LOKALMIX

Ragetrack auf dem Wacken: Vorfreude auf tausende Metalheads

pra; 19.07.2026, 08:00 Uhr
Foto: Photopoetry Stephan Hammes Concert- und Eventphotographie.
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Ragetrack auf dem Wacken: Vorfreude auf tausende Metalheads

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pra; 19.07.2026, 08:00 Uhr
Oberberg – Vom kleinen Live-Club auf die große Bühne – „Rage against the Machine“-Tribute-Band schafft es dieses Jahr auf das WOA.

Von Josephine Tscheliesnigg

 

Die oberbergische Tribute-Band Ragetrack darf sich am Mittwoch, 29. Juli, auf dem Wacken Open Air (WOA), dem größten Metalfestival der Welt, beweisen. Mit nahezu allen Songs vom Debütalbum der US-Rockband Rage against the Machine (RATM) von 1992 wird es für das Publikum ein Trip in die Vergangenheit. Die Scheibe hat für die oberbergischen Musiker eine persönliche Bedeutung. „Das Album ist auch für uns eine Zeitreise in die Neunziger. Nach dem fünften Bier, wenn die Oldies laufen, ist man wieder 16. Wir feiern die Lieder von RATM und wollen die Message weitertragen“, so Sven Asbach, Gitarrist von Ragetrack.

 

Die vier Mitglieder Hannes Adleff (Gesang), Sven Asbach (Gitarre), Bonny G. Assan (Bass) und Luca Echterhof (Schlagzeug) konnten es kaum glauben, als die Anfrage der Booking-Agentur des WOA bei der Band eintraf. „Wir brauchten zwei Tage, um das zu verarbeiten und uns sicher zu sein, dass das kein Spam ist“, gibt Sven Asbach zu.

 

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Der bisher größte Auftritt der Band fand auf dem Tollrock-Festival in Nideggen statt. Dort trat Ragetrack neben anderen großen Bands wie Accept, H-Blockx und Thundermother auf. Mit 3.000 bis 4.000 Gästen pro Tag ist das Festival allerdings noch wesentlich kleiner als das WOA, für das 85.000 Tickets insgesamt verkauft werden. Auch wenn es anstrengend wird, ist die Band voller Vorfreude. „Man wird seelisch aufgeladen. Der Auftritt wird zur Ladestation“, erzählt Gitarrist Sven Asbach.

 

Die Freude ist groß, vor allem auch auf die Zeit nach dem Gig. Dann können die Ragetrack-Mitglieder die Bands auf dem Open Air selbst genießen. Sich auf eine gemeinsame Lieblings-Band festlegen, können sie sich aber nicht. Die einen freuen sich auf die Heavy-Metal-Band Saxon aus Großbritannien, die anderen auf The Butcher Sisters und Judas Priest.

 

Zwei der Bandmitglieder sind mit dem Wacken Open Air bereits vertraut. Für die anderen zwei ist das WOA hingegen noch unentdecktes Terrain. Sven Asbach hat zwar bereits einige Jahre Festival-Erfahrung, auf dem Wacken war er allerding noch nicht. Doch voller Vorfreude sind alle Mitglieder gleichermaßen. „Eine Woche frei von allem zu sein, man hilft sich untereinander und kann mal vom Alltag abschalten“, so Asbach.

 

Zwar werden sie nicht auf den großen Wacken-Hauptbühnen spielen, sondern auf der etwas kleineren „Landgasthaus-Bühne“ - trotzdem erwartet die Jungs möglicherweise ein Publikum von mehreren Tausend Leuten. Anders als in den Live-Clubs der Umgebung. „Man hat eine bessere soziale Reichweite, man kann die Leute besser erreichen und den Tribut gemeinsam feiern. Es ist ein Geben und Nehmen an der Bühne“, merkt Asbach an. Viele Proben und kleinere Auftritte stehen noch an, bevor es dann zum großen Wacken Open Air geht. Rituale haben sie keine, doch feststeht, dass der Auftritt „für eine kleine Band“ eine große Chance wird.

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