LOKALMIX
Feuerwehrfest mit Kurzweil für Große und Kleine
Waldbröl – Mit seiner Mischung aus Fahrzeugausstellung, Kinderaktionsprogramm und Blaulichtparty richtete sich das Familienfest an alle Generationen.
Von Ute Sommer
Einen informativen Blick hinter die Kulissen ihres ehrenamtlichen Engagements für die Allgemeinheit ermöglichten die Kameraden des Löschzugs 1 der Freiwilligen Feuerwehr Waldbröl mit ihrer gestrigen Einladung zum Tag der Offenen Tür in die Feuerwache am Marktplatz. Bereits vorgestern hatten Zugführer Daniel Plötz, sein Stellvertreter Benedikt Sommer, 40 Aktive und Helfer aus der Unterstützungsabteilung ihren Rettungs-Standort mit Imbissgarage, Bierwagen, Waffelstation, Sitzgelegenheiten, Stehtischen und Cocktailbar in eine Infotainment- und Chill-out-Area verwandelt. In der Fahrzeugausstellung boten LF 20, TLF 4000, ELW, GW-L und das hochspezialisierte LUF (Löschunterstützungsfahrzeug) Einblicke in ihr „Innenleben“ als rollende Multitools für Notfälle aller Art.
[Die Feuerwehr-Funkgeräte erinnern an Walkie-Talkies, ein Grund für die Faszination, die das ELW auf Kinder ausübt.]
Die einmalige Gelegenheit, in den Fahrerkabinen der roten „Objekte der Begierde“ ehrfürchtig Platz zu nehmen, ließen sich zahlreiche Pänz nicht entgehen. Einzig von außen zu bewundern waren allerdings das Hilfeleistungs- und das Drehleiterfahrzeug, die sich genau wie deren zehnköpfige Besatzung trotz des Feuerwehr-Familientages in Einsatzbereitschaft befanden. Für den Nachwuchs kein Grund, Trübsal zu blasen, wartete doch die riesige Hüpfburg in Form des ersten „Clinomobils“, mit dem 1963 im Oberbergischen Kreis erstmals ein Arzt zur Hilfeleistung bei einem Unfall ausrückte. Außer der Möglichkeit zum Kinderschminken hatte die Jugendfeuerwehr ein nasses Vergnügen im Angebot, weil mit dem Wasserstrahl der 10-Liter-Kübelspritze die Holzflammen an der Löschwand erstickt werden sollten.
Unterbrandmeisterin Melina Heiden und Oberfeuerwehrmann Lukas Wessel erklärten geduldig Funktion und Kommunikationstechnik des Einsatzleitwagens (ELW), der für die Führung und Koordination von taktischen Einheiten von Feuerwehr und anderen Hilfskräften bestückt ist. Im Inneren ihres „Rettungsdienst-Infomobils (RIMO)“ versuchten Fabienne Wirths und Leon Kues, Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die Wissbegierde der Grundschüler Paul und Maurice zu stillen, die nach Trage, Beatmungsgerät, Medizintechnik und Erstversorgung bei einem abgebrochenen Schneidezahn fragten. Das erst vor wenigen Tagen in Dienst gestellte RIMO dient an Schulen, in Kindergärten oder bei öffentlichen Veranstaltungen dazu, niedrigschwellig Berührungsängsten zu begegnen, über qualifizierten Krankentransport zu informieren und Berufsfelder innerhalb des Rettungsdienstes vorzustellen.
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[TLF 4000 (oben) und der Neuzugang LUF sind hochspezialisierte Multitools zum Einsatz im Brandfall, bei Unfällen oder Katastrophen.]
„Wir arbeiten regelmäßig mit Feuerwehren und Rettungsdiensten zusammen“, sagte der Polizei-Bezirksbeamte Thomas Knuth, sein Streifenwagen war ebenfalls zur Besichtigung freigegeben. Ein Glück für die Kinder des Sommerlagers in Eichen, die in Begleitung ihrer Betreuer Albert und Svetlana den Familientag der Waldbröler Feuerwehr als Ausflugsziel gewählt hatten, denn den „Blaulichtknopf“ darf man nicht alle Tage drücken. Gegen Abend dann ging der abwechslungsreiche Familientag nahtlos in die Blaulichtparty über, bei der DJ und kühle Getränke von der Cocktailbar den Start in die Sommerferien begleiteten.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr freuen sich über passive Unterstützung im Förderverein, über aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung aber ebenso über aktive Mitglieder ohne Einsatzdienst.
Weitere Informationen: feuerwehr-waldbroel.de

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