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Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Freitag

Red; 16.10.2020, 17:20 Uhr
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Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Freitag

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Red; 16.10.2020, 17:20 Uhr
Oberberg - OA hält die Leser über die Neuigkeiten auf dem Laufenden - Neue Fälle in Einrichtungen - Ministerpräsident Armin Laschet äußert sich zur Corona-Lage in NRW (AKTUALISIERT).

Laborbestätigte Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen (Freitag, 17:15 Uhr)

 

In der Pflegeeinrichtung Haus Hohenfels in Engelskirchen gibt es einen laborbestätigten SARS-CoV-2-Fall, teilt der Kreis mit. Das Gesundheitsamt ordnet für das betroffene Personal und die Bewohner der Einrichtung Quarantäne an. Der Oberbergische Kreis hat eine Allgemeinverfügung für die Bewohner der Einrichtung veröffentlicht.

 

Auch im Evangelischen Familienzentrum Gummersbach-Niederseßmar gibt es einen laborbestätigten SARS-CoV-2-Fall. Der Oberbergische Kreis hat ebenfalls eine Allgemeinverfügung für die betroffene Gruppe der Einrichtung veröffentlicht (obk.de/oebs). Die Kindertagesstätte wird bis einschließlich 21. Oktober geschlossen. Die Wiederöffnung erfolgt in Abhängigkeit noch ausstehender Testergebnisse.

 

Im Wüllenweber-Gymnasium in Bergneustadt gibt es ebenfalls einen neuen Coronafall. Die Betroffenen  werden in freiwillige häusliche Isolation geschickt. Weitere Kontaktpersonen werden ermittelt. Das Gesundheitsamt nimmt Kontakt mit den betroffenenMenschen auf, um die individuelle Risikoeinschätzung vorzunehmen und die weiteren Maßnahmen mit ihnen zu besprechen.

 

Ministerpräsident Laschet äußert sich zur aktuellen Corona-Lage (Freitag, 16 Uhr)

 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat heute in einer Pressekonferenz in Düsseldorf die seit Sonntag gültigen Maßnahmen verteidigt. „Noch haben wir die Chance zu verhindern, dass es überfüllte Krankenhäuser gibt. Aber dafür sind jetzt Maßnahmen erforderlich“, sagte der Politiker. Es gehe im Umgang mit der Pandemie ums Ganze: „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das Virus weniger gefährlich ist als in den vergangenen Monaten." Ein neuerlicher Lockdown müsse aber unbedingt verhindert werden.

 

Die Gesundheitsämter in NRW kämen angesichts besorgniserregender Zahlen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Auch die Zahl der schweren Krankheitsverläufe habe in den letzten Tagen stark zugenommen. „Wir müssen die Kontrolle über den Verlauf der Pandemie behalten“, bereitet ihm der Blick in die europäischen Nachbarländer Sorgen. Entsprechend habe das Kabinett am Sonntag fünf zentrale Punkte durch einen Erlass verabschiedet und für eine Nachschärfung und Vereinheitlichung der Regeln in Hotspots gesorgt. Das sogenannte Ampelsystem mit den Schwellenwerten 35 und 50 wurde auch auf der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch übernommen.

 

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Der Erlass wurde nach Gesprächen mit Bürgermeistern und Landräten heute in eine Verordnung umgesetzt, die ab Mitternacht gilt. Anders als auf Bundesebene bleiben die Maßnahmen in NRW teilweise sogar härter: Ab der 50er-Schwelle dürfen sich maximal fünf Personen oder zwei Haushalte treffen. Von 18 Millionen Menschen in NRW würden mittlerweile 13 Millionen in einem Risikogebiet leben, sagte Laschet – der Oberbergische Kreis gehört aktuell mit einem Inzidenz-Wert von 29,8 nicht dazu. Sperrstunden für Gastronomie und Untersagung von Alkoholverkauf ab 22 Uhr betreffen derzeit vor allem Ballungsräume. „Private Feiern müssen jetzt auf das Notwendigste beschränkt werden“, sprach Laschet von einem Vierklang: Kontakte reduzieren, Kontaktnachverfolgung stärken, Risikogruppen schützen und Durchsetzung der Regeln forcieren.

 

Maskenpflicht an der frischen Luft werde es aber nur an Orten geben, an denen Abstände nicht eingehalten werden können - beispielsweise Fußgängerzonen - zuständig sind hierfür die einzelnen Kommunen. Der Ministerpräsident begrüßte zudem, dass immer mehr Bundesländer das Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten fallen lassen, da dies eine wichtige Entlastung der Corona-Testkapazitäten bedeute. Für Altenheime gibt es ebenfalls eine neue bundesweite Teststrategie. Im Monat stehen den Einrichtungen für jeden Bewohner 20 Schnelltests zur Verfügung. „Diese Strategie wird einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit beitragen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

 

 

Zwölf neue Fälle, Einsatz der Bundeswehr-Soldaten verlängert (Freitag, 12:55 Uhr)

 

Wie die Kreisverwaltung bekanntgab, wurden seit gestern zwölf weitere Neuinfektionen gemeldet. Damit sind im Oberbergischen Kreis seit Beginn der Pandemie 1.048 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Aktuell gibt es 134 laborbestätigte Fälle, sieben Menschen werden derzeit stationär in hiesigen Krankenhäusern behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz im Oberbergischen ist im Vergleich zu gestern unverändert geblieben.

 

Seit Mitte September unterstützen zehn Soldaten des Streitkräfteamtes Bonn das Kreis-Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontaktperson. Der dritte Hilfeleistungsantrag wurde nun bewilligt, die Soldaten helfen bis zum 30. Oktober weiter aus. „Ziel der aufwendigen Umgebungsuntersuchungen ist, alle relevanten Kontaktpersonen von laborbestätigten SARSCoV-2-Fällen zu ermitteln und über die erforderlichen Maßnahmen zu informieren“, teilte der Kreis mit.

 

Die Lage im Oberbergischen (Stand: Freitag, 16. Oktober/0 Uhr)

(in Klammern: Veränderung zu Donnerstag, 15. Oktober/0 Uhr)

 

7-Tage-Inzidenz: 29,8 (=)

Laborbestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie: 1.048 (+12)

Aktuell positiv getestet (in angeordneter Quarantäne): 134 (+3)

Bereits genesen und aus Quarantäne entlassen: 895 (+9)

Verstorben: 19 (=)

Kontaktpersonen ersten Grades in angeordneter Quarantäne: 542 (+11)

Kontaktpersonen zweiten Grades in vorsorglicher häuslicher Isolation: 26 (-14)

 

Anzahl der laborbestätigten Fälle in den Kommunen

Bergneustadt: 4

Engelskirchen: 8

Gummersbach: 29

Hückeswagen: 1

Lindlar: 28

Marienheide: 5

Morsbach: 1

Nümbrecht: 7

Radevormwald: 12

Reichshof: 3

Waldbröl: 14

Wiehl: 13

Wipperfürth: 8

Adressermittlung läuft: 1

 

Weitere Informationen: www.obk.de/coronavirus

 

Verlauf des Infektionsgeschehens im Oberbergischen Kreis: www.obk.de/coronazahlen

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