LOKALMIX

„Man muss nur an den nächsten Hang gehen, um etwas gegen den Klimawandel zu tun“

pra; 27.11.2025, 06:00 Uhr
Fotos: Peter Notbohm ---- 35 Mitarbeiter der Firma Kampf in Wiehl-Faulmert pflanzten am Mittwoch gemeinsam mit Firmen-Nachhaltigkeitsmanager Tim Kemper (r.) 1.000 Bäume für den Wald der Zukunft.
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„Man muss nur an den nächsten Hang gehen, um etwas gegen den Klimawandel zu tun“

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pra; 27.11.2025, 06:00 Uhr
Wiehl - Mitarbeiter der Firma Kampf wollen dem Wald wieder auf die Beine helfen - Dafür wurden 1.000 Setzlinge in Faulmert eingepflanzt.

Von Paula Kottmann

 

Ein Wald ist nur zukunftsfähig, wenn er den Umweltbedingungen angepasst ist. Aus diesem Grund pflanzten am Mittwochvormittag 35 Mitarbeiter der Wiehler Firma Kampf gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW 1.000 Laubbäume in einem Wald in Wiehl-Faulmert. Vertreter der Institutionen und mehrere Kampf-Mitarbeiter setzten auf einer 1,5 Hektar großen Fläche am Firmenstandort Traubeneichen, Hainbuchen, Rotbuchen, Esskastanien und Lärchen ein - alles im Sinne der biologischen Vielfalt.

 

Die Kosten für die Pflanzaktion wurden dabei komplett von der Firma übernommen und gehören laut Nachhaltigkeitsmanager Tim Kemper zu den Corporate Social Responsibility-Maßnahmen (CSR) des Wiehler Unternehmens. „Damit leisten wir unseren gesellschaftlichen Beitrag für die Umwelt in der Region. Wir haben das große Glück, dass wir das direkt am Standort machen können.“ Die Pflanzaktion ist eine von insgesamt drei, nachdem schon im Vorjahr eine durchgeführt wurde. Am heutigen Donnerstag findet eine weitere am Werksstandort in Dohr (Rheinland-Pfalz) statt. Dann habe man insgesamt 2.500 Bäume gepflanzt. 55 Mitarbeiter wurden für die beiden Tage freigestellt, um mit anzupacken.

 

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Schädlinge wie der Borkenkäfer zeigten, dass eine Monokultur leicht angreifbar ist. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) setzt sich aus diesem Grund für Mischwälder ein, die auch angesichts des fortschreitenden Klimawandels unabdingbar sind. Die SDW kümmert sich um den Erhalt des Waldes und die Umweltbildung. „Damit die Leute den Wald schätzen und schützen lernen. Wir wollen die Menschen damit einbeziehen, ihre Heimat mitzugestalten“, so Sören Pollmann vom SDW-Bundesverband.

 

[Sören Pollmann, Marvin Schneider (beide SDW Bundesverband), Sabine Bremen (Umweltamt OBK), Jörn Hevendehl (Forstamtsleiter Landesbetrieb Wald und Holz NRW), Tim Zimmer (Revierförster), Malte Haase (Kreisverband SDW) und zahlreiche Mitarbeiter der Firma Kampf nahmen an der Pflanzaktion in Faulmert teil.]

 

Für Forstamtsleiter Jörn Hevendehl ist das Engagement der Firma Kampf ein positives Beispiel: „Kampf ist jetzt 105 Jahre alt – praktisch ein Baumleben alt.“ Bei einer Firma sei es wie bei einem Wald: Es überlebt nur, wer sich am besten an die Umweltbedingungen anpassen kann. Das ursprüngliche Geschäft der Firma Kampf war die Produktion von Wickelmaschinen für die papierverarbeitende Industrie. Nun gebe sie dem Wald etwas zurück. Damit auch dieser an die Umweltbedingungen angepasst ist, wurden für die Pflanzaktion Baumarten gewählt, die standortangepasst und klimastabil sind.

 

Einer der vielen Helfer war Arnfred Berndt. Er ist selbst Besitzer einer kleinen Waldparzelle und findet die Aktion für die Zukunft des Waldes wichtig. „Es liegt viel brach, was verdient wieder aufgeforstet zu werden“, beschreibt er seine Motivation. Die Pflanzaktion soll die Oberberger, laut Hevendehl, dazu motivieren, selbst aktiv zu werden. Dreiviertel des Waldes im Bergischen Land seien nämlich in Privatbesitz. „Man muss nicht weit weg. Man muss nur an den nächsten Hang gehen und kann dort etwas gegen den Klimawandel tun.“

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