LOKALMIX
„Hitzewellen sind schnell vergessen“
Marienheide – Am Wochenende fanden die Marienheider Klimatage statt – Höhepunkt war die gestrige Veranstaltung auf dem Heilteichgelände.
Von Leif Schmittgen
Zum dritten Mal hatte die Gemeinde Marienheide mit zahlreichen weiteren Akteuren zu den Klimatagen eingeladen. Am Freitag mit einer Hausbegehung und anschließender Informationsveranstaltung zum Thema Wärmepumpen im Rathaus der Gemeinde mit 25 Interessierten gestartet, fand am Samstag unter Beteiligung etlicher fleißiger Helfern eine große Müllsammelaktion rund um die Bruchertalsperre statt. Mehrere Müllsäcke landeten im Container. „Vom Autoreifen bis zu etlichen Zigarettenkippen war alles dabei“, so die Bilanz von Marienheides Klima- und Mobilitätsmanagerin Melanie Kempen.
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Sie zeigte wenig Verständnis für das Verhalten mancher Mitbürger, die ihren Unrat achtlos in der Natur entsorgen. Umso glücklicher war sie aber über die vielen Ehrenamtler, die nicht nur um die Talsperre liefen, sondern beim Höhepunkt des Wochenendes, der gestrigen Veranstaltung rund um den Heilteich, für den reibungslosen Ablauf sorgten. Die Mitglieder des Vereins „HeiAktiv“ hatten die Organisatoren der Gemeinde dabei besonders unterstützt.
Mit dabei waren unter anderem auch die OVAG mit dem Monti, der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) und der Lernort :metabolon, der Oberbergische Kreis mit dem Zukunftsprogramm „Klima-Umwelt-Natur-Oberberg“ (KUNO), die AggerEnergie, der ADFC mit Reifenservice, das Repair Café, der Klimabeirat und der Bergische Naturschutzverein. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Musikzug der örtlichen Feuerwehr. Die Kameraden des Löschzugs boten zudem an einem Stand kulinarische Köstlichkeiten an.
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Informationen gab es zu den Themen Klimaschutz, Mobilität, Klimaanpassung, Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement. Für Kinder gab es ein Schminkangebot, Entenangeln und eine Hüpfburg. „Der Klimaschutz muss im Gespräch bleiben und wir möchten weiterhin für das Thema sensibilisieren“, nannte Kempen einen Grund für den enormen Aufwand, der betrieben wird, und brachte es auf den Punkt: „Hitzewellen sind schnell vergessen.“ Eine solche Veranstaltung aber bleibe weit über den Sommer hinaus im Kopf, hofft die Veranstalterin. Damit sich das Thema nicht „abnutzt“ und wegen des enormen Organisationsaufwands möchten die Planer den Zwei-Jahres-Rhythmus beibehalten und hoffen 2028 auf einen ähnlich großen Besucheransturm wie am vergangenen Wochenende.

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