LOKALMIX

GTC: „Der einzige Vermieter, der sich über den Auszug freut“

ls; 12.09.2026, 11:00 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen --- Susanne Roll begrüßte zur Geburtstagsfeier die Gastredner Dr. Christian Nettersheim (v. li.), Raoul Halding-Hoppenheit und Dr. Johannes Velling.
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GTC: „Der einzige Vermieter, der sich über den Auszug freut“

ls; 12.09.2026, 11:00 Uhr
Gummersbach – Heute wurde der 30. Geburtstag des Gründer- und TechnolgieCentrums mit vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und auch ehemaligen Weggefährten gefeiert – Über 230 Unternehmensgründungen begleitet.

Von Leif Schmittgen

 

Jubiläen werden eigentlich groß gefeiert: Das 25-Jährige des Gründer- und Technologiezentrums (GTC) aber fiel in die Coronapandemie und wurde deshalb in sehr überschaubarem Rahmen begangen. Umso größer war der Andrang von Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, von Freunden und ehemaligen Weggefährten bei der gestrigen (Nachhol-)Feier zum 30. Geburtstag in den eigenen Räumen in Gummersbach-Windhagen. Geschäftsführerin Susanne Roll schüttelte am Eingang die Hände zahlreicher amtierender und ehemaliger Bürgermeister aus dem Oberbergischen, Vertretern des Kooperationspartners Technische Hochschule (TH) und Gästen des Landesministeriums aus Düsseldorf sowie der Kölner Bezirksregierung.

 

Den Aufschlag in der Rednerliste machte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubauer per Videobotschaft. Sie war persönlich verhindert, überbrachte aber digital die besten Glückwünsche und hatte vonseiten des Ministeriums Dr. Johannes Velling in die Kreisstadt entsandt, der persönlich eine Laudatio hielt. „Zu Zeiten der Gründung wurden Businesspläne noch mit Windows 95 verfasst, Google oder gar KI waren Fremdwörter“, blickte Velling zurück. Im Laufe der Jahre hätten sich die Anforderungen stark verändert und weiterentwickelt.

 

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„Sie sind jung geblieben und haben ziemlich viel Erfahrung“, so der Redner. „Über 230 Unternehmen haben hier ihre Wurzeln und sie sind der einzige Mieter, der sich über den Auszug freut“, sagte Velling schmunzelnd. Denn die Nachricht, dass man zu groß für das Raumangebot im GTC geworden sei, spreche für ein erfolgreiches Start-up. Schließlich erinnerte er an den Gründungstag, den 5. September 1996, im Beisein des damaligen NRW-Wirtschaftsministers Wolfgang Clement und lobte den Wirtschaftsrat der Stadt Gummersbach für die Gründungsidee, die drei Jahre zuvor geboren wurde.

 

 

Inzwischen ist nicht mehr nur die Stadt Teilhaber des GTC, sondern auch die übrigen oberbergischen Kommunen und der Kreis selbst. Diese Art der kommunalen Zusammenarbeit hob der stellvertretende Regierungspräsident Dr. Christian Nettersheim während seiner Ansprache hervor. Dass diese besonders gut funktioniere, sei auch anderswo im Land zu sehen. Damals aber gehörte die Kooperation zu den ersten im Land. „Sie sorgen dafür, dass Gründer sich um ihre Idee und Finanzierung kümmern können“, lobte Nettersheim. Um alles andere wie Räumlichkeiten, Möbel und vor allem aber Kontakte kümmere sich das GTC. Dazu gehören Branchen wie Technik, Metallverarbeitung und Kunststoffindustrie. „Dadurch sind sie nicht nur Vermieter, sondern verkürzen auch Wege“, so der Vize-RP.

 

 

Eine weitere, aus seiner Sicht beeindruckende Zahl, die das GTC hervorgebracht hat, präsentierte Gummersbachs Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit, der zahlreiche seiner oberbergischen Amtskollegen begrüßte. „Deutlich über 100 Millionen Euro der eingangs genannten 230 Unternehmen sind in die Kommunen zurückgeflossen“, meinte Halding-Hoppenheit und lobte zudem die Pionierleistung des damaligen Wirtschaftsrates im Jahr 1993 für die Weichenstellung der heutigen Unternehmung. Diese arbeite nahezu verlustfrei. Inzwischen sei das GTC in vielen Bereichen zertifiziert und für die kommenden 30 Jahre  bestens vernetzt und aufgestellt. 

 

 

Schließlich griff Geschäftsführerin Susanne Roll, seit 2003 im Amt, zum Mikrofon und dankte den vielen bisherigen Mietern für den Mut und das entgegengebrachte Vertrauen. „Hier stecken viele Geschichten von Gründern in den Wänden, die mit einer Vision gestartet sind. Sie halten diesen Ort mit Höhen, Tiefen und Erfolgsmomenten am Leben“, sagte sie in Richtung der vielen anwesenden „Ehemaligen“. Die Gäste nutzten anschließend die Chance, ihre Netzwerke und Kontakte ganz im Sinne der Einrichtung bei Gesprächen zu vertiefen.

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