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Übernahme: Bei den Bergischen Edelstahlwerken geht es weiter
Engelskirchen - Unternehmen wurde von einem strategischen deutschen Privatinvestor übernommen - 100 Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Nach der Insolvenz Anfang des Jahres ist die Suche nach einem neuen Investor für die Bergischen Edelstahlwerke erfolgreich gewesen. Laut einer Mitteilung der Firma ist das Unternehmen von einem strategischen deutschen Privatinvestor übernommen worden und firmiert künftig unter der Saxum Beteiligungsgesellschaft. Die Marke Bergische Edelstahlwerke bleibt aber erhalten. Nur noch der Gläubigerausschuss müsse den Kaufvertrag formal genehmigen.
"Mit dieser Übernahme werden der Standort sowie zahlreiche Arbeitsplätze in der deutschen Stahlindustrie nachhaltig gesichert", heißt es weiter. Auf Nachfrage gibt Insolvenzverwalter Dr. Martin Plappert Auskunft, dass man mit 134 Arbeitnehmern im Februar in die vorläufige Insolvenz gestartet sei. Im Mai habe man einigen Arbeitnehmern betriebsbedingt kündigen müssen. Zudem gab es Eigenkündigungen. Erhalten bleiben nun 100 Arbeitsplätze.
In der Mitteilung heißt es weiter, dass mit dem Deal bereits erste wichtige Investitionen freigegeben worden seien, die in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt werden. "Damit setzen wir ein klares Zeichen für Wachstum, Modernisierung und die langfristige Entwicklung unseres Unternehmens - und zugleich ein starkes Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland." Bedankt wird sich vor allem bei den Mitarbeitern, die "in den vergangenen Monaten unermüdlich für unseren Standort gekämpft, an das Unternehmen geglaubt und mit außergewöhnlichem Einsatz, Loyalität und großem Durchhaltevermögen ihren Beitrag dazu geleistet, dass wir heute gemeinsam diesen wichtigen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft gehen können".
Das Unternehmen dankt zudem allen, die an dem Prozess in den vergangenen Monaten beteiligt waren, vom Insolvenzverwalter über den Kunden und Lieferanten und Partnern bis zur IG Metall. "Gemeinsam konnten tragfähige Vereinbarungen geschaffen werden, die den Fortbestand und die Zukunft des Unternehmens sichern."
Die zukünftige Geschäftsführung übernehmen Lidija Pavlicic und Andreas Dick. Das Unternehmen sei bereit für den nächsten Schritt: "mit Zuversicht, Investitionen und einer klaren Zukunftsstrategie. Wir sind da. Wir machen weiter. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft".
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