LOKALMIX
"Eine Burg der Rückbesinnung"
Gummersbach - In Nochen wurde das Leader-Projekt „Meditationskirche“ vorgestellt - Alle Menschen sind unabhängig ihres Glaubens willkommen.
Von Leif Schmittgen
Es ist ein im Oberbergischen wohl einmaliges Projekt, das jetzt in Gummersbach-Nochen vorgestellt wurde. Unter dem Motto „Meditationskiche“ sind Menschen zur Entspannung in die Kirche St. Hedwig eingeladen. Gefördert wird das vor rund zwei Jahren angestoßene Vorhaben über das Leader-Programm. Rund 25.000 Euro (65 Prozent) gab es dafür nach erfolgreicher Bewerbung, die restlichen knapp 13.000 Euro steuerten Handwerksfirmen, Privatpersonen und die Kirchengemeinde St. Mariä Heimsuchung aus Marienheide, zu der die Pfarrei gehört, bei. Dafür wurde ein Computer samt Licht- und Audioanlage angeschafft.
„Hier ist eine Burg der Rückbesinnung entstanden“, sagte Landrat Jochen Hagt und dankte den Ehrenamtlern für die geleistete Arbeit. Federführend beteiligt war die Koordinatorin Ingrid Wilke, die das Projekt im Detail vorstellte. Über einen Touchscreen können Besucher Kurzandachten, Meditationen, Geschichten und Musikstücke auswählen. Diese werden dezent mit einem farbigen Lichterspiel untermalt. „Wichtig war es uns, die LED-Lampen nicht zu grell erstrahlen zu lassen, denn hier sollen das Wort und die Musik im Vordergrund stehen“, so Wilke. Durch regelmäßige Updates der Herstellerfirma „Mediaki“ werden die Beiträge je nach Jahreszeit oder Anlass aktualisiert. Die alten Lautsprecher waren zur modernen Technik nicht kompatibel, weshalb eine moderne Tonanlage in der Kirche installiert wurde.
Wilke dankte der Leader-Regionalmanagerin Heike Brand, dass sie während des Verfahrens jederzeit beratend zur Seite stand, und freute sich zudem, dass die Koordination mit den Handwerkern trotz knapper Fristen hervorragend funktioniert habe. Warum der Standort zum Innehalten ideal ist, erläuterte Kreisumweltdezernent Frank Herhaus, der zugleich Vorsitzender des Leader-Trägervereins ist: "Die Kirchenburg ist ruhig gelegen und trotzdem gut erreichbar." Bereits seit einigen Jahren wird die Meditation dort in Gottesdiensten thematisiert und
und Pater Francis Antony freute sich bei der Segnung der neuen Anlage, dass diese künftig auch in die Messen mit einbezogen werde. Einige Gruppen haben sich bereits angemeldet. Von allen Menschen - unabhängig des Glaubens oder der Religion - kann ab sofort täglich von 10 bis 18 Uhr ohne Voranmeldung im Gotteshaus meditiert werden.
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