LOKALMIX

Rotarier spenden 10.000 Euro für Nepal-Hilfe

lw; 23.02.2026, 14:04 Uhr
Foto: Lars Weber --- Wichtige finanzielle Hilfe, die ankommt (v.li.): Die Rotary-Club-Mitglieder Lutz Hassenjürgen, David Becker und Frank Müller übergeben den Scheck an die Re:Help-Vereinsgründerin und Vorsitzende Renate Kotz.
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Rotarier spenden 10.000 Euro für Nepal-Hilfe

lw; 23.02.2026, 14:04 Uhr
Wiehl – Der Verein Re:Help engagiert sich im Bergbauerndorf Rapcha – Das Geld ist für ein Fahrzeug bestimmt, mit dem Krankentransporte erfolgen sollen.

Von Lars Weber

 

Bei den Gummersbacher Rotary Clubs ist es gute Tradition, zu Weihnachten bei den Mitgliedern Spenden für Projekte in der Region und – wie es bei den Rotariern schon in der Satzung verankert ist – für internationale Aktionen zu sammeln. In vergangenen Dezember sind so beim gemeinsamen Förderverein der Clubs Gummersbach und Gummersbach-Oberberg auch 10.000 Euro für den Wiehler Verein Re:Help zusammengekommen, der sich im Bergbauerndorf Rapcha in Nepal engagiert. Heute haben Lutz Hassenjürgen (Vorsitzender des Fördervereins der beiden Rotary Clubs), David Becker (Rotary Club Gummersbach-Oberberg) und Frank Müller (RC Gummersbach) symbolisch den Scheck an Re:Help-Vereinsgründerin und Vorsitzende Renate Kotz übergeben.

 

Kotz hatte die Projekte des Vereins bei den Rotariern vorgestellt und „offene Türen eingerannt“, wie Hassenjürgen bei der Übergabe im BPW-Mitarbeiter-Café sagte. „Uns ist es wichtig, dass wir wissen, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird und dass nachhaltige Projekte damit unterstützt werden“, so David Becker weiter. Renate Kotz sei selbst „dicht dran“ an der Arbeit, die in Nepal geleistet werde, jedes Jahr fliegt sie dorthin.

 

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Seit dem Jahr 2013 ist der Wiehler Verein in dem Bergdorf Rapcha (etwa 2.000 Einwohner) aktiv. Der Verein lässt dort aktuell unter anderem eine neue Sanitäranlage für die Schüler der örtlichen Sekundarschule errichten. Das Geld der Rotarier ist aber für ein anderes wichtiges Projekt bestimmt, mit dem die medizinische Versorgung verbessert werden soll, wie Kotz erzählte. Die Spende fließt in die Anschaffung eines Fahrzeugs für Krankentransporte zwischen dem Dorf und der nächsten, etwa 35 Kilometer entfernten Stadt. Rund 45.000 Euro kostet der Wagen, der den Menschen in der Region enorm helfen werde, so Kotz.

 

Denn aktuell sei es aufgrund der schlechten Infrastruktur nicht möglich, schnell medizinische Hilfe zu leisten. „In Nepal gibt es keine staatliche Krankenversicherung beziehungsweise generell kein staatliches Gesundheitssystem, daher müssen die Nepalesen sämtliche Kosten für Behandlungen und Transport selber bezahlen.“ Hinzu kommt: Von Rapcha sind es etwa zehn bis zwölf Stunden Fußmarsch bis zum nächsten Krankenhaus, welches sich in Phaplu befindet. „Vielen Patienten ist das nicht zumutbar.“

 

[Foto: Renate Kotz --- Aufgrund der Straßenverhältnisse vor Ort muss das Fahrzeug ein Geländewagen sein, in der Art ähnlich wie dieser Wagen.]

 

Das Fahrzeug soll Abhilfe schaffen. Das Projekt werde mit dem lokalen Verein RBC realisiert. Dieser sammelt Spenden für einen Nothilfefond, mit dem auch die Fahrten bezahlt werden sollen. Aufgrund der äußerst schwierigen Straßenverhältnisse – bis 2017 existierte noch gar keine Art Straße zum Dorf - muss ein Geländewagen her. Dieser solle nicht nur für Rapcha zur Verfügung stehen, sondern auch für die Nachbardörfer in der Region. Neben Krankentransporten sollen auch andere Transportfahrten erledigt werden können.

 

Vor Ort herrsche große Vorfreude auf das neue Fahrzeug, erzählte Kotz den Rotary-Mitgliedern. Bereits jetzt werde ein geeigneter Fahrer gesucht. Sie hofft, dass der Wagen bis zu ihrem nächsten Besuch im Herbst im Einsatz sein wird. „Das ist eine Riesensache für die Menschen vor Ort.“ Die Ideen für die Re:Help-Projekte kommen aus der Dorfgemeinschaft selbst. „Die Dorfbewohner wissen am besten, was sie brauchen.“

 

Hier gibt es weitere Informationen zur Arbeit von Re:Help.

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