LOKALMIX

Das Museum erwartet Zuwachs

ls; 07.03.2026, 06:00 Uhr
Fotos: Robert Mehl/LVR --- Mit einer Plane wurde das historische Haus vor der winterlichen Witterung geschützt.
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Das Museum erwartet Zuwachs

ls; 07.03.2026, 06:00 Uhr
Lindlar – Förderverein des LVR-Freilichtmuseums ermöglicht den Ab- und Aufbau eines Fachwerkhauses aus dem Jahr 1756 – Transport wird aus Betzdorf-Scheuerfeld organisiert – Saisonstart am 29. März.

Von Leif Schmittgen

 

Das LVR-Freilichtmuseum in Lindlar erwartet Zuwachs: In Betzdorf-Scheuerfeld steht ein Fachwerkhaus aus dem Jahre 1756, es soll schon bald auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut werden. Ein Unterfangen, welches einige Jahre Zeit in Anspruch nehmen wird, weiß Architekt und Museumsbauleiter Robert Mehl. Spätestens 2030 aber soll das historische Gemäuer für die Besucher zugänglich sein.

 

 

Das Besondere: Im Keller befand sich ein Stall. Die Körperwärme der Tiere trug zum Beheizen des Hauses bei. Dieser soll – möglichst detailgetreu – auf dem Gelände modelliert werden. „Das Gebäude zeigt den Übergang von bäuerlicher in die frühindustrielle Kultur“, schwärmt der Architekt über seinen „Neuzugang“.

 

Saisonstart im Museum

 

Am Sonntag, 29. März, wird im LVR Freilichtmuseum Lindlar von 10 bis 18 Uhr der Saisonstart gefeiert. Mit vielen Handwerksvorführungen, Aktionen und einem Mitmachprogramm für Kinder. Der Eintritt für Erwachsene kostet 10 Euro, Kinder frei.

 

Seit 1985 ist das Gebäude unbewohnt. Um es vor dem Verfall zu retten, wurde es im Dezember mit einer 20 × 25 Meter großen Plane abgedeckt. Später soll ein weiteres „Zelt“ die Anwohner vor den Rückbauarbeiten schützen. Ein Großteil wird noch vor Ort in dem rund 80 Kilometer von Lindlar entfernten Betzdorfer Ortsteil in Rheinland-Pfalz zerlegt. Ein Schwerttransport wird für den Umzug nicht nötig sein. Denn die Bauteile sind laut Architekt höchstens 2x2 Meter groß und werden mit einem 7,5-Tonner ins Oberbergische transportiert. Dort werden sie zunächst eingelagert. Im Sommer sollen die Arbeiten starten, der Transport dann im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Rund 400.000 Euro Gesamtkosten rechnet Mehl für den Ab- und Aufbau, finanziert durch den laut Museumsbauleiter sehr mitgliederstarken und dadurch liquiden Förderverein.

 

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„1.700 Mitglieder versetzen uns im Vergleich zu einigen Mitbewerbern in eine komfortable Lage“, meint Mehl. Seit 17 Jahren hatte die Eigentümerin bei diversen Museen angefragt, seit acht Jahren gab es Gespräche mit dem LVR-Museum in Lindlar. Aufgebaut werden soll das 21×9×10 Meter große Fachwerkhaus etwa 100 Meter vom Nordtor entfernt, an der Kreuzung nahe des Modell-Ackers.

 

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