LOKALMIX
1.000 Kinder auf mittelalterlicher Erkundungstour
Nümbrecht – Zum Auftakt des Mittelaltermarkts auf Schloss Homburg war das Gelände wieder Schülerinnen und Schülern vorbehalten – Mehr als doppelt so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr.
Von Lars Weber
Noch bevor sich die erwachsenen Mittelalterfans ab heute, Donnerstag, 17 Uhr, in langen Roben und schicken Gewändern auf dem Areal rund um Schloss Homburg tummeln können, noch bevor heute Abend mit „Tanzwut“ ein Hauptact auf der Bühne stehen wird, ist das Mittelalter in Nümbrecht bis in den Nachmittag von 1.000 Schülerinnen und Schülern bevölkert worden. Der pädagogische Tag hat sich in den vergangenen Jahren zu einem richtigen Renner entwickelt. Waren es 2025 noch 400 Kinder, die sich auf die Reise ins Mittelalter machten, sind es in diesem Jahr 1.000 gewesen, wie die Veranstalter des Vereins "Kramerey und Kurtzweyl" sagten.
Gekommen waren die Schüler fast alle zu Fuß. Viele Klassen der Nümbrechter Grundschulen machten sich aus dem Hauptort, von Gaderoth, Grötzenberg und Marienberghausen auf den Weg. Vor Ort waren aber auch Schülerinnen und Schüler der Freien Christlichen Schule, der Hugo-Kükelhaus-Schule und der Helen-Keller-Schule, letztere gestalteten auch wieder das Bühnenprogramm mit. „Die Kinder sind echte Rampensäue“, sagte die „Äbtissin Adelheid“ Barbara Degener mit einem anerkennenden Lachen. Sie und „Herold Walther von der Pferdeweide“ Jürgen Körber vom Verein finden es großartig, wie die Kinder im Mittelalter versinken und sich beteiligen.
Für alle Schülerinnen und Schüler, die sich vielleicht nicht so im Mittelalter auskennen, gab es während der Begrüßung einen Crashkurs. Aufgrund der Vielzahl an Kindern wurden diese an zwei Orten willkommen geheißen. Die Äbtissin und der Herold stimmten mit viel Unterstützung ihre jungen Gäste dabei gekonnt ein. Handwerker zeigten ihre Künste ebenso wie Spielleute, darunter Gaukler, Musiker und Puppenspieler. Auch das Fladenbrot durfte vorgekostet werden, vorsichtshalber erstmal von einer Lehrkraft – im Mittelalter weiß man ja nie.
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[Mit viel Musik wurden die Kinder auf Schloss Homburg begrüßt, danach ging es ans Erkunden. Zum Beispiel in den Kräutergarten, wo die Gäste von Äbtissin Adelheid empfangen wurden.]
Nach der Begrüßung ging es für die Kinder an vorher mitgeteilte Stationen, wo ihnen unter anderem die Seilerin in ihr Handwerk einführte, die Schülerinnen und Schüler töpfern konnten oder ein Ritter zeigte, wie man sich zum Kampf rüstet. Und es gab natürlich Einblicke in das Leben im Mittelalter, ein großes Anliegen der Veranstalter. Dies funktionierte ohne die ganzen erwachsenen Marktbesucher prächtig. Abgesehen von ihrer festen Station konnten die Schülerinnen und Schüler den Markt frei erkunden und tief eintauchen in die längst vergangene Welt.
Sämtliche am Mittelaltermarkt beteiligten Gruppen unterstützten die Aktion kostenlos, hebt Jürgen Körber das große Engagement der Künstlerinnen und Künstler hervor. Unterstützt wird der pädagogische Tag außerdem sehr von der Kulturstiftung der Sparkassen. Auch das Team von Schloss Homburg und des Kulturamts des Kreises sind am Start. „Die Unterstützung ist sehr wichtig für uns“, so Barbara Degener. Und die Kinder zahlen es mit viel Begeisterung und Spaß zurück. „Das ist unglaublich und tut der Seele gut“, ergänze Jürgen Körber.
Ab 17 Uhr dann öffnen die Tore des Mittelaltermarkts für alle Interessierten bis einschließlich Sonntag. Alle Informationen und auch Onlinetickets gibt es hier. Dort gibt es auch Wissenswertes zur Anfahrt und den Busshuttles.
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