LOKALMIX

Der Spieß geht von Bord

Red; 09.06.2026, 14:14 Uhr
Fotos: Obergefreiter Jörg Helmut Franzel --- Oberstleutnant Thomas Meier (li.) bedankt sich bei Oberstabsfeldwebel Kesehage für die geleisteten Dienste.
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Der Spieß geht von Bord

Red; 09.06.2026, 14:14 Uhr
Oberberg - Oberstabsfeldwebel Peter Kesehage wurde aus dem Kreisverbindungskommando des Oberbergischen Kreises verabschiedet.

Mit 65 ist endgültig Schluss; dieser nahezu eherne Grundsatz gilt für alle Soldaten der Bundeswehr – auch für Reservisten. Und so ist es dann auch ein Auftrag für alle Einheiten und Verbände der Streitkräfte, verdienten Kameraden einen ehrenvollen Abschied zu bereiten. Im Sinne dieses Auftrages wurde nun Oberstabsfeldwebel Peter Kesehage im Rahmen einer dienstlichen Veranstaltung aus dem Kreisverbindungskommando des Oberbergischen Kreises (KVK OBK) verabschiedet, wie es in einer Mitteilung heißt.

 

1982 trat Kesehage als Soldat auf Zeit für zwölf Jahre in die Bundeswehr Zeit ein. Seine militärische Karriere führte ihn vom Wachbataillon in Siegburg über das Amt für Studien und Übungen in Bergisch Gladbach nach Wuppertal zum damaligen Pionierbataillon 800. Hier ergriff er dann auch die bereitgestellte Möglichkeit, sich an der Fachschule der Bundeswehr in Vorbereitung auf einen späteren Zivilberuf zum Handwerksmeister ausbilden zu lassen. Kurz vor Ende seiner Dienstzeit wurde Kesehage an die Stammdienststelle des Heeres nach Köln versetzt, wo er dann 1994 aus dem aktiven Dienst ausschied.

 

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Doch er blieb der Bundeswehr und der Pioniertruppe weiterhin treu und brachte sich als beorderter Reservist während zahlreicher Übungen in die Truppe ein. Seine Beorderungen führten ihn über Emden, Husum, wo er erstmals auf den Dienstposten eines Kompaniefeldwebels im Pionierregiment 164 berufen wurde, weiter über Gera bis Prenzlau. 2007 dann wurde er mit der Aufstellung der Kreisverbindungskommandos zum KVK OBK in seine Oberbergische Heimat zunächst als Verbindungsfeldwebel beordert. Aufgrund des Auftrages der KVK ist dort der Dienstposten eines Kompaniefeldwebels, also Spießes nicht eingeplant, gleichwohl fallen die Aufgaben eines Spießes dort an und so wurde Oberstabsfeldwebel Kesehage auf Grund seiner Eignung mit diesen Aufgaben betraut.

 

Auch wenn es sich bei den Soldaten des KVK ausnahmslos um Reservisten aus dem Kreisbereich handelt, sind die Aufgaben für einen Spieß die gleichen, wie in einer aktiven Kompanie. Im Auftrag des Leiters obliegt ihm das Personalwesen, der Innendienst, die Verpflegung der Soldaten und die Obacht auf die militärische Ordnung. Eben diese Aufgaben hat der Oberstabsfeldwebel Kesehage in den vergangenen 19 Jahren während unzähliger Reserveübungen und dienstlichen Veranstaltungen mit großem persönlichem Einsatz ausgeführt. 

 

[Das Kreisverbindungskommando und Gäste mit dem „Spieß-Fahrzeug".]

 

Am Tag seiner Verabschiedung wurde Kesehage mittels einem historischen Spieß-Fahrzeug an seinem Heimatwohnort in Oberbantenberg abgeholt und nach Gimborn in den Schlosshof gefahren. Dort nahm der Leiter des KVK OBK, Oberstleutnant Thomas Meier, die Außerdienststellung des Oberstabsfeldwebel Kesehage in einem militärischen Zeremoniellen und in Anwesenheit von Vertretern der Zivilen Kreisverwaltung vor.

 

Langweilig wird ihm aber nicht werden. Neben seinem Zivilberuf als Werkstattleiter der Universität zu Köln hat er zahlreiche Ehrenämter und Funktionen, sei es in der freiwilligen Feuerwehr, im Heimatverein Oberbantenberg oder als Ratsherr im Wiehler Stadtrat.

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