LOKALMIX
Kramerey und Kurtzweyl für „Pädagogischen Tag“ ausgezeichnet
Nümbrecht – Der Verein veranstaltet im Rahmen des Mittelaltermarkts auf Schloss Homburg seit Jahren auch ein besonderes integratives Angebot für Schülerinnen und Schüler – Die Grünen-Fraktion im Landschaftsverband übergibt Regenbogenpreis für das ehrenamtliche Engagement an die Vorsitzende Barbara Degener.
Von Lars Weber
Es ist eine besondere Atmosphäre, die um das Schloss Homburg herrscht, wenn im Rahmen des Mittelaltermarkts der integrative pädagogische Tag für Schülerinnen und Schüler stattfindet. In diesem Jahr waren 1.000 Kinder dabei – zu Beginn waren es um die 250. Sie bevölkern das Gelände noch vor der offiziellen Eröffnung, erkunden das Gelände und lernen etwas über das Leben und die Kultur vergangener Zeiten, aber dank der Verbindung zur Biologischen Station auch zum Beispiel etwas über Umweltschutz. Das Angebot wird ehrenamtlich gestemmt, damit es kostenlos bleibt, sind diverse Sponsoren an Bord. Das ehrenamtliche Engagement ist nun heute auf Schloss Homburg von der Grünen-Fraktion im Landschaftsverband Rheinland mit dem Regenbogenpreis ausgezeichnet worden. In der Burgküche übergab der Fraktionsvorsitzende Johannes Bortlisz-Dickhoff den mit 1.000 Euro dotierten Preis an Barbara Degener als Initiatorin des pädagogischen Tags und Vorsitzende des Vereins Kramerey und Kurtzweyl, der den Mittelaltermarkt veranstaltet.
Bortlisz-Dickhoff sagte, dass es beim Regenbogenpreis verschiedene Themenbereiche gibt, die für eine Verleihung an ehrenamtliche Projekte ausschlaggebend seien: da ist der Umweltschutz, die Förderung des Inklusionsgedankens, die kulturelle Bildung, die Hilfe für Geflüchtete sowie die Bewahrung und Förderung des demokratischen Miteinanders. „Auf den integrativen pädagogischen Tag treffen alle Themenbereiche zu.“ Besonders hervor hob er die Mitwirkung der Kinder der Helen-Keller-Schule am Bühnenprogramm. Es werde ein besonderes Erlebnis geschaffen – und das alles ehrenamtlich.
Barbara Degener bedankte sich bei den Grünen und bei sämtlichen Unterstützern und Sponsoren, unter anderem vor Ort waren die Bürgermeister Ulrich Stücker (Wiehl) und Thomas Hellbusch (Nümbrecht) sowie Steffen Müller, Leiter des Kulturamts des Oberbergischen Kreises. Ein Projekt wie der mittelalterliche Markt auf Schloss Homburg sei mit seinem Anspruch an die Qualität der künstlerischen und handwerklichen Angebote in diesen Zeiten nicht realisierbar ohne diese Unterstützung durch Sponsoren, vor allem aber durch Menschen, die Ideen unentgeltlich entwickeln und umsetzen. Dies gelte besonders für den integrativen pädagogischen Tag, der für alle Kinder umsonst ist.
Nach der diesjährigen Ausgabe des Mittelaltermarkts zeichne sich trotzdem eine negative Gesamtbilanz ab. „Wir werden uns schmaler und schlanker aufstellen müssen“, sagte Degener. An Qualität wolle man aber nicht verlieren, btonte sie weiter. Die Planungen laufen.
Der Regenbogenpreis wird jährlich von den Grünen im Landschaftsverband jährlich an mehrere Projekte im Rheinland vergeben. Das Preisgeld speist sich aus den Aufwandsentschädigungen der Fraktionsmitglieder.
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