LOKALMIX
Engelskirchen hat jetzt einen „Zukunftsbahnhof“
Engelskirchen – Im Beisein des Christkinds wurde die Maßnahme von der Deutschen Bahn vorgestellt – Für mehr als eine halbe Million Euro gab es unter anderem Wetterschutzhäuschen und digitale Anzeigen – In den vergangenen Jahren hatten die Gemeinde und Go-Rheinland schon rund vier Millionen Euro in die Umlage investiert.
Von Lars Weber
Die sogenannte ganzheitliche Modernisierung des Engelskirchener Bahnhofs ist am heutigen Mittwoch im Beisein des Christkindes gefeiert worden. Damit darf sich der Bahnhof nun Zukunftsbahnhof nennen, wie Vertreter der Deutschen Bahn, Bürgermeister Lukas Miebach und Dr. Norbert Reinkober als Geschäftsführer von Go-Rheinland betonten. Das erdachte Konzept des Zukunftsbahnhofs zielt darauf ab, dass nicht nur der Bahnhof modernisiert wird, sondern Hand in Hand mit Kommunen gedacht auch die Umlage berücksichtigt und modernen Ansprüchen angepasst wird. Alles soll wie aus einem Guss sein. Nach Jahren der Arbeit am und um den Bahnhof ist nun alles fertig.
In den vergangenen Jahren ist dafür einiges passiert, worauf Miebach und Dr. Reinkober hinwiesen. Der Bahnhofsvorplatz, Park- und Ride-Parkplätze, die Mobilstation für Fahrräder – zusammen wurden rund vier Millionen Euro investiert. Hinzu kommt das finanzielle Engagement des Investors in das Bahnhofsgebäude. An all diese Vorarbeiten hat die Deutsche Bahn nun angedockt und in diesem Jahr auch dank Bundesmitteln mehr als eine halbe Million Euro für den Bahnhof in die Hand genommen.
Damit hat die DB eine moderne digitale Reisendeninformation installiert. Dank drei neuer Anzeigen können Reisende künftig die Informationen besser erfassen, weil die Schrift nicht durchläuft, die Auflösung höher und die Akustik besser ist, erklärte Michael Hundacker, stellvertretender Bahnhofsmanager der DB InfraGo für den Raum Köln/Bonn (Foto), auf dem Bahnsteig. Auch die Fahrpläne werden nicht mehr in Papier, sondern auf Monitoren angezeigt - per Knopfdruck werden die Informationen auch vorgelesen. Frische Farben und Anstriche an Stromkästen und Betonschalthäusern sorgten für eine angenehmere Atmosphäre. Darüber hinaus sind alle Schilder an der Station ausgetauscht worden.
Besonders freut es alle Beteiligten, dass es nun endlich nach langen Jahren der Diskussion überdachte Wartehäuschen auf dem Bahnsteig gibt. Das Problem sei stets die Breite des Steigs gewesen, so Hundacker. Er sei schlicht zu schmal gewesen – der Abstand zu den Schienen wäre zu gering gewesen und damit ein Sicherheitsrisiko entstanden. Dank einiger Richtlinienänderungen dürfen die Reisenden nun wettergeschützt auf die RB25 warten. Im Häuschen können sie sich anlehnen, eine Bank konnte aufgrund der Abstände nicht verbaut werden.
![]()
Sitzgelegenheiten finden sich dafür auch überdacht am Bahnübergang im neuen geräumigen Wetterschutzhäuschen. Hier weist der Engel am Dach ebenso auf die Heimat des Christkinds hin wie am Bahnsteig selbst ein Schild.
„Der Bahnhof in Engelskirchen ist inzwischen zu einem richtigen Vorzeigeprojekt für verknüpfte Mobilität geworden“, sagte Dr. Reinkober. „Ich bin dankbar, dass wir am und um den Bahnhof Engelskirchen gemeinsam so viel bewegen konnten“, ergänzte Bürgermeister Miebach.
KOMMENTARE
1
Was nützt ein Zukunftsbahnhof, wenn auf die Bahn kein Verlass ist?
Häufige Zugausfälle und regelmäßige Verspätungen motivieren die Reisenden das Auto zu nutzen.
2
Wenn ich noch regelmäßiger Bahnfahrer wäre (was ich leider aufgrund vieler Frusterlebnis mit der DB nicht mehr bin), käme ich mir vom Engelskirchener Zukunftsbahnhof reichlich auf den Arm genommen vor: Was selbstverständlich sein sollte (Wetterschutz, Sitzgelegenheit, Fahrplan, Radständer etc.) und schon immer war, wird hier als revolutionäre Neuerung gepriesen. Wir sagen wir Rheinländer? "Wind mit´m Riefkoche maache!" .. und dieser Riefkoche ist so was von groß!
Jörg, 04.12.2025, 07:48 Uhr3
Ist es die Zukunft unnötigerweise etwas gefährlicher zu machen als es sein müsste? Dieser tolle Zukunftsbahnhof sorgt dafür, dass die Fahrgäste aus Köln das Gleis direkt VOR dem ausfahrenden Zug überqueren müssen bevor dieser weiter in Richtung GM fährt. Mit etwas Gehirnschmalz kommt man vielleicht auf die Idee die Gleise der Züge für die Fahrtrichtungen einfach zu wechseln- dann überquert man hinter dem ausfahrenden Zug.... aber das wäre dann ja wieder ein neues Zukunftskonzept.
Lange, 04.12.2025, 11:03 Uhr4
Wie kann man das Kassenhaus ins frei setzen,und die Bänke auf dem Bahnsteig ohne überdachung anbringen,eine Fehlplanung hoch drei von hochbezahlte Architekten entworfen die kein Bahn fahren
Walter Henk, 05.12.2025, 20:52 Uhr5
Auch das Angebot für P&R ist so klein das macht alles keinen Spaß. Und Anbindungen mit Bus nach Lindlar und Umgebung ist dermaßen schlecht dass man doch nicht aufs Auto verzichten möchte, ich würde gern nur mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs sein, für Umwelt und Klima etwas tun. Doch kein Verlass auf die Bahn, zu viele Ausfälle bzw Verspätungen, es ist einfach traurig.
Vor 5 Wochen Fahrt nach Baden-Baden geplant hin ca 4,5 Std, tatsächlich ca. 8 Std, Rückfahrt ca. 5 Std, tatsächlich 10 Std.,, nein, das macht keine Freude mehr.
Donnerstag Termin in Köln, zum Glück erst geschaut dass ich pünktlich in Köln bin, oje, Schienenersatzverkehr, keine Züge aber toller Bahnhof,.....Nein, Katastrophe!
6
Zugausfälle, defekte oder nicht vorhandene Toilletten, Uringestank Unterführung Ründeroth, zu komplizierte Automaten, Züge die nur in Engelskirchen oder Frankfurter Strasse enden, überfüllte Züge, unnütze ELadestationen, kein später Zug aus GM Richtung Köln, die kriminellen Schmierereien der Plebs. Leute im Zug die besser irgendwo mal arbeiten gehen sollten. Was genau ist toll an der Bahn?
Dirk, 07.12.2025, 11:30 Uhr7
Sinnvoll wäre, wenn der Verkehr nicht 5 Minuten vor verschlossener Schranke stehen muss, bevor der Bummelzug eintrifft. DAS ist ein Undíng im digitalen Zeitalter.
Lukas, 08.12.2025, 13:29 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.