. Dabei wurde deutlich, dass die KI nicht immer die richtige Antwort liefert, obwohl der Anteil der korrekten Antworten mit jedem neuen Modell deutlich anstieg. Außerdem seien die Befragten nur begrenzt in der Lage gewesen, falsche Antworten zu erkennen. Sarah Langrehrs Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit einer verstärkten Schulung im kritischen Hinterfragen von KI-generierten Antworten. „Für diese herausragende Arbeit erhielt die Absolventin den mit 1.000 Euro dotierten 1. Preis“, heißt es in der Mitteilung.

 

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Der 2. Preis wurde für eine Masterarbeit vergeben: Merve Yüca untersuchte, ob und in welchem Umfang KI-gestützte Tools in der Lage sind, menschliche Designer im sogenannten UX/UI-Prozess zu ersetzen oder sie sinnvoll zu unterstützen. Das Ergebnis: Laut Yüca können KI-Tools bestimmte Aufgaben effizient übernehmen, insbesondere bei der schnellen Generierung visueller Entwürfe. In Bereichen wie Kontextverständnis, Nutzerzentrierung oder visuelle Kohärenz würden sie jedoch deutlich hinter dem menschlich geführten Designprozess zurückbleiben. Insgesamt stellte Yüca in ihrer Arbeit fest, dass KI derzeit nicht in der Lage ist, menschliche Designer vollständig zu ersetzen. Sie biete aber ein hohes Potenzial zur Unterstützung, vor allem dann, wenn sie gezielt gesteuert, kritisch reflektiert und sinnvoll in den Designprozess integriert wird. Der 2. Preis ist mit 750 Euro dotiert.

 

Komplettiert wurde das Treppchen von Nils Polarek, der für seine Bachelorarbeit „Can I CAI? Entwicklung einer Webapp zur Überprüfung von Veröffentlichungsprozessen auf Kompatibilität mit aufkommenden Standards der Content Authenticity Initiative zur Auszeichnung von authentischen Medien im Web“ 500 Euro erhielt. Durch rapide Fortschritte im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz wird es zunehmend schwerer, echte Inhalte von solchen zu unterscheiden, die generiert oder manipuliert wurden. Aus diesem Grund sei die Content Authenticity Initiative (CAI) gegründet worden. Nils Polareks Arbeit beschäftigte sich mit der Gestaltung und Umsetzung einer Open Source Webapp, die es Medienschaffenden ermöglicht, ihren individuellen Veröffentlichungsprozess hinsichtlich auf die Kompatibilität mit den Standards der CAI zu überprüfen.

 

[(v. l.): Prof. Hans Kornacher, Prof. Dr. Florian, Niebling, Sarah Langrehr, Prof. Dr. Wolfgang Konen, Merce Yüca, Prof. em. Gerhard Hartmann, Nils Polarek, Rüdiger Kupke (IT Governance RTL Deutschland).]

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