LOKALES

Im Drittversuch gegen die böse Hexe

vma; 23.11.2019, 23:22 Uhr
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Fotos: Vera Marzinski --- Hänsel und Gretel verlaufen sich – und Schutzengelanwärterin Clariassa mit ihnen.
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Im Drittversuch gegen die böse Hexe

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vma; 23.11.2019, 23:22 Uhr
Wiehl – Das Schau-Spiel-Studio Oberberg führt „Hänsel und Gretel oder die Schutzengelprüfung“ von einem spielfreudigen Ensemble auf und begeistert dabei das mitmachfreudige Publikum.

Von Vera Marzinski

 

„Hänsel und Gretel“ - ein spannendes Märchen um eine böse Hexe, Geschwister, die gemeinsam ihren Weg finden und das größte Abenteuer ihres Lebens bestehen. Im Wiehler Theater ist das aber nur ein Teil der Geschichte. Clarissa ist eine Schutzengelschülerin, die schon zwei Mal durch die praktische Prüfung gefallen ist. Nun gibt ihr das Prüfungsamt eine allerletzte Chance.

 

[Conny Kannengießer in der Rolle der Clarissa, die zwischendurch fast verzweifelt, will sie doch ihre Schutzengelflügel endlich bekommen.]

 

Gabi (Marita Herrmann) und Micha (Lina Heukelbach), die beiden Prüfungsbeamtinnen, checken alles. Sind alle Theaterbesucher auf ihren Plätzen, sind geisterhafte Gestalten im Wald – „beides check“. Sie führen auch Clarissa (Conny Kannengießer) zur Oberprüfungsbeamtin (in zwei Besetzungen – Angela Harrock und Silke Faber). Eigentlich beherrscht sie die Theorie und meint „im echten Schutzengelleben bleibe ich cool und mit Flügeln ist alles sowieso einfacher“. Und nun, beim dritten und letzten Versuch, hat sie auch noch eine Doppelaufgabe zu lösen: Hänsel und Gretel.

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Vor ihrem kleinen Häuschen sitzt die Familie Vater (Hans-Gerd Pruß), die Stiefmutter (Milia Fe Soest) mit Hänsel (Joschua Pagel) und Gretel (Paula Lenzing). Das Geschwisterpaar wird von den Eltern im Wald ausgesetzt. Beim ersten Mal bringt Schutzengelanwärterin Clarisse sie auf die Idee Kieselsteine fallen zu lassen, aber beim zweiten Mal sind die Brotkrummen verschwunden und die beiden verlaufen sich. Und Clarissa mit ihnen.

 

Im Wald kommen auch Kinder aus dem Publikum zum Einsatz. Zwei dürfen sich als geisterhafte Gestalten verkleiden und sechs von ihnen helfen Clarissa – passend zur Hintergrundmusik „Abends, will ich schlafen gehn, 14 Engel um mich stehn“ – die Lichter um Hänsel und Gretel zu stellen. Aber dann heißt es: „ Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“. Die böse Hexe lockt sie in ihr Haus, will sie zubereiten und verspeisen. Gelingt es Clarissa die zwei vor der Hexe zu retten und bekommt sie ihre Schutzengelflügel?

 

[Bei der Premiere spielte Angela Harrock die Hexe – mit bösem Lachen und offensichtlich viel Spaß an der Rolle.]

 

Viele Autoren haben Theaterstücke zu „Hänsel und Gretel“ verfasst. Oft erzählt und aufgeschrieben, als Film gedreht und als Oper aufgeführt. Regisseur Peter Kirchner hat sich von dem Grimm‘schen Märchen, der Humperdinck‘schen Oper und dem Hollywood-Weihnachtsklassiker „Ist das Leben nicht schön?“ inspirieren lassen und für das Theater das Stück „Hänsel und Gretel oder die Schutzengelprüfung“ geschrieben. Denn er weiß, was bisher keiner wusste – hinter allem steckt ein Amt – und zwar das Schutzengelprüfungsamt. 2004 hat er am Theater Augsburg die Humperdinck Oper inszeniert. 2009 wandelte er das Regiekonzept in Nürnberg bereits ab. Nun hat er eine Schauspielfassung seiner Operninszenierung als Familiengeschichte verfasst. Die Musik von Humperdinck setzt er teilweise ein. Das Bühnenbild ist variabel – die Bäume lassen sich verschieben und so ist der Wald immer wieder anders. Farbenfroh das Knusperhäuschen und der Backofen qualmt gespenstisch. Für alle ab fünf Jahren, die Märchen und Engel lieben und endlich ihre Prüfungsangst überwinden wollen.

 

Weiter Aufführungstermine:

Sa. 23.11., So. 24.11. (jeweils 16 Uhr), Mi. 27.11. Fr. 29.11. (jeweils 17 Uhr), So. 01.12. (16 Uhr), Fr. 06.12. (17 Uhr), Sa. 07.12., So. 08.12. (jeweils 16 Uhr), Di. 10.12., Mi. 11.12., Fr. 13.12. (jeweils 17 Uhr), So. 15.12. (16 Uhr) und Di. 17.12., Mi. 18.12. (jeweils 17 Uhr).

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