LOKALMIX
Das EIAB wird deutlich größer
Waldbröl – Seit vergangenem Jahr laufen die Bauarbeiten zum Erweiterungsbau.
Das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) erweitert sein Gebäude im Waldbröler Königsbornpark um einen Anbau mit zwei neuen Meditationshallen. Auf Einladung des Instituts besuchte Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber die Mönche und Nonnen des EIAB und ließ sich den aktuellen Stand der Bauarbeiten sowie die Planungen für die neue Halle vorstellen, teilt die Verwaltung mit.
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Bereits 2008 wurde von Zen-Meister Thich Nhat Hanh (Thây) bei dem Erwerb des Gebäudes von der Bundeswehr der Plan gefasst, eine Meditationshalle zu bauen. Mit teilweise mehr als 1.200 Teilnehmern bei den angebotenen Retreat-Maßnahmen war die Kapazität des Bestandsgebäudes bereits damals überfordert. Nach 17 Jahren Planungszeit mit zahlreichen denkmalschutzrechtlichen, generellen baurechtlichen Schwierigkeiten sowie der Coronakrise, dem noch herrschenden Ukraine-Krieg und zuletzt dem Tod des Zen-Meisters Thây, wurde der Bau im vergangenen Jahr begonnen. Zu Ehren des früheren Zen-Meisters soll die Halle auch zukünftig seinen Namen tragen: „Zen-Meister Thich Nhat Hanh Große Halle des Friedens“.
Die künftige Halle ist dabei nicht nur als zweistöckiges Gebäude geplant, sondern auch als physische Verkörperung dreier großer Mahayana-Sutras, die Thâys Lehren zugrunde liegen: das Diamant-, das Lotus- und das Avatamsaka-Sutra („Blumenschmuck“). Beide Ebenen haben einen ununterbrochenen Raum von mehr als 900 Quadratmetern, welcher aufgrund der raumhohen Fenster in alle Richtungen unendlich wirken soll. Der Zugang zur Halle soll über das Foyer des Instituts sowie über den Alten Krankenhausweg auf der Rückseite des Gebäudes erfolgen.