LINDLAR

Wer Solarstrom möchte, sollte jetzt aktiv werden

Leser; 05.09.2019, 14:00 Uhr
Oberberg Aktuell
LINDLAR

Wer Solarstrom möchte, sollte jetzt aktiv werden

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Leser; 05.09.2019, 14:00 Uhr
Lindlar - Der Förderdeckel für Neuanlagen wird 2020 erreicht - EEG-Zulage dann voraussichtlich nicht mehr möglich.

Lindlarer, die eine eigene Solarstromanlage planen, sollten aus finanziellen Gründen jetzt aktiv werden. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW. Denn im kommenden Frühjahr oder Sommer endet für Neuanlagen möglicherweise die gesetzliche Vergütung für Strom, den solche Anlagen ins Netz einspeisen.

 

In diesem Zeitraum wird voraussichtlich der sogenannte Förderdeckel für Photovoltaik erreicht. Das passiert, wenn alle Solarstromanlagen, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden, zusammen 52 Gigawatt Nennleistung haben. Wann genau das sein wird, lässt sich noch nicht vorhersagen. Dass es aber im Jahr 2020 geschieht, gilt in Fachkreisen als sicher.

 

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„Wer eine Anlage nach dem Erreichen des Förderdeckels ans Netz bringt, bekommt nach aktueller Rechtslage keine EEG-Vergütung mehr“, erklärt Dr. Dirk Schulz, Klimaschutzmanager der Gemeinde Lindlar. Im ungünstigsten Fall hieße das, dass nahezu alle neuen Solarstromanlagen von Privathaushalten rote Zahlen schreiben würden. Wer dagegen vorher ans Netz geht, erhält die Vergütung für 21 Kalenderjahre garantiert – für kleine Anlagen aktuell knapp 10,5 Cent pro Kilowattstunde. So ist private Photovoltaik in der Regel wirtschaftlich.

 

„Natürlich soll niemand vor diesem Hintergrund eine Entscheidung überstürzen oder sich unter Druck setzen lassen“, sagt Schulz. Es sei auch durchaus gut möglich, dass die Politik den Deckel noch zu Fall bringe, bevor er greife. „Die Vergütung wird danach aber auf keinen Fall steigen“, ist Schulz sicher. „Wer also schon entschlossen ist und auf der sicheren Seite sein will, wird durch zügiges Handeln keinen Nachteil haben.“

 

Zudem sei jetzt noch Zeit für wohlüberlegte Entscheidungen und Angebotsvergleiche. „Bei der Planung muss man Vorlaufzeiten von zwei bis sechs Monaten einkalkulieren“, betont der Klimaschutzmanager. So viel Zeit liege erfahrungsgemäß zwischen der ersten Anfrage beim Fachbetrieb und dem entscheidenden Stichtag der Inbetriebnahme. Deshalb werde das Thema bereits jetzt relevant.

 

Ob das eigene Dach für eine Solarstromanlage geeignet ist kann man leicht selber im Internet beim Solarkataster Oberberg unter www.solare-stadt.de/obk/Solarpotenzialkataster herausfinden.

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