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Blauzungenkrankheit: Oberberg liegt komplett in Restriktionszone
Oberberg - In der Städteregion Aachen hatte sich ein Verdacht bestätigt - Tierhalter müssen einiges beachten.
Bei einem Kalb in Herzogenrath in der Städteregion Aachen ist der Nachweis der Blauzungenkrankheit (BTV-8) durch das Friedrich-Löffler-Institut amtlich bestätigt worden. Mit diesem Nachweis vergrößert sich aufgrund des Ausbruchs die in NRW bereits bestehende Restriktionszone. Diese Zone wurde im November des vergangenen Jahres im 150 Kilometer-Radius um den Ausbruch im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz gebildet. Seitdem liegen bereits Teile des Oberbergischen in der Zone. Durch den bestätigten Ausbruch bei Aachen liegt Oberberg nun aber komplett in dieser Zone, wie der Kreis mitteilt.
Für empfängliche Tiere (Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen, Wildwiederkäuer und Kameliden) sind demnach zusätzliche Verbringungsbedingungen im Hinblick auf BTV-8 zu erfüllen. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung NRW.
Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut
verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Daneben sind auch Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuer empfänglich. Sie tritt in mehreren Varianten auf. In den vergangenen zwei Jahren führte die Verbreitung des BTV-Typ 3 zu erheblichen Verlusten in Schaf- und Rinderbeständen. Die Blauzungenkrankheit wird nicht von Tier zu Tier, sondern von infizierten Stechmücken, sogenannte Gnitzen, auf Wiederkäuer übertragen. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen ungefährlich.
„Um Tiere vor schweren klinischen Erkrankungen zu schützen und auch um Handelshemmnisse zu vermeiden, empfehle ich empfängliche Tiere jetzt gegen BTV-8 impfen zu lassen. Es stehen gute wirksame und zugelassene Impfstoffe zur Verfügung“, teilt Monika Meyer-Schoppmann Amtsleiterin vom Veterinäramt des Oberbergischen Kreises mit.
Weitere Informationen finden Interessierte hier. Für Fragen steht das
Veterinär - und Lebensmittelüberwachungsamt des Oberbergischen Kreises per E-Mail oder unter Tel.: 02261/88 39 19 zur Verfügung.