LOKALMIX
Pfarrer Andreas Spierling wird verabschiedet
Bergneustadt - Pfarrer der Evangelischen Impuls-Kirchengemeinde Lieberhausen-Bergneustadt geht in den Ruhestand.
Nach fast 38 Jahren geht Andreas Spierling, Pfarrer der Evangelischen Impuls-Kirchengemeinde Lieberhausen-Bergneustadt, in den Ruhestand. Verabschiedet wird er in einem Gottesdienst am Sonntag, 28. Juni, ab 11 Uhr im evangelischen GemeindeCentrum Hackenberg (Breslauer Straße 20a, 51702 Bergneustadt). Die Verabschiedung und Entpflichtung übernimmt Superintendent Michael Braun. Die Predigt hält Andreas Spierling selbst. Wer über Abschiedsgeschenke nachdenkt, wird darum gebeten, stattdessen zu spenden an den Förderverein ”GemeindeLeben fördern" und an den “Förderverein Altstadtkirche Bergneustadt”. Die Spenden gehen je zur Hälfte an beide Projekte.
In der Einladung zu seiner Verabschiedung lobt ihn die Gemeinde als „mitreißenden Prediger und einfühlsamen Seelsorger“. Er habe „Herzen bewegt, als weitblickender Visionär neue Wege beschritten und den Aufbau unserer Gemeinde hochmotiviert begleitet“.
Andreas Spierling wurde am zweiten Advent 1988 als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde für den damaligen dritten Bezirk Hackenberg-Leienbach eingeführt. Er hatte damals die Nachfolge von Pfarrer Wolfgang von Woyski angetreten. Die Jugendarbeit, die Kontaktpflege zu Familien und älteren Menschen und die sozial-diakonische Arbeit waren Schwerpunkt seiner Tätigkeit.
Seit 1992 war er Mitglied des Kreissynodalvorstands im Evangelischen Kirchenkreis An der Agger. Er hatte seit Herbst 2002 das Amt des 1. stellvertretenden Skriba inne, seit 2014 war er Skriba. Als solcher begrüßte er zum Beispiel im März 2026 die rheinische Kirchenleitung mit Präses Latzel bei deren Tagung in Nümbrecht in einer gemeinsamen Andacht.
Mehr als zehn Jahre bis 2025 gehörte er der landeskirchlichen Prüfungskommission für das Zweite Theologische Staatsexamen an und führte dort die Praxisgespräche. „Meine Fragen habe ich immer aus dem konkreten Gemeindeleben entwickelt“, sagt Andreas Spierling. Auf Kirchenkreisebene war er Mitglied im Fachausschuss Jugendarbeit und hat einige Jahre die Prädikantinnen und Prädikanten betreut. In der Ökumenischen Notfallseelsorge war er vier Jahre als Koordinator tätig. Über die Notfallseelsorge kam er zur Feuerwehr, er ist Mitglied als Fachberater "Seelsorge Feuerwehr". Lange Jahre gehörte er dem Trägerkreis der Missionale an, einer jährlich stattfinden Veranstaltung in der KölnMesse zum missionarischen Gemeindeaufbau.
Vor seiner Bergneustädter Zeit war Andreas Spierling in Ratingen-Linnep tätig, wo er am 29. November 1987 ordiniert wurde und auch sein Vikariat absolvierte. Studiert hat er an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und in Bonn. Mit seiner Frau Bärbel wird er in Bergneustadt-Hackenberg wohnen bleiben.
Von der Kreissynode wurde Andreas Spierling bereits mit langem Applaus verabschiedet. 34 Jahre lang war er im Kreissynodalvorstand: „Ich bin dankbar für diesen KSV.“ Superintendent Michael Braun lobte seinen Weitblick und seine Lernbereitschaft: "Du hast Dich immer weiterentwickelt, hast immer auf Herausforderungen reagiert. Dein Abschied tut weh – auch weil Du noch so viel Energie hast. Fertig bist Du noch lange nicht. Wir werden noch viel von Dir hören."