LOKALMIX

Eine Fahrradflunder am Freizeitpark

ks; 21.05.2022, 06:00 Uhr
Fotos: Gemeinde Lindlar --- Am Freizeitpark wurde eine Fahrradflunder aufgestellt.
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Eine Fahrradflunder am Freizeitpark

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ks; 21.05.2022, 06:00 Uhr
Lindlar – In Lindlar gibt es für Fahrräder neuerdings einen weiteren Abstellplatz.

Anfang April diskutierte Lindlars Politik im Klima- und Umweltausschuss noch darüber, ob und wie Fahrräder im Ortskern möglichst sicher abgestellt werden können und ob eine schnelle Lösung zum Abstellen von Rädern im Hinblick auf die geplanten Umbaumaßnahmen überhaupt angestrebt werden solle. Die Diskussion spielte sich im Ausschuss vor den Augen von Rolf Zimmermann ab, der als neuer Klimaschutzmanager der Gemeinde erstmals im Ausschuss zugegen war. Als möglichen Kompromiss brachte Zimmermann sogenannte Fahrradflundern ins Spiel (OA berichtete).

 

Und tatsächlich: seit gestern hat Lindlar eine Fahrradflunder. „Das war eine sehr spontane Aktion“, sagt Zimmermann, denn eigentlich waren die Flundern ob ihres hohen Preises vom Tisch. Doch dank einer Billigkeitsrichtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen für kommunale Klimaschutzinvestitionen, die während der Coronapandemie liegen geblieben seien, konnte jetzt doch noch eine Fahrradflunder zum Preis von 4.000 Euro angeschafft werden. Von der Beantragung bis zur Zusage der Fördermittel vergingen nur drei Tage. „Es gab kein kompliziertes Antragsverfahren und die Anschaffung kostet die Gemeinde faktisch nichts“, so der Klimaschutzmanager.

 

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Am Mittwoch ist die Fahrradflunder bestellt worden, aufgestellt worden ist sie bereits Freitagmorgen gegen 8 Uhr. Die Flunder ist 400 Kilogramm schwer, 480 Zentimeter lang und passt damit auf einen durchschnittlichen PKW-Parkplatz. „Das ist das geniale an der Fietsvlonder: kein Eingriff in den Boden ist nötig, kein Beton muss aushärten. Schneller lässt sich kein vergleichbarer Fahrradständer aufstellen“, freut sich Zimmermann.

 

An fünf Anlehnbügeln können nun am Freizeitpark zehn Räder gut und sicher abgestellt werden. So soll die kurzfristig organisierte Anschaffung zur Entlastung des Parkdrucks beitragen. Zimmermann ist überzeugt, dass die Gemeinde Lindlar damit einen besonderen „Fisch“ an Land gezogen hat. Ihm ist im Oberbergischen Kreis bislang keine Nutzung einer solchen Plattform bekannt. Vermutlich ist Aachen die räumlich nächste Kommune, in der Flundern keinen mehr wundern.

 

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