LINDLAR

Mann über Bord, aber welcher?

Red; 18.01.2026, 12:00 Uhr
Fotos: Martin Szepat --- Die Passagiere treffen sich in der Piano-Bar auf ein Begrüßungsgetränk.
LINDLAR

Mann über Bord, aber welcher?

Red; 18.01.2026, 12:00 Uhr
Lindlar - In diesem Jahr führt die St. Reinoldus Steinhauergilde den Schwank „Mann über Bord“ im Lindlarer Kulturzentrum auf - Premiere fand am gestrigen Samstag statt.

Von Kathrin Roloff-Jamin

 

Die St. Reinoldus Steinhauergilde Lindlar hat zum diesjährigen Reinoldusfest den Schwank von Regina Harlander „Mann über Bord“ auf die Bühne gebracht. Zur Premiere am Samstag im Kulturzentrum waren alle Plätze belegt. „Wir sind heute ausverkauft“, sagte der 1. Vorsitzende der St. Reinoldus Steinhauergilde, Matthias Blumberg. Nachdem er sich bei seinen Unterstützern und dem Publikum bedankt hatte, übergab er das Mikrophon an den Regisseur des Stücks, Alexander Besgen. „Wir begrüßen sie auf unserer Reise mit der MS R(h)einfall“ und dann lüftete sich der Vorhang.

 

[Kai-Uwe Knapp: „Das ist mein Ende“.]

 

Die feucht-fröhliche Reise geht über drei Akte. Die Passagiere, um die es sich dreht, könnten nicht unterschiedlicher sein. Da sind zum Beispiel der Hypochonder Erwin Müller und dessen Ehefrau Luise, der die „Wehwehchen" ihres Mannes tüchtig auf den Keks gehen. Schnäppchenjägerin Mona Huber checkte zusammen mit ihrem genervten Mann Sven ein. „Wir haben All-Inkasso gebucht“, sagte Mona stolz. Die liebenswürdige Nicole Schneider hatte ihren Göttergatten Willibald im Schlepptau. „Meine Freunde nennen mich Willi“, stellte sich der Charmeur vor.

 

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Und dann ist da noch der „knapp und bündig“-Versicherungsvertreter Kai-Uwe Knapp, dem die Sicherheit an Bord das wichtigste ist. Allein die bloße Gefahr, die an jeder Ecke lauern könnte, bringt ihn fast um den Verstand. „Das ist mein Ende“, sagte er noch vor der Reise. Zusammen mit Mutti Ernestine, die den Sternen mehr glaubt als allen anderen, und der resoluten Oma Hannelore Schreck besteigt er das Schiff. Die bekannte Wahrsagerin Madame Ophelia ist die letzte der illustren Truppe. Fast hätte eine Migräne ihre Reise verhindert. Um das Wohl der Passagiere und Sauberkeit an Bord kümmern sich Steward Lothar und Reinigungskraft Erna.

 

[Willibald Schneider: „Freunde nennen mich Willi“.]

 

Die Flusskreuzfahrt über den Rhein beginnt in der Piano-Bar. Hier treffen alle Beteiligten aufeinander und lernen sich kennen. Die Zuschauer erfahren von einer geheimnisvollen Prophezeiung von Madame Ophelia und was Mutti Knapp damit zu tun hat. Und so erlebt die unfreiwillig zusammengewürfelte Gruppe Abenteuer und entdeckt neue Orte, natürlich mit viel Witz. Als sich dann plötzlich eine Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet, wird es chaotisch. Mann über Bord, aber welcher? Während sich die Damen um ihren Gatten sorgen, vertraut Wahrsagerin Ophelia nur den Himmelskörpern. Die Sterne lügen nie!

 

Das Rätsel wird auf der Vier-Sterne-Fahrt gelöst und hat noch so manche Überraschung parat. Wer das Stück auf der Bühne im Kulturzentrum Lindlar erleben möchte, hat am 23. und 24. Januar Gelegenheit dazu. Alle anderen Vorstellungen sind ausverkauft. Informationen gibt es unter reinoldus.eu.

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