LOKALMIX

Mufflons sorgen für Gefahr auf Landesstraße

ls; 12.04.2023, 08:05 Uhr
Fotos: Michael Gauger.
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Mufflons sorgen für Gefahr auf Landesstraße

ls; 12.04.2023, 08:05 Uhr
Oberberg - An der L 302 zwischen Neuremscheid und Kaiserau wird immer wieder ein Rudel Wildschafe gesichtet - Polizei rät zu vorsichtiger Fahrweise.

Von Leif Schmittgen

 

Zwischen Engelskirchen-Neuremscheid und Lindlar-Kaiserau ist in den vergangenen Wochen ein Rudel Mufflons an und auf der Fahrbahn der L 302 gesichtet worden. Besonders in dem kurvenreichen Abschnitt bei Felsenthal könnten die Wildschafe zur Gefahr für Verkehrsteilnehmer werden. Die Polizei bestätigte auf OA-Nachfrage zwei Einsätze in den vergangenen Tagen. „Beim Eintreffen der Beamten waren die Tiere bereits wieder verschwunden“, berichtet eine Sprecherin. Sollte das Wild noch vor Ort sein, würden individuelle Maßnahmen mit dem Jagdpächter besprochen, so die Sprecherin weiter. Die Polizei rät, in diesem unübersichtlichen Bereich der Landesstraße vom Gas zu gehen und vorsichtig zu fahren. Augenzeugen erzählten dieser Zeitung, dass es beinahe schon zu Zusammenstößen gekommen ist.

 

[Zu dem Rudel gehören auch Jungtiere.]

 

Dem Lindlarer NABU-Beauftragten Rainer Ufer, Wildbeauftragter der Gemeinde und des Kreises sowie als Jäger tätig, ist das Problem bekannt. „Sie haben die Scheu vor dem Menschen abgelegt“, weiß Experte Ufer, der während der Osterfeiertage ein achtköpfiges Rudel an der L 302 beobachtet hatte. Ihre Weidegründe wechseln sie zwischen Würden in Gummersbach sowie Remshagen, Brochhagen und Felsenthal in Lindlar. „Die Tiere fühlen sich auf felsigem Untergrund wohl“, weiß der Experte Ufer, der erst an den Osterfeiertagen eine achtköpfige Herde an der L 302 gesehen hat. In Felsenthal haben sie deswegen zwar keine optimalen, aber akzeptable Lebensbedingungen gefunden.  

 

Der nahe gelegene Bachlauf der Leppe sorgt für eine üppige Vegetation und somit reichlich Futter. Ufer ist allerdings der Meinung, dass die Schafe nicht in die Region gehören. Sesshaft geworden sind sie seinen Angaben zufolge vor drei bis fünf Jahren, zuvor wurden Tiere dieser Art im Gemeindegebiet deutlich seltener gesichtet.

 

 

Mufflons

 

 

Es wird vermutet, dass Europäische Mufflons in der Jungsteinzeit aus verwilderten Hausschafen, die auf Sardinien und Korsika lebten, entstanden sind. Später wurden sie in Mitteleuropa als Jagdwild gehalten und ab dem 19. Jahrhundert vermehrt ausgesetzt.

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