LINDLAR

Relief der historischen Ortsansicht feierlich enthüllt

Red; 20.05.2026, 11:47 Uhr
Fotos: Kulturlandschaftsverband Oberberg.
LINDLAR

Relief der historischen Ortsansicht feierlich enthüllt

Red; 20.05.2026, 11:47 Uhr
Lindlar - Projekt nach jahrelanger Planung abgeschlossen - Plastische Ansicht des Lindlarer Ortskerns um das Jahr 1900 wurde aus Bronze hergestellt und ist auf dem Marktplatz zu finden.

Nach intensiver Recherche des Arbeitskreises für Regionalgeschichte und jahrelanger Suche nach Financiers konnte das Bronzerelief der Ortsansicht von Lindlar um das Jahr 1900 auf dem Marktplatz enthüllt werden. Das Relief wurde auf einem Grauwackesockel auf dem Marktplatz von Lindlar montiert und am vergangenen Wochenende vor viel Publikum feierlich enthüllt. Das Ortsrelief stellt die plastische Ansicht des historischen Ortes da, über einen QR-Code und in Blindenschrift sind genaue Informationen zu den Gebäuden abruf- bzw. lesbar. So wird die Ortsentwicklung von Lindlar anschaulich dargestellt.

 

Zukünftig soll das Relief als Startpunkt für die touristischen Ortsführungen dienen. Da die Bezeichnungen der Objekte auch in Blindenschrift dargestellt werden, ist das Relief auch für Sehbehinderte und Blinde ein Erlebnis. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises Regionalgeschichte (im Förderverein des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar) haben die Feinheiten, wie die Lage älterer Gebäude sowie die Bauhöhen der Objekte, in monatelanger Arbeit recherchiert. Zu den wichtigsten Gebäuden wurden Texte mit Fotos ausgearbeitet, die zusätzlich digital abgerufen werden können. Zum Beispiel das alte Krankenhaus, das Amtsgericht, damalige Schulen, die Kirche und die alten Straßenverläufe.

 

 

Die Recherchearbeiten liefen in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lindlar, die Einblicke in das Gemeindearchiv gewährte. Es wurde ebenso auf alten Katasterplänen des Oberbergischen Kreises zurückgegriffen. Sven Engelmann, Bürgermeister der Gemeinde Lindlar enthüllte das Relief feierlich zusammen mit Manuel Peters, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Freilichtmuseum Lindlar, mit Andreas Deichsel, Sprecher des Arbeitskreises für Regionalgeschichte und dem Projektinitiator Winfried Panske.

 

Das Projekt kostete insgesamt über 50.000 Euro. Es konnte über die LEADER Förderung in Höhe von 21.500 Euro, Zuwendungen der NRW-Stiftung von 10.000 Euro, Unterstützung der Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln und der Volksbank Berg in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro und weitreichender Unterstützung aus der Bürgerschaft realisiert werden. So wurde der Grauwackesockel von der Firma BGS gestiftet, ebenso unterstützten die lokalen Vereine „Wir für Lindlar“ und die „Laberköppe“ bei der Gestaltung des Umfeldes und übernehmen die Pflege der Anlage.

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