LOKALMIX
„Es geht um das Herz von Waldbröl“
Waldbröl – Symbolischer Spatenstich für das Wohnbauprojekt an der Bahnhofstraße – Die Investoren Roci aus der Marktstadt werden auch den Rest des Merkurareals entwickeln.
Von Lars Weber
Zuletzt ging es auf dem Merkurareal in Waldbröls Zentrum Schlag auf Schlag. Gerade erst wurde die Mobilstation an der Friedenstraße präsentiert, davor wurde schon der neue Radweg über das Areal in Beschlag genommen, ebenso wie der neue Veranstaltungsplatz und der große Spielplatz. Die städtischen, allesamt geförderten Projekte zeigten: Es tut sich was – und wie. Der einstige Schandfleck ist jedenfalls schon jetzt nicht wiederzuerkennen. Gerade der Spielplatz und der Radweg werden rege genutzt. Jetzt geht es auch bei der Bebauung rund um die neue Mitte los. Am Donnerstag haben Bürgermeisterin Larissa Weber gemeinsam mit den Investoren Mirdi und Bleron Roci den symbolischen ersten Spatenstich getan für das Bauprojekt an der Bahnhofstraße. Aber auch an den Plänen für die Bebauung für das mehr als 3.000 Quadratmeter große Areal zwischen der Nümbrechter Straße, der Kaiserstraße und dem Waldbrölbach wird schon eifrig gefeilt.
Weber und die Rocis freuten sich sehr, dass es nun zunächst an der Bahnhofstraße voran gehen wird. Die Bebauung auf dem Merkurareal sei ein wichtiges Projekt für die Marktstadt, betonte die Bürgermeisterin. „Es geht um das Herz von Waldbröl!“ Sie zeigte sich froh über das Engagement der Rocis, die Großprojekte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Bausektor anzugehen. Die Investitionen der Waldbröler Gruppe bleiben damit vor Ort. „Und die Menschen bekommen Wohnungen, die Waldbröl benötigt.“
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[Visualisierungen: R&R Invest/MX Architektur --- So sah die Planung des Gebäudes an der Bahnhofstraße aus, als die Investoren damit in die Öffentlichkeit gegangen sind.]
22 Wohnungen werden auf dem mehr als 1.000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bahnhofstraße und Veranstaltungsplatz entstehen. Sie sollen barrierefrei und rollstuhlgerecht sein. Mit Größen zwischen 65 und 85 Quadratmetern möchten die Rocis so einen guten Mix in das Gebäude bringen: Singles, Paare, ältere und jüngere Menschen. Zunächst werden alle Wohnungen zur Miete sein. „Sieben sind schon reserviert“, sagte Mirdi Roci im Rahmen des Spatenstichs. Die Holzfassade zum Merkurareal hin soll ein echter Blickfang werden. Zur Ausstattung gehört weiter eine Tiefgarage, die zum Aufgang zwischen Veranstaltungsplatz und Bahnhofstraße offen und belüftet sein wird.
Der Zeitplan sieht vor, dass bis Dezember der Rohbau fertig sein soll, sagte Bleron Roci, der Neffe von Mirdi Roci. Etwa in einem Jahr, Ende des Sommers 2027, soll der Einzug der ersten Mieter über die Bühne gehen, sagten die Investoren.
Wenn alles gut geht, können die Mieter dann zusehen, wie die Häuser gegenüber gebaut werden. Diese werden ebenso wie das Haus an der Bahnhofstraße geplant vom Büro MX Architektur. Dessen Konzept „Vom Park zur Stadt“ sieht ein modernes Quartier vor mit einer viergeschossigen Bebauung mit begrünten Fassaden. Ein besonderes Merkmal stellt das Erschließungssystem mit Laubengängen dar, die nicht nur funktional seien, sondern auch als Orte der Begegnung und Kommunikation dienen sollen. Darauf freuen sich die Rocis und die Bürgermeisterin besonders.
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[Die Architektur der Gebäude an der Kaiserstraße soll bewusst andere Elemente aufgreifen als das nun entstehende Haus an der Bahnhofstraße.]
Insgesamt sollen auf dem Areal 54 neue Wohnungen entstehen, die überwiegend barrierefrei beziehungsweise rollstuhlgerecht gestaltet sind. Im Erdgeschoss ist ein Nutzungsmix aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Gesundheitsangeboten vorgesehen. Unterhalb der Gebäude ist eine Tiefgarage geplant.
Aktuell werden Details der Planung geklärt, so Mirdi Roci. „Im Herbst sollen die Verträge dann dem Rat vorlegt werden“, führt Larissa Weber weiter aus. Mitte bis Ende 2027 könnte dann der Baustart erfolgen.
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