LOKALMIX
„Hier sieht man, was Gemeinschaft bewirken kann“
Nümbrecht – In Bierenbachtal ist der Multifunktionsplatz des Vereinigten CVJM offiziell präsentiert worden – Realisiert wurde das Projekt mit Mitteln der Leader-Förderung, der Sparkassenstiftung, der GWN und weiteren Spendern.
Von Lars Weber
Egal, ob man gerade Fußball, Handball oder Basketball spielen möchte. Ob einem gerade der Sinn steht nach einer Partie Tischtennis, Teqball (Tischtennisfußball), Boule oder einem guten Buch aus einem Bücherschrank. Oder ob man einfach zusammenkommen möchte zum Reden oder zum Feiern. In Bierenbachtal direkt hinter dem evangelischen Gemeindehaus gibt es seit November des vergangenen Jahres den richtigen Ort dafür. Der (kameraüberwachte) Multifunktionsplatz und alles drum herum soll ein „Platz der Begegnung“ für Jung und Alt sein, so hat es sich der Vereinigte CVJM Nümbrecht gedacht, der die Idee zum Projekt hatte – und der Plan geht auf. Dies hat auch der Dienstagnachmittag gezeigt, an dem der fertige Platz den Förderern und Freunden offiziell mit einem kleinen Fest präsentiert wurde. Ermöglicht wurde die Realisierung des 140.000 Euro-Projekts durch Leader-Fördermittel (rund 98.000 Euro), die Sparkassen-Stiftung für das Homburger Land (25.000 Euro) und vielen Spenden, die der CVJM sammelte. Obendrauf spendierte die GWN noch Flutlicht und Verkabelung für rund 5.000 Euro.
Vorher sei an der Stelle des Multifunktionsplatzes ein alter Ascheplatz gewesen, der allerdings in die Jahre gekommen war, sagte Stefan Bingel, Vorsitzender des CVJM Nümbrecht. Und da der CVJM in Nümbrecht auch dezentral in den Orten vertreten ist, entstand vor zwei Jahren die Idee, dort etwas Neues zu erschaffen, ein für jeden nutzbarer öffentlicher Platz. Dabei „half“ auch der Kreuzbandriss bei seinem CVJM-Kollegen Johannes Ohlig, erzählte Bingel. Denn aufgrund der Verletzung habe Ohlig die Zeit gehabt, sich in Fördermodalitäten und Anträge „reinzufuchsen“.
So werden die Nümbrechter beim Leader-Projekt „1.000 Dörfer -eine Zukunft“ vorstellig, das von der EU und dem Land NRW geförderte Programm zur Entwicklung und Stärkung der ländlichen Räume. Frank Herhaus, Vorsitzender des Trägervereins der Leader-Region Oberberg und Kreisplanungsdezernent, lobte das Konzept des CVJM. Es passe super in das Leaderprogramm hinein. Dafür wurden 70 Prozent der förderfähigen Kosten, rund 98.000 Euro, übernommen.
Nümbrechts Bürgermeister Thomas Hellbusch konnte sich noch gut daran erinnern, wie es vorher an gleicher Stelle aussah. „Das war etwas gruselig.“ An der Realisierung könne man sehen, „was Gemeinschaft bewirken kann“ mit dem Verweis auf das finanzielle und tatkräftige Engagement rund um die Verwirklichung der Idee. „Das Projekt strahlt!“ Gunter Derksen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Gummersbach und der Sparkassenstiftung, freute sich, dieses Engagement vor Ort unterstützen zu können. „Hier kann viel Gutes entstehen!“ Michael Ebener, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Nümbrecht, sah es als selbstverständlich an, das Wegerecht auf dem Grundstück der Kirche zur Verfügung zu stellen. Beim Thema Jugendarbeit ziehe man mit dem CVJM ohnehin an einem Strang.
Ins Boot geholt wurde schließlich auch noch die GWN. Geschäftsführerin Karina Tuttlies unterstrich, dass es nicht das erste Mal gewesen sei, dass man den CVJM unterstützt habe und gerne für das Flutlicht und die zugehörigen Arbeiten gesorgt habe. „Es ist toll, wie man sich in Nümbrecht gegenseitig unterstützt“, so Stefan Bingel.
Gebaut wurde schließlich im vergangenen Jahr von April bis Oktober. Ab November waren die ersten Kinder und Jugendlichen schon auf dem Platz. Und mit den steigenden Temperaturen wird das neue Angebot immer stärker frequentiert.
Weitere Informationen zum Leader-Programm gibt es hier.
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