LOKALMIX
92 Wohnungen am Entrée zur Stadt
Gummersbach - Landrat Klaus Grootens übergab heute Fördermittel in Höhe von 6,7 Millionen Euro an die Investoren der ehemaligen Tapetenfabrik P&S.
Von Leif Schmittgen
Der ehemaligen Tapetenfabrik P&S wird neues Leben eingehaucht. Bis Ende kommenden Jahres entstehen auf der Industriebrache an der Kaiserstraße in Gummersbach insgesamt 92 Wohnungen, von denen 31 sozial gefördert werden und zu Preisen zwischen 6,65 Euro und 7,70 Euro pro Quadratmeter an Menschen mit Wohnberechtigungsschein im Bestandsbau vermietet werden. Einen entsprechenden Fördermittelbescheid über 6,7 Millionen Euro für die 31 Wohneinheiten übergab Landrat Klaus Grootens heute Morgen im Beisein von Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und Kreisbauamtsleiter Michael Starck an die Investoren Julia Leuker und Patrick Deyerl von „Kaiser 90 Immobilien“. Dies ist seit Jahrzehnten die höchste Fördersumme, mit der ein Mietwohnungsprojekt durch die hiesige Bewilligungsbehörde gefördert wurde.
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Das Geschwisterpaar investiert insgesamt rund 15 Millionen Euro auf dem Gelände. Privat finanziert werden südlich 61 weitere Neubau-Einheiten, die teils vermietet oder als Eigentumswohnungen vermarktet werden. Die Abrissarbeiten des Gebäudetrakts sind im vergangenen Jahr erfolgt. Die Wohnungen werden eine Größe zwischen 35 und 125 Quadratmetern haben. Im Neubau wird zudem eine zweigeschossige Tiefgarage realisiert.
Durch Zufall waren die Unternehmer aus Soest an die Immobilie in der Kreisstadt geraten. „Die Lage am Entrée zur City ist für uns ideal, die Innenstadt ist fußläufig erreichbar und Bushaltestellen haben wir direkt vor der Haustür“, schwärmte Deyerl. Die aus Steuergeldern finanzierten Wohnungsbau-Fördermittel des Landes NRW sind kein Geschenk, wie der Landrat erklärte: „Es handelt sich um ein Darlehen mit günstigen 0,5 Prozent Zinsen“, so Grootens. Dafür verpflichtet sich "Kaiser 90 Immobilien", die Objekte über einen Zeitraum von 30 Jahren zu bewirtschaften. Der Bürgermeister freut sich in Zeiten gestiegener Zinsen und Baukosten über den Mut des Geschwisterpaares zu investieren.
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Ist die aktuelle Maßnahme umgesetzt, steht eventuell gleich das nächste Großprojekt an: Auf dem gegenüberliegenden, ehemaligen Mitarbeiterparkplatz der 2018 insolvent gegangenen Firma P&S könnte nach derzeitigem Stand ein Ärztehaus gebaut werden. „Die Planungen hierzu sind aber noch nicht abgeschlossen“, hielt sich Leuker auch andere Nutzungsmöglichkeiten offen. Auch wenn das Geschwisterpaar nicht aus den Region stammt, setzt es bei der Vergabe auf regionale Handwerksbetriebe. „Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht“, meinte Deyerl.

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