LOKALMIX
Fördergelder für zerstörten Abenteuerspielplatz?
Lindlar – Die Gemeinde Lindlar bereitet aktuell einen Förderantrag vor – Derweil hat die Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen abgeschlossen.
In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar dieses Jahres wurden große Teile des Lindlarer Abenteuerspielplatzes mutwillig zerstört (OA berichtete). Die Gemeinde musste danach mehrere Bereiche des Spielplatzes absperren. Kinder können dort momentan nicht herumtollen. Ein schneller Wiederaufbau ist aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde ausgeschlossen. Doch wie Bürgermeister Sven Engelmann am Mittwochabend in einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses berichtete, bemüht sich die Verwaltung mit Blick auf den Spielplatz aktuell um Fördermittel aus dem EU-Förderprogramm LEADER.
„Eine Zusage haben wir nicht“, sagte Engelmann gestern im Gespräch mit OA. „Aber wir kennen die Bedingungen.“ Nicht zuletzt braucht die Verwaltung dafür aber ein überzeugendes Konzept. Die Idee: ein „Green Co-Working-Space“. So lautet zumindest der Arbeitstitel, erklärte der Bürgermeister. Der Fokus liege nach wie vor auf dem Spielplatz. Erweitert werden könnte dieser um einen Bereich, in dem sich beispielsweise Eltern aufhalten und auch arbeiten können, während die Kinder ganz in der Nähe spielen. Auch Wanderer könnten den Bereich für eine Rast nutzen. Und mit der „Bahn 19“ liegen auch Sanitärräume sowie ein Angebot an Speisen und Getränken in der Nähe.
Nach Möglichkeit möchte die Verwaltung den Antrag noch in diesem Jahr einreichen. Dafür muss sie unter anderem Angebote einholen und belastbare Zahlen vorlegen. Derweil hat der Verein „Laberköppe“ in den vergangenen Monaten Spenden für den Wiederaufbau des Spielplatzes gesammelt. Mittlerweile seien so über 47.000 Euro zusammengekommen, sagte Engelmann gestern. Weitere Informationen dazu möchte die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses für Familie, Jugend, Senioren und Integration vorstellen. Diese findet am Donnerstag, 12. November, statt.
Wie Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Freitag auf Nachfrage von OA sagte, wurden die Ermittlungen in dieser Sache mittlerweile abgeschlossen. Demnach habe die Staatsanwaltschaft Köln wegen des Diebstahls im besonders schweren Fall sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung gegen insgesamt drei Personen Anklage erhoben. Als Angeschuldigte gelten ein 18-Jähriger sowie zwei 17-Jährige. Die Anklage ist beim zuständigen Amtsgericht Wipperfürth eingegangen, wie eine Mitarbeiterin des Gerichts gestern gegenüber OA bestätigt hat. Einen Eröffnungsbeschluss gibt es in dieser Sache aber noch nicht. Damit gibt es aktuell auch noch keinen Termin für eine mögliche Hauptverhandlung.
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